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Hollywood-Star Bardem kritisiert Trump, Putin und Netanyahu

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Hollywood-Star Bardem kritisiert Trump, Putin und Netanyahu

17.05.2026, 19:3317.05.2026, 22:56
epa12966749 Javier Bardem attends the photocall for 'The Beloved' (El ser querido) during the 79th annual Cannes Film Festival, in Cannes, France, 17 May 2026. The film festival runs from 12 ...
In letzter Zeit äussert sich der spanische Schauspieler Javier Bardem (hier in Cannes) häufiger politisch.Bild: keystone

Der spanische Hollywood-Star Javier Bardem hat bei den Filmfestspielen in Cannes die Machthaber Donald Trump, Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu scharf kritisiert. Der Oscar-Preisträger («No Country for Old Men») zog bei der Pressekonferenz zu «El ser querido» (The Beloved) eine direkte Linie zwischen «toxischer Männlichkeit» und den aktuellen Kriegen in der Welt.

Das psychologische Drama von Rodrigo Sorogoyen handelt von einem exzentrischen Regisseur (Bardem), der seine Tochter (Vicky Luengo) nach vielen Jahren wieder trifft und sie für einen Filmdreh engagiert. Das Werk zeigt eine konfliktreiche Vater-Tochter-Beziehung.

Bardem erklärte bereits zuvor in einem Interview mit «Variety», seine Figur stehe exemplarisch für toxische Männlichkeitsbilder – also ein Rollenverständnis, in dem Männer sich als überlegen, kontrollierend und als treibende Kraft begreifen. Die Muster männlicher Überlegenheit erkenne er auch bei Trump, Putin und Netanjahu, die das Leben zahlreicher Menschen koste, sagte Bardem.

Zahl der Feminizide alarmierend hoch

In diesem Kontext betonte er, dass Gewalt gegen Frauen oft daraus resultiere, dass Männer Frauen als ihr Eigentum betrachteten oder über sie verfügen wollten. Besonders in Spanien sei die Zahl der Femizide alarmierend hoch. Von einem Femizid spricht man, wenn Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden – also weil sie Frauen sind. (sda/dpa)

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7 Kommentare
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Eckhardt
17.05.2026 21:48registriert Juni 2024
Zum Teil mag er recht haben. Bei den genannten Politikern sehe ich ihre Gefährlichkeit für die Allgemeinheit im toxischen Umgang mit Macht.
Alle drei Putin/Trump/Netanjahu nutzen ihre Macht nicht dazu, dass es der Bevölkerung in ihrem Land besser geht, sondern für Eigeninteressen (wie zB Bereicherung oder Machterhalt etc).
Die Anwendung von toxischer Macht ist Selbstzweck, undemokratisch, menschenverachtend. Statt ‚ermöglichen‘ (als Stichwort) will toxische Macht ‚verhindern‘.
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