Gesellschaft & Politik
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ZUM NEUEN SONDERSETTING FUER DEN STRAFTAETER CARLOS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Der 17-jaehrige

Carlos beim Boxtraining vor dem Skandal 2013. Bild: KEYSTONE

Justiz überfordert: Die Gefängnisaufenthalte im Fall Carlos haben 800'000 Franken gekostet

Der Fall Carlos hat mit einer Zahl begonnen: 29'000 Franken pro Monat. So viel kostete sein Sondersetting. Nun liegt eine neue Zahl vor: 800'000 Franken. So viel kosteten seine Gefängnisaufenthalte seither. Die Justiz ist überfordert.

Andreas Maurer / schweiz am wochenende



Unter dem Pseudonym Carlos stellte das Schweizer Fernsehen im August 2013 einen 17-jährigen Messerstecher vor. Er war eigentlich nur die Nebenfigur in einer Reportage über einen Zürcher Jugendanwalt mit unorthodoxen Methoden. Carlos hätte diese als Erfolgsbeispiel illustrieren sollen, als der haltlose Jugendliche, der dank einem Bündel massgeschneiderter Massnahmen endlich Halt findet. Man nannte es Sondersetting. Es kostete 29 000 Franken pro Monat.

Die gut gemeinte Botschaft kam ganz schlecht an. Denn die Fernsehbilder entwickelten eine Eigendynamik. Drei Szenen brannten sich im kollektiven Gedächtnis ein. Carlos, der zu Therapiezwecken auf einen Boxsack eindrischt. Carlos, der gelangweilt in einer staatlich finanzierten 4½-Zimmer-Wohnung fläzt. Und der Jugendanwalt, der mit einer Schlange um den Hals posiert. Das waren die Zutaten für einen Skandal, der als «Sozial-Wahn um Messerstecher» («Blick») seinen Lauf nahm. Die Zürcher Regierung brach darauf das Sondersetting ab und schickte den Jugendanwalt in Rente.

Seither hat Carlos 1585 Tage in sechzehn Justizvollzugsanstalten verbracht. Er wurde von Gefängnis zu Gefängnis geschoben, weil sich das Personal nicht im Stande sah, den Thaiboxer zu bändigen. Am 30. Oktober steht der nächste Prozess gegen ihn an, diesmal wegen 29 Delikten, die er ausschliesslich hinter Gittern begangen haben soll. Es geht um Prügelattacken gegen Aufseher und Mitinsassen. Sogar eine Verwahrung steht nun zur Diskussion.

Auch im Gefängnis ist nun ein Sondersetting nötigZeit also, um Bilanz zu ziehen. Begonnen hat der Fall mit einer Grundsatzfrage: Wie viel darf der Justizvollzug für einen einzelnen Täter kosten? 2013 lautete die Antwort: 29 000 Franken pro Monat sind zu viel.

2019 liegt nun die Abrechnung für die Alternative vor. Die Kosten für Carlos’ Odyssee durch die grössten und sichersten Gefängnisse der Schweiz lassen sich durch die Tarife abschätzen, welche die Anstalten den Kantonen pro Insasse in Rechnung stellen. Die Zusammenstellung (siehe Grafik) ergibt: 800'000 Franken haben Carlos’ Gefängnisaufenthalte bisher gekostet.

ZUM NEUEN SONDERSETTING FUER DEN STRAFTAETER CARLOS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Der 17-jaehrige Carlos liegt auf seinem Bett in der einer betreuten Wohneinrichtung in Reinach BL, Screenshot aus der Sendung ''Reporter'' vom Sonntag, 25. August 2013 des Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Die Resozialisierungsmassnahmen des 17-jaehrigen Zuerchers, welcher durch einen Fernseh-Dokumentarfilm unter dem Pseudonym

Der damals 17-jährige Carlos liegt auf seinem Bett in einer betreuten Wohneinrichtung in Reinach BL, Screenshot aus der Sendung «Reporter» von 2013. Bild: SRF

Aktuell sitzt er wieder im grössten Gefängnis der Schweiz, in der Zürcher Justizvollzugsanstalt Pöschwies. Hier haben die Vorfälle stattgefunden, wegen derer Carlos nun vor Gericht steht. Um die Situation zu beruhigen, wurde er im Juni dieses Jahres in den Hochsicherheitstrakt des Zentralgefängnisses von Lenzburg verlegt. Kosten pro Monat: 20 000 Franken. Anfangs funktionierte es gut, er durfte sich auf den Gängen frei bewegen. Doch aus nicht bekannten Gründen scheiterte auch diese Lösung. So kam er zurück nach Zürich, wo Kosten von 15 000 Franken pro Monat anfallen.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Die Tarife bilden die Ausgaben für einen durchschnittlichen Insassen ab. Der Aufwand für Carlos ist aber viel grösser. In der Pöschwies wurden für ihn zum Beispiel gleich vier Zellen speziell eingerichtet; eine Zelle wurde pink angestrichen. Das Personal wurde zudem speziell trainiert und erhielt neue Schutzausrüstung. Wenn er verlegt wurde, kam eine Sondereinheit zum Einsatz. Tatsächlich dürften die Kosten die Schwelle von einer Million überschritten haben. Hinzu kommt Ausgaben für Gerichtsprozesse, Gutachten und die Schäden der Ausraster.

Die Bilanz lautet also: Carlos wurde ins Gefängnis verlegt, weil sein Sondersetting zu teuer war. Im Gefängnis wurde aber wieder ein Sondersetting eingerichtet, das auf die Dauer noch teurer ist und das vor allem kein Ablaufdatum hat.

Carlos’ Vater macht die Behörden für die Kosten verantwortlichDer Vater von Carlos ist ein Architekt aus Zürich. Im Gespräch mit dieser Zeitung sagt er: «Die hohen Unkosten sind durch Fehlleistungen der Justizbehörden entstanden.» Damit meint er den Abbruch des Sondersettings und die Verhaftung seines Sohnes.

Die Probleme haben in der Kindheit schon ganz früh begonnen, als Carlos von Paris nach Zürich zog. In Paris hatte seine Mutter gewohnt, sie stammte aus Kamerun. Mit zehn Jahren beging er sein erstes Delikt. Schon damals überforderte er die Institutionen. Weil ihn niemand aufnehmen wollte, landete er im Gefängnis. Mit 15 beging er seine schwerste Straftat. Er rammte einem 18-Jährigen ein Messer in den Rücken. Seinen 16. Geburtstag verbrachte er in der Psychiatrie, betäubt und gefesselt an ein Bett. Mit 17 absolvierte er das berühmte Sondersetting, das bis zum Abbruch erfolgsversprechend verlief.

Je länger der Fall Carlos dauert und je höher sich die Unkosten türmen, desto mehr Verständnis kommt für die Lösung von 2013 auf. Als Folge davon hat Carlos in der Medienberichterstattung eine Metamorphose durchgemacht. Am Anfang wurde er als selbstverliebter Täter dargestellt, mit dem die Justiz kuschelt. Mittlerweile wird er von der «NZZ» und der «Republik» in riesigen Artikeln als Opfer des Systems porträtiert. (bzbasel.ch)

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Zu viele Häftlinge. Gefängnisse in der Westschweiz überfüllt

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306Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.10.2019 08:15
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man den Ausgaben die Einnahmen all jener Personen gegenüberstellen, die mit ihm in irgendeiner Form zu tun haben.
  • Saerdna91 20.10.2019 17:01
    Highlight Highlight Lösung? Ausschaffung.

    Es wurden andere schon ausgeschafft, die viel weniger Dreck am Stecken hatten. Wie ist das möglich, 29! Verbrechen zu begehen, wenn man bereits hinter Gittern sitzt? Unglaublich.
    • renee_* 20.10.2019 19:52
      Highlight Highlight wohin willst du denn schweizer ausschaffen?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 21:08
      Highlight Highlight Wie willst du eigentlich einen Schweizer ausschaffen?
  • theshark 20.10.2019 15:35
    Highlight Highlight Wieviele Carlos gibt es eigentlich? Ich masse mir kein Urteil an. Mein Verstand sagt mir, irgend etwas läuft schief auf mehreren Ebenen. Täter wird zum Opfer, Opfer im sehr gutem Komfortlager aufgehoben. Leider gibt es keine Info eines Therapieerfolges. Mein empfinden der genannten 29000.- Aufwandes, ist sehr hoch, aber ich kenne keine Vergleichszahlen. Ist es richtig Carlos diese Aufmerksamkeit zu schenken?
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.10.2019 15:20
    Highlight Highlight Also wenn die Vorfälle allesamt (und nur) im Pöschwies stattfinden, ist es doch eine Sauerei, dass er wieder dorthin verlegt wird?

    Wird er dort von Wärtern betreut, die vor Gericht gegen ihn aussagen sollen?

    Wenn das so ist, macht der Kanton Zürich bei Carlos schon wieder "en Seich". Aufgrund der Art, wie der Fall schon politisiert wurde, sollte eine Anklage gegen ihn auch von einem ausserkantonalen Staatsanwalt geführt werden.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 13:16
    Highlight Highlight Ich bin raus.
    Diese ganze Diskussion bewegr sich nur noch auf Blickniveau.
    Es wird hauptsach die Befriedigung von nidrigen Rachegelüsten gefordert.
    Und noch mal, ich verurteile seine Taten aufs schärfste. Aber was sich die Justiz da geleistet hat, einen Strafgefangenen einem blutgierigen Mob zum Fraß vorzuwerfen um die eigene Haut zu retten, ist einfach nur unterste Schublade.
    • Citation Needed 21.10.2019 12:11
      Highlight Highlight Du hast absolut recht. Das Sondersetting war teuer, aber der Fall Carlos wurde nachher ja nicht billig. Schlimmer noch, der Junge wurde, ohne dass er gegen die vereinbarten Regeln verstossen hatte, von einem Tag auf den andern weggesperrt und büsste all seine Freiheiten ein, die man ihm zuvor gewährt hatte. Man hat sich an Vereinbarungen zu halten, ob man die mit einem jugendlichen Straftäter oder einem braven Bürger eingeht. Weil sich an Carlos plötzlich der Volkszorn entzündet hatte, bangten viele um ihre Posten/Wiederwahl und liessen den Jungen wie eine heisse Kartoffel feige fallen.
  • Fährifrau 20.10.2019 12:27
    Highlight Highlight Was mich absolut nervt, ist die Diskretion, die diesem "Sürmel" gewährt wird mit dem Pseudonym und die sicher mit ein Grund ist, warum er soviel Publizität bekommt. Aus meiner Sicht ist er ein gewöhnlicher Straftäter, der alle Bemühungen ihn vom Delinquieren abzuhalten, unterläuft und weitermacht mit seinen Delikten und so die Justiz beschäftigt - und unsere Steuergelder vergeudet.
    Was würde aus ihm, wenn die ganze Publizität wegfiele?
  • murrayB 20.10.2019 09:51
    Highlight Highlight Schickt ihn in ein Gefängnis in den USA - unsere Kuscheljustiz ist überfordert!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 13:07
      Highlight Highlight Du weißt aber sicher, wer in Amerika aus dem Gefängnis kommt, ist noch weitaus gefährlicher als vorher.
      Und was soll es bringen ihn in dieser Art und Weise leiden zu lassen?
      Macht es seine Taten ungeschehen?
      Aber ich vergaß, in der Schweiz geilt man sich ja gerne daran auf, andere do richtig fertig zu machen, damit man einen Moment lang seine eigenen Probleme vergessen kann.
      Wir Schweizer müssen andere fertig machen, damit wir uns besser fühlen.
      Resozialisierung ist vollkommen egal. Rache und Blutgier sind die einzigen relevanten Größen.
    • murrayB 20.10.2019 16:30
      Highlight Highlight @ Planet - Ja, aber wer nicht will und auch die zweite und dritte Chance verpasst, hat meiner Meinung nach eine vierte nicht verdient!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 21:12
      Highlight Highlight Du weißt aber schon, dass Amerika die extreme Bandenkriminalität gerade solchen Aktionen verdankt.
      Du nimmst also solche Zustände in kauf, einfach weil du möglichst harte Gesetze willst?
  • Wianve 19.10.2019 22:39
    Highlight Highlight Wie kann man einen Querulanten und Schläger noch gratis zum Boxen trainieren. Hier fehlt wohl jeder Verstand.
    Wo bleibt dieselbe Aufmerksamkeit für die Opfer?
  • malu 64 19.10.2019 22:17
    Highlight Highlight Das Theater begann, als sich die Medien einschalteten und Carlos eine Bühne gaben. Ein Gefängnisplatz kostet nun mal so viel wie ein Spitalbett. Deshalb sollten die Richter gut entscheiden, was sie für Strafen verhängen.
  • malu 64 19.10.2019 21:59
    Highlight Highlight Manchmal braucht es andere Mittel um zum Ziel zu kommen. Wie man sieht, kostet ein Aufenthalt im Gefängnis nicht viel weniger als ein Tag im Spital. Im Fall Carlos ist sicher manches schief gelaufen.
  • Maracuja 19.10.2019 20:42
    Highlight Highlight Sowohl im Artikel wie auch in den Kommentaren finden sich Schuldzuweisungen. Je nach Standpunkt ist Carlos selbst, der Vater, die Familie, die Justiz, das „System“, die Medien, die Öffentlichkeit schuld. Verbreitet ist auch Besserwisserei: das Sondersetting hätte Erfolg gebracht, Bootcamp, Gummizelle usw. wären besser gewesen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Justiz und Strafvollzug eine tragbare Lösung finden. Ohne Mitarbeit von Carlos dürfte aber wohl keine Resozialisierung gelingen. Die Personen, die in seinem Fall Entscheidungen treffen müssen, sind nicht zu beneiden.
  • Der Rückbauer 19.10.2019 19:15
    Highlight Highlight Früher: Gepolsterte Schelle ums Fussgelenk, 3 Meter Kette mit 10 KG-Kugel und GPS. - Der hätte ja genug Kraft, die nachzuschleppen. Er wäre dann auch an der frischen Luft. Unmenschlich? Der Vater würde ihn schon verköstigen. Nur einmal zu Testzwecken.
    Wäre auch eine Art von Sondersetting. Mal ausprobieren? Die haben ja schon vieles ausprobiert und nichts hat genützt. Vielleicht würde er dann offen für elementare gesellschaftliche Verhaltensregeln. Wenn nicht, dann gibts eben Knast, nicht Hotelzimmer. Nur Knast.
    • Saraina 20.10.2019 07:04
      Highlight Highlight Es gab ja erst Knast, nur Knast. Nur hat er dann jeweils die Zelle zertrümmert und unter Wasser gesetzt, und das Personal und Mitinsassen, die nah genug an ihn herankam windelweich geprügelt. Hast du den Artikel gelesen? Er steht vor Gericht, wegen 29 Delikten, die er alle im Knast, nur im Knast, begangen hat. Sachen wie Sachbeschädigung und Gewalt halt. Da hierzulande Gefängnisse so gebaut sind, dass sie der Resozialisierung dienen, wollten oder konnten ihn mehrere Institutionen nicht länger tragen.
    • Der Rückbauer 20.10.2019 11:37
      Highlight Highlight Saraina: Danke gleichfalls. Zu Beginn er Schlägereien war er 17-jährig und dem Jugendstrafrecht unterstellt. Es wurden ihm jahrelang massgescheiderte Massnahmen zuteil (Fr. 29'000.--/Monat, 4-ZiWo, Boxsack etc.). Dann wurde der Fall publik. In der Folge wechselten Sondersettings und Knast ab. Als feststand, dass individuelle, massgescheiderte Massnahmen nichts brachten, landete er permanent im Knast und terrorisiert dort alle, bis auf heute.
      Mal was Neues versuchen? Kette und Kugel?
  • luegeLose 19.10.2019 18:07
    Highlight Highlight Der ist doch jetzt volljährig. Wozu braucht es ein Sondersetting? Gibt es für Gewaltverbrecher immer ein Sondersetting?
    • Saraina 20.10.2019 07:05
      Highlight Highlight Das steht doch eben im Artikel.
  • PeteZahad 19.10.2019 18:04
    Highlight Highlight 29'000 / 30 = 966.- pro Tag
    800'0000 / 1585 = 504.- pro Tag
    Kommt immer noch günstiger als das Sondersetting. Was hat dieses insgesamt gekostet? Wie lange hätte es noch angedauert? Ich sehe schon das ein Sondersetting sinnvoller sein kann als Knast aber wieso braucht eine einzelne Person im Sondersetting eine 4.5 Zimmer Wohnung?
    • Adumdum 20.10.2019 14:53
      Highlight Highlight Hat er sicher nicht alleine bewohnt - liest sich aber besser wenn man das nicht erwähnt...
  • Daniel Meyer (1) 19.10.2019 15:26
    Highlight Highlight Hmm, ja billig ist Gefängnis nicht. Was schwierig zu verstehen ist, dass man in unserem Land ansonsten immer um jeden Zustupf bemühen muss. Wehe man hält die Frist nicht ein oder bewirbt sich in einer Woche nicht zweimal. Dann wird man Sanktioniert. Carlos ist sowohl Opfer als auch Täter vielleicht tät im eine Umfeldveränderung gut, früher hatte man das Schiff. Ist vermutlich auch nicht viel teuer als eine Verwahrung.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.10.2019 20:02
      Highlight Highlight Auch wenn das Schiff umstritten war, ich kenne Menschen die dort Zeit verbracht haben.
      Und sie sagen eigentlich alle das selbe. Es war verdammt hart, jedoch hat es sie wieder auf den richtigen Weg gebracht.
      Aber da für die rechten Wutbürger so etwas als unnütz und überteuert betrachtet haben, wurde das gestrichen.
    • LeChef 19.10.2019 21:41
      Highlight Highlight 2 Bewerbungen pro Woche sind also jetzt wirklich nicht zu viel verlangt, oder?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 06:24
      Highlight Highlight @Die Blitzer
      Ich gebe nur gebe nur wieder, was mir meine Freude aus eigener Erfahrung mitgeteilt haben.
      Wenn euch das nicht passt, sagt mir das und versteckt euch gefälligst nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fino 19.10.2019 14:54
    Highlight Highlight Ich würde gerne mal eine detaillierte Kostenrechnung sehen was ein Gefängnis kostet. Wie setzen sich 20'000 Fr. genau zusammen? Für die Mietkosten einer 4*4m Zelle kann es nicht liegen, am Gefängnissfrass auch nicht.
    • Kong 19.10.2019 19:24
      Highlight Highlight Amortisation Baukosten, Unterhalt, viel Technik investition und hauptsächlich die hohe Personalintensität (3 Schicht / 7Tg). Zudem diverse Spezialisten (Therapeuten, Psychologen, Dolmetscher, etc). Ich glaube das Essen und Freizeitangebot wurde stark verbessert (wenn auch nicht der Kostentreiber). Gleichzeitig weniger Einnahmen, weil fast keine Firma mehr Kleinaufträge an „Handlanger“ im Gefängnis vergibt.
  • Wianve 19.10.2019 14:11
    Highlight Highlight Wäre es nicht einen Versuch wert, diesen Jungen auf einer einsamen Insel sich selbst zu überlassen? Wo keine Menschen nach seinen Wünschen tanzen müssten? Wo er endlich erfährt was sein eigenes Verhalten bewirkt? Er sich in der Natur austoben kann und seinem Essen nachjagen muss?
    • TingelTangel 19.10.2019 15:01
      Highlight Highlight Das würde nicht Funktionieren da er seit Jahren Fremdbestimmt ist. Denn hätte man im Sondersetting lassen sollen, dort hätte er auch Gelernt sich in der Gesellschaft zu Bewegen und zu Verhalten - inzwischen dürfte der ein Völlig Gestörtes Bild haben von der Gesellschaft und kaum noch klar kommen ohne Betreuer und Wärter - ein Zukünftiges Leben im Knast und Psychiatrie - das uns sehr Teuer zu stehen Bekommt. Herzlichen Gruss an die Rechten Politikern die das zu Verantworten haben.
    • NumeIch 19.10.2019 16:44
      Highlight Highlight Empathie schon gehört? Nein! Man erkennt es an ihrem Kommentar.
    • Saraina 20.10.2019 07:11
      Highlight Highlight So viel ich weiss, gehören zur Schweiz keine einsamen Inseln. Und man kann nicht wirklich fremdes Staatsgebiet mit eigenen Staatsangehörigen, die völlig ausserstande sind, sich einzugliedern, besetzen. Früher ging ja sowas. Die Engländer haben solche Leute einfach nach Australien verfrachtet, und auch im Wilden Westen dürften sich etliche „aussergewöhnliche“ Typen durchgeprügelt und durchgeschossen haben.
  • Lilamanta 19.10.2019 13:57
    Highlight Highlight Das Sondersetting damals war nicht unbedingt falsch und nicht exorbitant teuer. Sondersettings und Heimaufenthalte kosten nun Mal schnell so viel. Er hätte eine Chance gehabt, es zu schaffen, doch die Öffentlichkeit hat ihm diese Möglichkeit geraubt.

    Gerade in der Anfangsphase seiner Haft scheint vieles falsch gelaufen zu sein, es wurde damals von entwürdigenden Haftbedingungen berichtet.

    Es stellt sich die grundlegende Frage, ob wir Täter für den Rest ihres Lebens wegsperren wollen oder ob wir sie reintegrieren wollen. Die erste Variante ist sicher die teurere.
    • Chrisbe 19.10.2019 15:10
      Highlight Highlight An Versuchen ihn erneut zu integrieren hat es wohl kaum gemangelt. Wie häufig hatt er schon eine "allerletzte Chance" bekommen?
      Ab einem gewissen Alter ist jeder für sein tun verantwortlich. In seiner Situation irgendwelche Forderungen zu stellen / sich zu beklagen ist mehr als realitätsfremd und grenzt an Zynismus..

  • Theor 19.10.2019 13:21
    Highlight Highlight Gerade im Jugenstrafrecht ist es leider so, dass umso blöder er tut, umso besser geht es ihm dann. Es gibt nur wenige geeignete Institutionen und wenn er bei denen alle rausfliegt, dann hast du dein Sondersetting.

    Und solche Tatsachen sind wirklich die falschen Anreize für ein Justizsystem.
    • NumeIch 19.10.2019 16:48
      Highlight Highlight Je blöder er tut... Sie labern einen Stuss zusammen Theor.

      Im Jugendstrafrecht liegt der Fokus auf Resozialisierung was absolut richtig und wichtig ist und das muss auch so bleiben.
    • Tamtam87 19.10.2019 17:28
      Highlight Highlight Es hat schon seinen sinn, dass jugendliche, welche sich per se in einem sehr verletzlichen und beinflussbaren lebensabschnitt befinden, gefördert werden. Es geht nicht darum einem menschen der noch ein halbes kind ist möglichst hart zu bestrafe und ihn damit noch mehr zu schaden. Es geht darum die richtigen mittel anzuwenden, damit so ein junger mensch wieder auf die richtige bahn kommt. Ansonsten gibt es eben langzeikriminelle die dem staat auf dauer milionen kosten.

      Bei erwachsenen ist das aber wieder eine andere sache.
    • Fährifrau 20.10.2019 12:38
      Highlight Highlight Der ist jetzt längst erwachsen und hat kein Anrecht mehr als Jugendlicher behandelt zu werden - wieso also - die andauernden Sondersettings???
  • Schne 19.10.2019 13:20
    Highlight Highlight Es ist der Wahnsinn, wie viele Leute trotz magerem Einblick besser wissen wie man in dieser absolut verfahrenen Situation vorgeht, als die direkt involvierten und dafür ausgebildeten Personen mit jahrzehntelanger Erfahrung. Als ob in so einem Fall auch nur ein Anfänger eingesetzt würde. Als ob es helfen würde amerikanische Verhältnisse einzuführen. Wenn ich mir die Dokus anschaue, werden da systematisch Gewalttäter herangezogen. Wir versuchen immerhin das beste für die Gesellschaft herauszuholen ohne dass wir als Gesellschaft selbst zu Schuldigen werden.
    • vamosT 19.10.2019 19:39
      Highlight Highlight Ja, der absolute Wahnsinn, wenn die hochbezahlten, sogenannten "erfahrenen Experten" es schlechter machen, als es jeder mit normalem Menschenverstand tun würde. Da sieht man was in dieser Branch e falsch läuft.
  • Lowend 19.10.2019 13:18
    Highlight Highlight Das organisierte Wutbürgertum kommt uns noch teuer zu stehen! Sehr teuer sogar!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.10.2019 14:54
      Highlight Highlight Gut und äußerst zutreffend geschrieben.
      Der Empörungsjournalismus des Blicks hat da einiges dazu beigetragen.
    • Manulu 20.10.2019 01:04
      Highlight Highlight Genau. Hauptsache der Allgemeinheit die Schuld in die Schuhe schieben! Also denen die das ganze Debakel bezahlen müssen. Eigenverantwortung von Carlos oder dessen Eltern ist kein Thema gell. 🙈
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 08:10
      Highlight Highlight @Manulu
      Schön wenn man die Welt als so einfach empfindet.
      Das wirkliche Problem ist, dass die Verantwortlichen einfach nur noch angsterfüllt auf einen blutgierigen Mob, dem es wichtiger ist andere in den dreckzu treten anstatt alles daran zu setzen, dass sie wieder in die Gesellschaft integriert werden, reagiert hat und dann in der Hoffnung, die eigene Macht zu erhalten, Carlos dem Mob zum Fraß vorgeworfen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TingelTangel 19.10.2019 12:50
    Highlight Highlight Bitte die Rechnung denn SVP Hetzern zu Stellen lassen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.10.2019 16:50
      Highlight Highlight Aber wo kämen wir da hin, wenn Politiker und normale Bürger plötzliche Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssten?
      *ironie off*
    • PeteZahad 19.10.2019 18:06
      Highlight Highlight Das Sondersetting war wenn du es auf den Tag ausrechnest fast doppelt so teuer? An wen dürfte man dann nach deiner Logik die Rechnung schicken? An die SP?
  • einmalquer 19.10.2019 12:36
    Highlight Highlight Niemand kann und wird je wissen, was ohne die Medienkampagne wegen der Kosten passiert wäre.

    Und ob die Massnahmen nicht zu einem positiven Resultat geführt hätten, denn nicht nur die Justiz - wie der Titel suggeriert - auch die Medien haben versagt mit ihrer einseitigen, nur die Kosten wahrnehmenden Berichterstattung.


    • Hierundjetzt 19.10.2019 13:31
      Highlight Highlight Sag das Bitte doch den Opfern ins Gesicht.

      Als hier anonym den Held zu spielen.

      ZB dem der bereits mit 20 IV Rente beziehen muss.
      ZB dem einen Glaskiefer hat
      ZB dem der eine lebenslange Hirnschädigung hat
      ZB dem der nie mehr Sport machen kann

      usw usw
    • einmalquer 19.10.2019 14:01
      Highlight Highlight Hier auf watson und jetzt auch in diesem Zusammenhang würde sich das Lesen des Schweizerischen Strafgesetzbuches empfehlen.

      Es basiert weder jetzt noch sonst wann auf der Devise "Auge um Auge".

      Die Opfer wissen das wenn sie die entsprechenden Verfahren verfolgt haben.
    • loquito 19.10.2019 15:31
      Highlight Highlight Und wenn wir alle Carlo mies behandeln, geht es den Opfern plötzli h gut?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trude45 19.10.2019 12:10
    Highlight Highlight Wie wäre es mal mit einem Bericht über seine Opfer? Wie geht es ihnen?
    • Hierundjetzt 19.10.2019 13:27
      Highlight Highlight Kieferbruch, IV Rente, Schädigung Gehirn auf Lebenszeit usw usw

      Je 1 Fall.

      Dazu 100‘00ende Opferhilfe (Zurecht!!) aus der Staatskasse

      Aber der arme Bub und diese phöse Justiz

      Ok
    • Sonnenbankflavor 19.10.2019 13:38
      Highlight Highlight Dieser arme junge Mann 😢Sowas macht mich so verdammt sauer!
    • Sonnenbankflavor 19.10.2019 23:08
      Highlight Highlight Kann mir jemand erklären wieso ich geblitzt wurde? Ich meine damit nicht den Carlos sondern sein Opfer.
  • Gender Bender 19.10.2019 12:08
    Highlight Highlight Klarstellung: Zuerst war Carlos, dann die Justiz. Dann kamen Journalisten und alles lief aus dem Ruder. Schuldfrage gefällig?
  • Shlomo 19.10.2019 11:47
    Highlight Highlight In einer Gesellschaft müssen wir uns auch um solch schwierige Fälle kümmern. Wem das nicht passt kann ja gehen.
    • piatnik 19.10.2019 17:23
      Highlight Highlight äää nein!
    • Tamtam87 19.10.2019 20:24
      Highlight Highlight Natürlich müssen wir. Oder besser gesagt: wir dürfen :)

    • Shlomo 19.10.2019 21:02
      Highlight Highlight Ääh doch
  • Judge Dredd 19.10.2019 11:41
    Highlight Highlight Unter Anbetracht des sehr schwierigen Charakter von "Carlos" ist es wohl doch etwas gar optimistisch einfach anzunehmen, dass die Therapie hundertprozent erfolgreich gewesen wäre, er sich vollständig integriert hätte und nicht mehr straffällig geworden wäre. Daher empfinde ich es als müssig einen Vergleich der aktuellen Kosten mit den Kosten der damaligen Massnahme zu bemühen.

    Es wird Menschen geben, die jedes System an die Grenzen bringe können. Ob deshalb ein reisserischer Titel auf "Blickniveau" (Justiz überfordert) von nöten ist wage ich trotzdem zu bezweifeln.
    • Maracuja 19.10.2019 16:17
      Highlight Highlight Junge Dredd: ist es wohl doch etwas gar optimistisch einfach anzunehmen, dass die Therapie hundertprozent erfolgreich gewesen wäre

      Fakt ist, dass die Zeit, die er im Sondersetting verbracht hat, jedenfalls nicht ausgereicht hat, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz dauerhaft zu erhöhen. Vielleicht hätte er es bei längerer Dauer geschafft, vielleicht nicht. Es ist genauso müssig darüber zu spekulieren wie Kosten zu vergleichen. Heute geht es nur noch darum, wie man zukünftige Opfer verhindert und Carlos evtl. doch noch eine Resozialisierung ermöglicht.
  • Hierundjetzt 19.10.2019 11:20
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Asmodeus 19.10.2019 10:57
    Highlight Highlight Das Sondersetting wäre weniger kritisiert worden wenn ein gefährlicher Gewalttäter nicht auf Staatskosten bei einem Verbrecher noch gefährlicher gemacht worden wäre.
    • Pafeld 19.10.2019 12:34
      Highlight Highlight Das ist der Grund, weshalb man es heute kritisiert, weil man festgestellt hat, dass die üblichen Zwangsmassnahmen im juristischen Vollzug bei ihm nicht so gut funktionieren, wie man es sich vorgestellt hat. Damals ging es noch vor allem darum, dass er eine 4.5 Zimmerwohnung, 24-Stunden-Betreuung und Parfum auf Staatskosten bekommt.
    • Asmodeus 19.10.2019 16:54
      Highlight Highlight Mich hat von Anfang an nur das Kampftraining gestört.

      Sondersetting und Zucker in den Arsch blasen um zu verhindern, daß jemand weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt kann ich sehr gut verstehen.

      Aber nicht, dass man ihn noch gefährlicher gemacht hat.
    • Pafeld 19.10.2019 20:15
      Highlight Highlight Sorry, aber Kampfsporttraining zur Agressionsbewältigung ist anerkannt. Glaubst du, man kriegt seine Agressionen mit einem Häkelkurs besser in den Griff?
      Das das Kampfsporttraining im nachhinein kontraproduktiv sein wird, war zum Zeit des Abbruchs absehbar und wurde bewusst in Kauf genommen.
  • Zauggovia 19.10.2019 10:54
    Highlight Highlight Ist die Justiz überfordert, oder die Gutmenschen-Politiker, die der Justiz die Leitplanken vorgeben?
    • Hierundjetzt 19.10.2019 12:03
      Highlight Highlight Seit 1848 werden wir durchgehend und ohne Unterbruch mit bürgerlicher Mehrheit regiert (FDP / SVP)

      Aber jetzt gepflegt den phösen Linggen die Schuld geben.

      Nope. Sorry.

      Versuchs nochmals
    • Pafeld 19.10.2019 12:09
      Highlight Highlight Nein. Eigentlich sind es die Möchtegern-law&order-Politiker und -strafvollzieher, die in ihrer Dominanzausübung selbst regelmässig die Grenze des juristisch akzeptablem überschritten haben, weil sie sich einbildeten, ihn brechen zu können. Vor der Einführung des Settings war es Experten und Richtern bereits klar, dass man Carlos nicht im Rahmen gültigen Rechtes unter Kontrolle kriegen kann. Darum hat man das Sondersetting eingeführt, dass ihm am Ende eine Ausbildung ermöglicht hätte. Den Rest kennt man. Es ist ein Lehrstück von juristischem Versagen, ausgelöst durch geforderte Lynchjustiz.
    • TingelTangel 19.10.2019 13:10
      Highlight Highlight Mit der Gutmenschen Taktik ist man Erfolgreich gewesen. Die Wutbürger Taktik hat zur Kostenexplosion geführt. Jetzt dürfen die Wutbürger schreien
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mijasma 19.10.2019 10:43
    Highlight Highlight Ein Pädagogisches Setting das darin besteht alle Bedürfnisse der Person zu erfüllen damit sie ruhig ist . Ist kein Pädagogisches Setting und macht keinerlei Sinn.
    Es ist vielmehr Kontraproduktiv. Es vermittelt der Person das ihr destruktives Verhalten richtig ist.
    „Wenn ich mich nur schlecht genug verhalte bekomme ich alle meine Wünsche erfüllt“
    In diesem Fall ist wirklich das Gefängnis die einzige Möglichkeit. Ob das Gefängnis teuer ist spielt dabei keine Rolle. Um die Geltung der Exekutive aufrechtzuerhalten ist dies unumgänglich.
    • Pafeld 19.10.2019 12:16
      Highlight Highlight Das Sondersetting war mit zahlreichen Auflagen von Seiten Carlos verbunden. Es stimmt schlicht und ergreifend nicht, dass es ein reines Wohlfühlsetting war, um ihn per materieller Befriedigung ruhig zu stellen. Offensichtlich ist bereits genug Zeit vegangen, dass man die genauen Umstände des Settings verdrängen kann.

      Die Geltung des Rechtes gilt übrigens auch für Sicherheitspolitiker, welche sich über rechtskräftige Urteile hinwegsetzen, um den Mobb ruhig zu stellen. Tatsache ist, das die komplette Eskalation einem Justizskandal zu verdanken ist, der von einem Lynchmobb gefordert wurde.
    • TingelTangel 19.10.2019 12:58
      Highlight Highlight Das Destruktive Verhalten ist Explodiert als man diesen Menschen aus dem Sondersetting Raus nahm. Die Kosten sind seit da Explodiert. Ihre Aussage Bezüglich Pädagogisches Setting stimmt nicht mal ansatzweise - da werden ganz Klarer Regeln aufgezogen. Keine Ahnung woher sie solche Informationen haben das einem alles Geschenkt wird - völlig Absurd.
    • wunschpunsch 19.10.2019 13:01
      Highlight Highlight tolle theorie, die sie da haben. ich habe eine andere. wie wäre es damit? sie waren doch sicher auch mal jung und haben "en seich" angestellt. da braucht es klar eine strafe aber auch unterstützung. nur strafe allein hilft nicht...im gegenteil! so werden mitunter monster erschaffen.
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  • Mat_BL 19.10.2019 10:40
    Highlight Highlight "Die Zusammenstellung (siehe Grafik) ergibt: 800'000 Franken" - Ehm, wo ist denn die Grafik dieser Zusammenstellung im Artikel?
    • Mat_BL 19.10.2019 14:49
      Highlight Highlight Habe die sog. Zusammenstellung von 2019 in anderen Medien gefunden, aber ich kann das kaum glauben, dass ein Amt im 2019 mit kaputter Schreibmaschine (Taste "g" kaputt) eine solche Zusammenstellung gemacht hat.
      Benutzer Bild
  • DerRaucher 19.10.2019 10:35
    Highlight Highlight Zieht das Thema immer noch? Klar ist es unschön wie viel Geld dieser Kerl den Staat schon gekostet hat. Aber so ist das nun mal. Es gibt viele andere die den Großteil ihres Lebens in Gefängnissen oder geschlossen Anstalten verbringen. Auch da bezahlt man genau so viel. Jedenfalls eine Sache, die sich kaum ändern lässt
    • TingelTangel 19.10.2019 13:03
      Highlight Highlight Ja über die, die Dank Guter Betreuung die Kurve Kriegen. Über die wird nicht geredet, die Betreuung solcher Menschen erspart dem Staat sehr viel Geld. Es ist Erwiesen das eine Betreuung denn Staat in Jungen Jahren besser kommt als wenn man alles Fallen lässt, die Gefängnisse kommen einiges Teurer.
    • satyros 19.10.2019 13:08
      Highlight Highlight Hier hätte sie sich ja konkret ändern lassen. Der damals jugendliche Straftäter war auf einem positiven Weg, hatte Perspektiven und war vor allem deliktfrei. Aber man musste das ja abbrechen.
    • Sonnenbankflavor 19.10.2019 13:24
      Highlight Highlight Korrekt, aber die setzen ihre Zelle auch nicht unter Wasser, zerstören das Mobiliar und greifen Gefängniswärter an.
  • Ribosom 19.10.2019 10:28
    Highlight Highlight Aber wenn der Vater doch ein Architekt ist, hat er dann nicht genug Kohle, um die Sondersettings seines Sohnes zu bezahlen?
    Dann kann Carlos von mir aus im Gefängnis vergoldete Steaks essen.

    Wenn mein Geschwister Sozialhilfe beziehen muss, werden meine Finanzen angeschaut. Habe ich genug Geld, um für das Geschwister und mich zu sorgen, dann muss ich für mein Geschwister aufkommen.

    Warum muss denn der Vater nicht für seinen Sohn aufkommen?
    • The Emperor 19.10.2019 11:40
      Highlight Highlight Vollzugskosten trägt der Staat, da greift die Verwandtenunterstützungspflicht nicht.
    • TingelTangel 19.10.2019 13:04
      Highlight Highlight Woher Wissen sie das der Vater Finanziell nicht Geblutet hat ?
    • Saraina 19.10.2019 13:33
      Highlight Highlight Weil nicht jeder Architekt Millionär ist? Das ist eine seltsame Vorstellung, die sie von dem Beruf haben. Es gibt ausser Calatrava noch ganz normale Leute, die Architekten sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miimiip! aka Roadrunn_er 19.10.2019 10:21
    Highlight Highlight 800 Riesen sind ein grosses Stück den die Allgemeinheit zu zahlen hat. Ich finde man hätte die Therapie weiterführen sollen, jedoch mit gewissen Einschränkungen. Wieso streicht man eine Zelle für einen Häftling? Wieso müssen vier Zellen bereit gestellt werden? Dass sind so Fragen die ich mir stelle🤨. Andere Insassen kriegen auch ihre Eintönig gestrichene Zelle. Und wenn sein Vater meint dass die Justiz schuld an dem Dilemma ist, warum wird der Vater nicht auch an den Kosten beteiligt? Denke da ist auch was ganz schief an der Erziehung gelaufen.
    • humpfli 19.10.2019 12:11
      Highlight Highlight Rosarot soll eine beruhigende Wirkung haben. Deswegen wurden die Wände gestrichen. Gibt soweit ich weiss auch ein ganzes Gefängnis, das rosa ist.
    • Lessnair 19.10.2019 12:44
      Highlight Highlight @humpfli
      Das rosa Gefängnis gehört Joe Arpaio irgendwo in den US of A.
      Rot und seine Nuancen machen auf Dauer agressiv, hab ich mal gelesen. Dass die Insassen rosa Unterwäsche tragen müssen und rosa gestrichene Wände haben, ist Teil der psychologischen Taktik von Mr. Arpaio.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Arpaio
    • satyros 19.10.2019 13:09
      Highlight Highlight Natürlich ist in der Erziehung etwas (wohl sehr vieles) schief gelaufen. Das ändert aber nichts daran, dass der grösste Fehler, den der Staat in diesem Fall gemacht hat, der Abbruch des Sondersettings war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nausicaä 19.10.2019 10:06
    Highlight Highlight Jenseits finde ich auch, dass der Vater die Schuld alleinig auf die Behörden schiebt.
    Nature AND Nurture spielen bei jedem Menschen eine grosse Rolle.
    Bei der Erziehung von Carlos ist bestimmt ziemlich viel schief gelaufen, für diesen Teil ist der Vater ja mitverantwortlich.
    • Krise 19.10.2019 11:15
      Highlight Highlight Der war ja die ersten zehn Jahre gar nicht dabei
    • The Emperor 19.10.2019 11:42
      Highlight Highlight Aber diejenigen danach, in welchen die Delikte begangen wurden. Das wären wohl im Hinblick auf seine kriminelle Entwicklung die prägenderen Jahre als der Kindergarten.
    • DieFeuerlilie 19.10.2019 11:57
      Highlight Highlight @Nr 756

      Und das ist ev. genau das Problem.
      Aber selbst wenn nicht: Seine Verantwortung als Vater auf die Justiz abzuschieben, ist mehr als billig.

      Und Fakt bleibt, dass es nunmal Menschen gibt, die nicht in die Gesellschaft integrierbar sind, egal was wir tun. Und dann bleibt nichts anderes, als sie zum Schutz der Allgemeinheit wegzusperren, egal was es kostet.

      Ihn aber als “Opfer des Systems“ darzustellen spricht ihn von jeder Schuld frei, und dieser Denkansatz macht mich wütend!
      Vorallem, wenn ich an das eigentliche Opfer denke, der bis heute unter den Folgen der Messerattacke leidet!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sonnenbankflavor 19.10.2019 10:04
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren wie es dem Jungen dem er ein Messer in den Rücken gerammt hat heute geht? Er ist ein Opfer und nicht dieser Nichtsnutz Carlos.! Schickt ihn dich in ein Camp nach Sibirien für ein paar Jahre! Vielleicht bringt das was.
  • Nausicaä 19.10.2019 10:01
    Highlight Highlight Diese Sichtweise ist auch sehr einseitig.
    Es wurde von den Behörden ja zugegeben, dass das Kickboxtraining bei einem solchermassen aggressiven Menschen ein Fehler war.
    Wenn man weiterdenkt, erschliesst sich, dass die heutigen Kosten eventuell auch nicht so hoch wären (Spezialtraining für die Wärter usw.) wenn der junge Mann nicht zur Kampfmaschine ausgebildet worden wäre.

    • Pafeld 19.10.2019 12:20
      Highlight Highlight Hätte man ihn auch nicht unrechtmässig aus dem Sondersetting entfernt, würde er sich auch nicht einbilden, sich gegen den Justizvollzug zur Wehr zu setzen zu müssen. Aber bevor man zugibt, dass man einen Schildbürgerstreich organisiert hat, sind dann doch immer die anderen Schuld.
    • TingelTangel 19.10.2019 13:15
      Highlight Highlight Wie Lange ging er denn ins Kickboxtraining ? Waren sie dabei als er im Training zur "Kampfmaschine" ausgebildet wurde ? Erfahrungen aus der Jugendarbeit zeichnen ein anderes Bild. Arbeiten sie in diesem Bereich ?
    • The Emperor 19.10.2019 16:30
      Highlight Highlight Es bestand gar nie ein rechtlicher Anspruch auf dieses Sondersetting, also kann man es ihm auch nicht unrechtmässig wegnehmen. Solche Settings stellen Projekte im Hinblick auf eine Resozialisierung dar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ströfzgi 19.10.2019 09:52
    Highlight Highlight Jetzt vermisse ich doch glatt den Banda69.
  • Too Scoop 19.10.2019 09:45
    Highlight Highlight Wir haben doch sowas von keine Ahnung, was genau abgeht!
    • Hierundjetzt 19.10.2019 11:22
      Highlight Highlight Gegenfrage: Müssen wir das?

      Nein.

      Dafür habe ich Fachspezialisten (lies: Journalisten) denen ich vertraue
    • Gender Bender 19.10.2019 12:00
      Highlight Highlight Journalisten als Fachspezialisten zu bezeichnen ist reichlich abenteuerlich.
    • Too Scoop 19.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Wenn ich Stellung zu einer so komplexen Situation beziehe, dann auf jeden Fall. Nur "Besserwisserei" und das eigene "Alltagswissen" reichen nicht.
  • Denverclan 19.10.2019 09:44
    Highlight Highlight Wir alle sind ohnmächtig angesichts dieses Menschen. Wir sind hin und her gerissen, Therapie oder wie früher ins Loch ohne Ausgang. Es gibt wohl Fälle, da nützt keine Therapie, der Schutz der Gesellschaft hat dann Priorität....nur, wann ist der Zeitpunkt gekommen? Die Justiz ist auch nicht zu beneiden, werden doch die Werte täglich nach unten verschoben, siehe Trump und täglich werden neue,“vielversprechende“ Therapiemodelle geboren. Wir sollten uns eingestehen, dass es eine einheitliche, wirksame Methode nicht gibt. Es stellt sich auch die Frage, wird der Mensch bös geboren oder nicht.
    • dorfne 19.10.2019 10:03
      Highlight Highlight Ein kluger Kommentar.
    • homo sapiens melior 19.10.2019 10:50
      Highlight Highlight Nein, die letzte Frage stellt sich nicht. Der Mensch wird nicht böse geboren. Niemals! Zwar werden einige Menschen mit neurologischen Veränderungen geboren. Aber das allein reicht nie aus, um böse zu werden. Erst Erlebnisse und Erfahrungen bewirken die Veränderung zum "Bösen".
      Das Schreckliche dabei ist, dass das nur kindliche Überlebensstrategie ist. Denn es beginnt immer aus demselben Grund: Das Kind versucht sich zu schützen. Das Kind tut, was alle Kinder tun, es passt sich seinem erwachsenen Umfeld an, um zu überleben.
    • ninolino 19.10.2019 11:46
      Highlight Highlight Nein, das Kind versucht nicht, sich zu schützen. Das Kind braucht primär Aufmerksamkeit. Gelingt es nicht, diese auf positive Art und Weise zu bekommen, funktioniert es ganz sicher auf dem negativen Weg!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 19.10.2019 09:43
    Highlight Highlight Insgesamt entsteht für mich der Eindruck einer zutiefst kranken Persönlichkeit. Wenn er schon als 10jähriger nicht zu bändigen und erziehen war, sind zwar sicher auch Fehler gemacht worden. Aber dann ist wohl gleichzeitig etwas völlig Zerbrochenes in diesem Menschen, so dass vielleicht wirklich nur nich Sicherung in Frage kommt. Das passt nicht in unsere Überzeugungen, ist aber vielleicht so.
    • Tamtam87 19.10.2019 20:54
      Highlight Highlight Ich glaube nicht daran das sich ein mensch nicht ändern kann. Die frage ist nur kriegt er die richtigen mittel dazu und vorallem möchte er es aus eigenem willen.
  • dave1771 19.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Der Vater hat wohl seinen Sohn nicht richtig erzogen!!!
    • ninolino 19.10.2019 11:49
      Highlight Highlight Der Vater hat ihn gar nicht erzogen, der war die ersten 10 Jahre abwesend.
      Die grundlegende Erziehung ist laut Jesper Juul mit 4 bis 6 Jahren abgeschlossen.
    • Shura 19.10.2019 13:53
      Highlight Highlight Der Vater hat seinen Sohn im Stich gelassen- sprich war nicht da. Wie viel Liebe hat Carlos als Baby erhalten? Konnte er Urvertrauen ausbilden?
      Nicht, dass das sein Verhalten entschuldigen würde, aber kein Baby wird aggressiv und böse geboren!! Die Verantwortung für seine Entwicklung lag bei seinen Eltern- da lief etwas gewaltig schief
    • Maracuja 19.10.2019 15:19
      Highlight Highlight Shura: Der Vater hat seinen Sohn im Stich gelassen- sprich war nicht da

      Die Mutter hat das Kind nach der Trennung mit nach Frankreich genommen. Wer weiss schon, ob der Vater das guthiess oder ob er das Kind bereits früher zu sehen sich nehmen wollte. Fakt ist, dass der Junge erst mit sechs zum Vater kam und bereits erhebliche Schäden hatte, die den Vater, die Kindergärtnerin und später die Lehrpersonen überforderten.
  • dorfne 19.10.2019 09:24
    Highlight Highlight Es war ein Fehler dieses Sondersetting abzusetzen. Das war Carlos Chance und die hat man ihm genommen. Jetzt ist das Geschirr zerschlagen, der Mann wahrscheinlich nicht mehr sozialisierbar. und eine Gefahr für die Andern. Wie weiter? Ich denke an die Messerstecherin vom Urania-Parkhaus, die seit Jahren in Isolationshaft sitzt. Mit der ist man sehr unzimperlich umgegangen.
    • The Emperor 19.10.2019 11:47
      Highlight Highlight Das sind Mutmassungen. Ob seine kriminelle Karriere wirklich anders verlaufen wäre mit dem Setting lässt sich nicht mehr beantworten und es ist müssig,sich diese Frage zu stellen.
  • remeto 19.10.2019 09:20
    Highlight Highlight Der Mann ist immer noch eine Gefährdung für die Allgemeinheit und hat offensichtlich nichts gelernt. Da bleibt nur die Verwahrung.
  • beaetel 19.10.2019 09:16
    Highlight Highlight Der Fall Carlos ist meiner Meinung nach ein Beispiel, welches zeigt, wie das Leben aus dem Ruder laufen kann, wenn man keine Bezugspersonen hat und zusätzlich von einem Ort zum andern verschoben wird. Wie soll man so Wurzeln bilden, Freunde finden, ein soziales Umfeld, welches diesen Namen auch verdient? Die Menschen in Täter und Opfer einzuteilen zeugt von einfachem Denken. Wir alle spielen verschiedene Rollen und wechseln oft genug von der Opfer- zur Täterrolle! Vater/Sohn/Chef/Angestellter/Autofahrer/ Velofahrer etc. Verständnis kommt halt von Verstand und dieser ist eben oft anstrengend:-)
  • Lienat 19.10.2019 09:16
    Highlight Highlight "Mit 17 absolvierte er das berühmte Sondersetting, das bis zum Abbruch erfolgsversprechend verlief."

    Wer weiss schon, wie es ohne Abbruch des Sondersettings weitergegangen wäre? Nicht vergessen: Er hat vorher jemandem ein Messer in den Rücken gerammt, also (im besten Fall) billigend den Tod eines Menschen in Kauf genimmen. An krimineller Energie hat es Carlos also schon damals nicht gemangelt. Jetzt zu behaupten, dass durch das Sondersetting heute alles in Ordnung wäre, ist m.E. genauso falsch, wie das damalige Einknicken der Justiz vor den Medien (was der eigentliche Skandal ist).
    • TingelTangel 19.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Das Sondersetting war das einzige das Funktioniert hat - Heute steht man vor einem Scherbenhaufen und vor Kosten die noch viel Grösser werden in Zukunft.
    • Lienat 19.10.2019 17:25
      Highlight Highlight Es ist natürlich möglich, dass das Sondersetting gewirkt hätte und Carlos jetzt resozialisiert wäre. Genauso gut wäre es aber auch möglich, dass er rückfällig geworden wäre und mittlerweile einen Mord begangen hätte (die kriminelle Energie dazu hatt er ja ganz offensichtlich). Wir wissen es nicht, werden es nie herausfinden und es ist sinnlos, darüber zu spekulieren. Im Vergleich zu Variante 2 sind allerdings für mich persönlich die hohen Kosten das weitaus kleinere Übel.
    • Tamtam87 19.10.2019 21:28
      Highlight Highlight Lienat zuerst sagst du man könne nicht sagen was passiert wäre, hätte man das sondersetting nicht unterbrochen, danach formulierst du aber ein szenario und nimmst dieses als argument dafür warum es doch gut war das das sondersetring abgebrochen wurde ("im Vergleich zu Variante 2 sind allerdings für mich persönlich die hohen Kosten das weitaus kleinere Übel.") Vielleicht hast du es selber nicht gemerkt, doch so ganz schlüssig ist deine argumentation nicht 🙂✌️
  • m.clayton 19.10.2019 09:13
    Highlight Highlight Die Antwort ist relativ einfach und kostengünstig: Wir sind in der Schweiz, haben die schönsten Berge, die eine magische Wirkung haben auf den Menschen. Wieso wird er nicht einfach in einen Bereich von 10x10 m mit 5 m hohen Mauern, Gitter drüber mit Blick in die Berge und das Essen wird als Rohkost reingeworfen. Er kann sich eine kleine Höhle bauen und überlegen was genau sein Problem ist. Wände pink streichen klar, mit dem geht es sicher besser🙈
    • TingelTangel 19.10.2019 13:21
      Highlight Highlight Sie dürfen gerne Auswandern wenn sie ein Problem mit unserer Gesellschaft haben.
    • Bruuslii 19.10.2019 14:52
      Highlight Highlight m.clayton: wurden sie aus der steinzeit entführt?
    • Pafeld 19.10.2019 21:34
      Highlight Highlight @m.clayton
      Leuten wie Ihnen mit einem Justizverständnis, welches sich irgendwo zwischen Inqisition und Ohrfeigen-Patriarchat befindet, haben wir das ganze Debakel überhaupt erst zu verdanken. Es gibt einen guten Grund, weshalb für den Justizvollzug nicht der gemeine Pöbel, sondern Experten zuständig sind. Oder wollen Sie noch einen weiteren Justizskandal anzetteln, mit dem Ergebnis, dass er noch länger einsitzt, Kosten verursacht und den Kanton erneut auf Schadensersatz verklagen kann?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Booker 19.10.2019 09:11
    Highlight Highlight Das sind nicht nur Bagatellen. Wenn man jemanden ein Messer in den Rücken rammt nimmt man in Kauf dass er stirbt ich der schwer behindert wird! Sondersetting ist hier falsch, ein Kerker wäre das Richtige und vorallem endlich mal ausweisen ! Der wird nie mehr gesellschaftsfähig !
    • Maracuja 19.10.2019 12:30
      Highlight Highlight @Booker

      Carlos ist Schweizer. Wohin wollen Sie ihn denn ausweisen? In seine Heimatgemeinde?
    • dä dingsbums 19.10.2019 14:37
      Highlight Highlight Dunkle Hautfarbe gesehen und gleich Ausweisung geschrien?
    • Andi Amo 19.10.2019 17:35
      Highlight Highlight Mutter aus Kamerun und in Paris aufgewachsen, eine Mentalität hat er offensichtlich eine sehr gestörte und die hier geltenden Umgangsformen, Gepflogenheiten und Gesetze sind ihm wohl auch ziemlich egal. Er mag wohl durch die Herkunft seines Vaters den roten Pass besitzen, aber ich habe grosse Mühe, so jemanden als einen Mitbürger und Schweizer zu akzeptieren.
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  • ostpol76 19.10.2019 09:06
    Highlight Highlight Da wünscht man sich doch die gute alte Gummizelle zurück.

    Und dies ist sicher nicht der einzige Fall wo unsere Sozialindustrie Steuergelder verschwendet.
    • TingelTangel 19.10.2019 13:23
      Highlight Highlight Die Gute alte Gummizelle kommt Teurer als die Sozialindustrie.
    • Schlumpfinchen #notmeus 19.10.2019 16:44
      Highlight Highlight Es gibt eine Sozialindustrie. Die ist aber nur so teuer, weil die rechte Mehrheit in fast allen Parlamenten dem Sozialsystem alles soziale genommen haben.
  • Amisabi 19.10.2019 09:04
    Highlight Highlight Das er hinter Gitter 29 mal straffällig wurde zeigt doch das es richtig war in wegzusperren.
    Ihn als Opfer darzustellen ist einfach nur daneben.
    Carlos hat nie gecheckt das er Eigenverantwortung besitzt und er sich ändern muss wenn sich an der Situation was ändern soll.
    So lange er das nicht umsetzt und sich nicht unter Kontrolle hat gehört er meiner Meinung nach weggesperrt zu unserem und seinem Schutz.
    Kosten sind da eigentlich nebensächlich.
  • Myk38 19.10.2019 09:02
    Highlight Highlight Nach Russland Outsourcen 🙋‍♂️. Es gibt da kostengünstige Gefängnisse in Sibieren. Für ein paar Fränkli schauen die da schon auf ihn. Global denken, machen wir ja sonst auch mit allem.🌏
  • Naraffer 19.10.2019 09:01
    Highlight Highlight Vielleicht sollte Carlos eine Alp übernehmen und sich Karli nennen. So viel Wut im Bauch lässt sich wohl nur durch Arbeit, Einsamkeit und Askese bändigen. Er hat wohl eine Menschenallergie 😀
  • Denk Mal 19.10.2019 08:51
    Highlight Highlight Ich bin auch ein Opfer des Systems. Gebt mir 29'000.- / Monat und ihr habt Ruhe vor mir.
  • Kanischti 19.10.2019 08:46
    Highlight Highlight Auch in diesem Bericht geht es nur um Carlos. Was der Junge alles angestellt und was für Leid er verursacht hatte, wird nur so nebenbei erwähnt. Nun steht er wegen weiteren 29 (!) Delikten vor dem Kadi und dafür soll das Versagen von unserem Justizsystem und indirekt die öffentliche Berichterstattung/Meinung gemacht werden?

    Der Typ weiss genau wie er sich verhalten müsste, um wieder in die Freiheit zu kommen. Wenn er das nicht will, so ist das nur sein Problem.

    Aber jetzt zu behaupten, wenn er sein Sondersetting hätte beenden können, wäre das alles nicht passiert, ist ein Hohn!
  • Dark Circle 19.10.2019 08:46
    Highlight Highlight Natürlich hat er Mist gebauf. Aber schlussendlich sind es die Medien, die sein Leben zerstörten. Ich bin ihm mal an einem Abend beim der Hardbrücje begegnet. War ganz ruhig. Danach habe ich gesehen wie andere Jugendliche ihn beschimpften und provozierten. "Schlag mich doch, dann kommst du wieder in den Knast" u.Ä. Carlos wird sein Leben lang keinen Job mehr finden und nie mehr ein normales Leben führen können. Das weiss er auch und deswegen hat er auch keinen Grund sich zu verbessern.
    • Maracuja 19.10.2019 12:43
      Highlight Highlight Dark Circle: Das weiss er auch und deswegen hat er auch keinen Grund sich zu verbessern

      Die Freiheit sollte eigentlich als Grund genügen, auch wenn kein Arbeitsplatz und kein normales Leben warten. Ein angepassteres Verhalten im Verzug und damit die Möglichkeit in der Gefängnisküche, -gärtnerei oder ähnlichem zu arbeiten, würde evtl. auch Perspektiven auf eine spätere Ausbildung ermöglichen. Die Medienberichterstattung überschritt Grenzen, aber einseitige Schuldzuweisungen (Medien, Justiz, Familie, Öffentlichkeit) bringen hier nichts.
  • Amaranth17 19.10.2019 08:30
    Highlight Highlight Hätte man damals nach der Messerattacke in die Zukunft schauen können und mit absoluter Sicherheit sagen können, dass wenn Carlos ein Kickboxtraining finanziert bekommt und ihm eine Lehrstelle nach Wahl beschafft wird, er dann sein Leben lang nicht mehr straffällig wird. Wäre das die Lösung gewesen? Wenn eine Bestrafung alles nur schlimmer macht, soll man die Bestrafung dann weglassen?

    Meiner Meinung sollten wir unsere Zeit und Ressourcen lieber den Leuten widmen, die wie Carlos Probleme haben, aber eben (noch) nicht straffällig geworden sind. Davon gibt es zweifelsohne genug.
    • Maracuja 19.10.2019 08:56
      Highlight Highlight @Amaranth: wenn Carlos ein Kickboxtraining finanziert bekommt und ihm eine Lehrstelle nach Wahl beschafft wird

      Eine Lehrstelle nach Wahl? Irgendwo stand mal geschrieben, er wäre auf dem schulischen Niveau eines Zweitklässlers. Straffälligen Jugendlichen eine Ausbildung nach Wahl zu schenken, wäre im Übrigen eine Ungerechtigkeit gegenüber allen Jugendlichen, die einen Beruf lernen/ausüben müssen, der nicht ihren Wunschvorstellungen entsprach.
  • Triumvir 19.10.2019 08:25
    Highlight Highlight Schon klar, jetzt wird er als Opfer dargestellt und die Bösen sind die Justiz. Fest steht, dass er alleine sämtliche Delikte begangen hat und jetzt gefälligst seine gerechte und adäquate Strafe dafür erhalten soll. Und seinen Vater sollte man für seine Aussagen auch gleich zur Verantwortung ziehen und ihn an den - viel zu hohen Kosten - beteiligen.
    • Forest 19.10.2019 09:03
      Highlight Highlight Ja und Nein. Oben im Text steht.

      "Seither hat Carlos 1585 Tage in sechzehn Justizvollzugsanstalten verbracht."

      Ich zweifle ebenfalls an der Kompetenz der Justiz, wenn ein Einzelner Täter in sechzehn verschiedenen Anstalten verlegt und gehalten wird.
    • dorfne 19.10.2019 09:29
      Highlight Highlight In jedem andern Land dieser Welt würde man sehr viel härter verfahren mit Gewaltverbrechern. Carlos wird gehätschelt und der Vater nörgelt immer noch rum. Irgendwann muss auch die Schweizer Justiz einsehen, dass jemand nicht resozialisierbar und eine Gefahr für seine Mitmenschen ist und bleibt.
    • Judge Dredd 19.10.2019 10:30
      Highlight Highlight @Forest, ich hätte da ein paar Fragen, wenn du der Justiz die Kompetenz schon absprichst.

      In welchen Anstalten war er denn? Und wie lange? Was waren jeweils die Gründe für eine Verlegung? Waren es 16 verschiedene Anstalten oder wurde er zum Teil mehrmals in die Gleichen zurückverlegt? Waren die Verlegungen auch zum Teil nur als temporäre Lösungen gedacht (Therapiemöglichkeiten etc.) und sollten gar nicht langfristig sein? Waren Verschiebungen auch nötig um ihn an Strafprozessen gegen ihn teilnehmen zu lassen?

      Kritik ist schnell geübt doch bringt sie nur etwas, wenn sie fundiert ist.
  • Shlomo 19.10.2019 08:18
    Highlight Highlight Tja, der Pöbel, der sich ab den Kosten so enerviert hat, hat schlussendlich wohl keinen Rappen gespart.
  • Hans N 19.10.2019 08:17
    Highlight Highlight Idee: Jeder anständige Bürger der noch keine Million hat erhält eine Million als Enschulsigung vom Staat und Genugtuung!

    Ehrlich mir lüpft es fast den Deckel ab diesen Summen.
    • Randy Orton 19.10.2019 09:33
      Highlight Highlight Dann lies dir mal die Cum-Ex-Papers durch. Das sind dann solche Summen x1000.
    • MeinAluhutBrennt 19.10.2019 09:47
      Highlight Highlight Die wollen sich lieber ab Carlos aufregen als über wahre Probleme. Carlos ist ein Einzelfall. Cum Ex hat System.
  • wasabitom 19.10.2019 08:14
    Highlight Highlight "Carlos’ Vater macht die Behörden für die Kosten verantwortlich." Vielleicht zuerst mal in den Spiegel schauen?
    • Luky22 19.10.2019 18:18
      Highlight Highlight ....wobei eigentlich sind ja seine Großeltern schuld, weil sie es ja seinem Vater nicht besser beigebracht haben zu erziehen. Anderseits habe es ja seine Urgroßeltern den Großeltern auch nicht besser vermittelt ...usw. usw.
  • Dr no 19.10.2019 08:09
    Highlight Highlight Der vater macht den Behörden Vorwürfe? Welch ein hohn, vielleicht hätte er sich besser um eine richtige Erziehung des bübleins gekümmert. Vielleicht sollte man einen aggressiven Jugendlichen nicht auch noch thaiboxen lassen.
  • NY125 19.10.2019 08:04
    Highlight Highlight Vielleicht muss man ab und zu auch mal realisieren dass nicht alle Menschen integrierbar sind. Früher haben sich diese Probleme ziemlich flott selbst gelöst. Heute kosten sie die Gesellschaft einen Batzen Geld und Wärter müssen darunter gesundheitlich leiden. Nicht jeder Fortschritt ist positiv...
    • NumeIch 19.10.2019 09:18
      Highlight Highlight Ja ja früher war alles besser. So ein Quatsch.
    • Neruda 19.10.2019 10:43
      Highlight Highlight Wie haben sich denn früher diese Probleme flott selbst gelöst?
    • Myk38 19.10.2019 16:30
      Highlight Highlight @Neruda. Früher ist ein dehnbarer Begriff. Aber bis vor ca. 40Jahren war es wie heute noch im Osten. Es passieren Unfälle und dabei kommen gewisse Menschen zufällig um. Dabei lösen sich Probleme von alleine.
  • Goldjunge Krater 19.10.2019 08:00
    Highlight Highlight Es ist (wohl bewusst) irreführend, wenn man die monatlichen Sondersetting-Kosten mit dem kommulierten Total der heutigen Lösung vergleicht!! Was kostet denn die heutige Lösung monatlich? Mehr oder weniger als 29‘000?

    Und das Geld ist gut investiert in den Schutz der Bevölkerung vor so einer tickenden Zeitbombe! Und ich kann mich an den TV-Beitrag von damals erinnern, der Typ hatte seine Chancen, irgendwann ist‘s gut..
    • DerMönch 19.10.2019 08:49
      Highlight Highlight Steht doch im Text.
    • ponebone 19.10.2019 10:25
      Highlight Highlight Milchbüchli Rechnung: August 2013 - Oktober 2019 = 74 Monate
      800000:74 = 10811.- gerundet

      Nur kann man diese Zahlen nicht wirklich miteinander vergleichen, da dass Sondersetting sicher nicht so lange gedauert hätte bzw. kaum so lange bewilligt worden wäre.
  • cgk 19.10.2019 07:58
    Highlight Highlight Auch der Texter dieser Überschrift ist leicht überfordert.
  • Tolot 19.10.2019 07:56
    Highlight Highlight Der Vater macht die Justiz verantwortlich? Dabei hat er bei der Erziehung völlig versagt. Aber eben, wenn der Beruf wichtiger ist als die Familie.
    • dorfne 19.10.2019 09:32
      Highlight Highlight Manchmal nützt auch die beste Erziehung und das liebevollste Elternhaus nichts.
    • Neruda 19.10.2019 10:47
      Highlight Highlight @Dorfne Ein solcher Fall hat in der Regel mit Problemen im Elternhaus zu tun. Mit 10 kam er von der Mutter zum Vater nach Zürich. Ich würde mir mal das Anschauen, denn genau so enstehen oft psychische Probleme bei Kindern.
    • Shura 19.10.2019 14:01
      Highlight Highlight @ dorfne
      Kein Kind kommt aggressiv zur Welt. Sein Charakter und Verhalten bildet sich durch die Erfahrungen die es in seinem Leben macht. Dass ein Kind gute Erfahrungen sammelt, dafür sind die Eltern verantwortlich. Vor allem dafür, dass es ein Urvertrauen bilden kann, weil es bedingungslose Liebe von Vater und Mutter erfährt. Dies scheint nicht der Fall gewesen zu sein, wenn er von der Mutter zum Vater abgeschoben wird, der sich in den ersten 10 Jahren nicht für ihn interessiert hat
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 19.10.2019 07:51
    Highlight Highlight Eine verlorene Seele.

    Er wird es nicht mehr auf die Reihe kriegen.

    Am besten alle Therapien, Segel - Settings und Ferien auf den Malediven streichen. Ein Zugang zur Gefängnisbibliothek sollte ausreichen. Soll er Bücher lesen und zur Besinnung kommen.

    Es gibt nichts mehr, was man machen könnte.
    • dorfne 19.10.2019 09:34
      Highlight Highlight Eine menschenwürdige aber lebenslange Verwahrung!
    • redeye70 19.10.2019 11:55
      Highlight Highlight Carlos hat sich selbst aufgegeben, das steht fest. Bisher wurde nur ihm geliefert, seine Bringschuld hat Carlos nie eingelöst. Kommt der in die Freiheit wird früher o. später jemand durch seine (trainierten) Hände sterben. Verwahrung zur Sicherheit der Bevölkerung ist das einzig richtige.
  • Blitzesammler 19.10.2019 07:47
    Highlight Highlight Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es Menschen gibt die es, aus welchem Grund auch immer, nicht schaffen oder nicht wollen sich soweit anzupassen, dass diese von uns bzw. unserer Gesellschaft aufgenommen werden können. Manche fallen auf und Andere verstecken sich damit sie nicht gesehen werden. Für unsere ,,Verteidigung,, gibt die Schweiz Milliarden aus, obwohl nur fiktiv eine Bedrohung besteht. Hier sind Menschen (auch Carlos) wirklich bedroht und wir sehen WIEDER nur das Geld. Wieviel darf es kosten jemanden zu ,,heilen,, oder UNS zu ,,beschützen,,? Wieviel sind wir WERT?
    • Die Erleuchtung 19.10.2019 09:18
      Highlight Highlight Sie haben keine Ahnung der realen Verhältnisse!
      Wir gebe. Bereits jetzt ein mehrfaches für Menschen aus „die es nicht schaffen oder sich nicht anpassen wollen“ Strafvollzug, Sozialhilfe, Integrations- und Reintegrationsmassnahmen von Gemeinden, Kanton und Bund zusammengerechnet. Dagegen sind die 5Mrd. (625.- CHF pro Einwohner) Armeebudget Peanuts!
    • dorfne 19.10.2019 09:36
      Highlight Highlight Es ist schon ein bisschen verkehrte Welt, wenn Andere 5 Jahre mit einem kapputten Rücken um eine bescheidene IV-Rente kämpfen müssen.
    • MacB 19.10.2019 09:40
      Highlight Highlight Was soll man denn deiner Meinung nach tun, unabhängig von Kosten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • frereau 19.10.2019 07:39
    Highlight Highlight Die Angaben im Artikel scheinen widersprüchlich: Wenn man die monatlichen 29'000.-- auf die 1585 Tage im Gefängnis aufrechnet kommt man auf einen Betrag von 1'500'000.--.
    Man kann also nicht sagen dass das jetzige Setting teurer sei sondern eher sehr viel günstiger mit 15'500.-- im Monat. Was im Artikel ebenfalls fehlt ist die erwähne Grafik.
    Ich will damit aber auf keinen Fall implizieren, dass ich die günstigere Variante auch die bessere ist.
    Tragisch ist hier, dass die öffentliche Meinung die Deutungshoheit übernehmen konnte. In einem Gebiet das selbst für Fachleute hochkomplex ist.
    • F4K3-N3W5 19.10.2019 08:40
      Highlight Highlight falsch.. das sondersetting in freiheit hätte ihm (vermutlich) geholfen sich im alltag wieder einzuleben! Diese Kosten hätten ein Ablaufdatum gehabt! Jetzt im Gefängnis wird er nie wieder diese Chance bekommen und bis an sein Lebenende auf Kosten von uns Steuerzahler sitzen.. Vielen Dank lieber Populismus - vielen Dank Blick und ihre (sorry für den Ausdruck) Leser
  • lucasm 19.10.2019 07:33
    Highlight Highlight Einfach nur wahnsinnig, wieviel aufmerksamkeit man diesem bubi schenkt und was für eine show er seinem publikum vorführt
    • plusminus 19.10.2019 07:57
      Highlight Highlight Meine Worte danke
    • Walter Sahli 19.10.2019 08:10
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass er gross die Wahl hat. Ich bin aber überzeugt, dass er mit der richtigen Art Aufmefksamkeit ziemlich "normal" wäre.
    • trio 19.10.2019 08:18
      Highlight Highlight Zum Glück hat lucasm die Lösung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spüdlifalt 19.10.2019 07:29
    Highlight Highlight Soziale Arbeit kostet.
    Keine Soziale Arbeit kostet auch!

    Dass das die Redaktion und die Leserschaft des Blick nicht versteht, überrascht nicht. Ich gebe zu, 29‘000.– sind viel, dennoch darf es nicht sein, dass Behörden einem reisserischen Titel mehr Gewicht schenken als einer professionellen Einschätzung. Das ist es, was ich hier als sehr bedenklich empfinde...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.10.2019 06:42
      Highlight Highlight Das Problem war nicht der Titel selbst.
      Sonder der darauffolgende Shitstorm und ein haufen ängstlicher Verantwortlicher, die sich ihre bequemen Posten bewahren wollten.
      Die Geschichte ist einfach nur zum kotzen.
      Weil der Blick mal wieder das primitive Verlangen nach Rache seiner Leser ansprechen musste.
  • Hä?Nö! 19.10.2019 07:29
    Highlight Highlight Don Carlos, gegen die Mühlen des Systems.
    • dorfne 19.10.2019 09:37
      Highlight Highlight Wohl eher Hanibal Lecter.
  • NumeIch 19.10.2019 07:27
    Highlight Highlight Eine regelrechte Ohrfeige für die Wutbürger. Die sich im Namen des Geldes so vehement gegen das Sondersetting für einen Teenager gewettert haben.
    Tja liebe Wutbürger der Blick und die Sünneli Party sind schlechte Ratgeber und zusammen sind sie sogar eine Gefahr für den sozialen Frieden. So sad.
    • flugsteig 19.10.2019 09:06
      Highlight Highlight Taschenrechner nötig?
    • dorfne 19.10.2019 09:43
      Highlight Highlight Es ist nicht nur die Sünneli-Partei, die diese Sondersettings im Gefängnis fragwürdig findet. Wozu musste die Zelle von Carlos pink gestrichen werden? Zum Beispiel. Kuscht man etwa vor der Gewaltbereitschaft dieses Mannes? Der Mann gehört mindestens für eine Zeitlang in die Hochsicherheit. Billiger wird das nicht aber sicherer. Lächerlich, wenn das Personal Schutzausrüstungen braucht wegen eines einzigen gewalttätigen Mannes, weil sie sich gegen dessen Handgreiflichkeiten auch gar nicht wehren dürfen.
  • flugsteig 19.10.2019 07:20
    Highlight Highlight Natürlich muss der Staat schuld sein. Ein zerrüttetes Zuhause hat damit sicher gar nichts zu tun...Das ist so typisch, alle sind schuld, nur er und die Eltern nicht.
    • dorfne 19.10.2019 09:49
      Highlight Highlight Die Leute werden ja dazu eingeladen am Schlaraffenland Schweiz rumzunörgeln weil es noch ein bisschen schlaraffiger sein dürfte für Leute, die aus bettelarmen Länder zu uns kommen. Weil nie jemand eine andere Ansage mit unangenehmen Konsequenzen macht.
  • Queen C 19.10.2019 07:17
    Highlight Highlight War da nicht noch mal was, als er in Freiheit jemanden angriff und dabei schwer verletzte? Er ist also nicht nur in Haft wieder straffällig geworden.
    Aus so einer Person nun ein Opfer zu konstruieren, finde ich schon etwas gewagt.
    • dorfne 19.10.2019 09:52
      Highlight Highlight Andererseit glaube ich, dass dieser Carlos unglücklich ist.
    • Queen C 19.10.2019 10:59
      Highlight Highlight Gut möglich. So what?
      Er ist ein Opfer seiner selbst. Vielleicht noch seiner unfähigen Eltern. Aber sicher nicht ein Opfer von Justiz oder zahlungsunwilligen Bürgern.
  • lilie 19.10.2019 07:11
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. 👍

    Ich finde es beunruhigend zu sehen, dass die Öffentlichkeit darüber bestimmt hat, wie mit einem einzelnen Straftäter verfahren werden soll. Dazu braucht es aber Fachwissen und Detailwissen über den Täter, das nur die direkt Involvierten haben können.

    Es wäre gescheiter gewesen, die man hätte sich nie eingemischt, sondern den Fachleuten vertraut.

    Nun haben wir den Salat: Nicht nur das Leben eines jungen Mannes ist zerstört, der vielleicht noch auf eine bessere Bahn hätte gebracht werden können - es ist auch dauerhaft teurer.

    Lose-lose, sozusagen. Nicht gut.
    • Mia_san_mia 19.10.2019 07:18
      Highlight Highlight Du meinst doch nicht ernsthaft, das wäre nicht so rausgekommen mit ihm, wenn er nicht in der Öffentlichkeit gewesen wäre?
    • Friction 19.10.2019 07:22
      Highlight Highlight @lilie: sehe ich genau so!
    • Streuner 19.10.2019 07:38
      Highlight Highlight Hmm. Aber die ÖFFENTLICHKEIT welche das schlussendlich bezahlt. hat ein Recht zu erfahren was sowas kostet...und es ist jenseits von Gut Und Böse. Hier wurde der Sozialindustrie-Moloch schön aufgezeigt. Wie dem armen Carlos helfen? lch weiss es nicht. Aber jeder Gute Wille hat ein Ende.
    Weitere Antworten anzeigen
  • glointhegreat 19.10.2019 07:09
    Highlight Highlight Ihn als opfer des systems zu bezeichnen ist ein hohn. Ich kann doch auch nicht in eine schlucht springen und mich dann beschweren weil niemand eine brücke dahingebaut hat. Es gibt regeln und an die muss sich jeder halten. Klar wurden fehler gemacht. Aber der verursacher des ganzen tamtams ist immer noch carlos. Das sollte man nicht vergessen.
    Opfer gibt es genügend andere.
    • NumeIch 19.10.2019 09:14
      Highlight Highlight Da ist er wieder der Wutbürger. So sad.
    • Hanniballinda 19.10.2019 09:38
      Highlight Highlight @Maracuja: wenn das Ihrer Meinung nach schlechte Verhältnisse sind, müsste ich eine Schwerstkriminelle geworden sein 😂 was den meisten Menschen nicht in den Kopf will: wir alle haben einen freien Willen und eine gewisse Eigenverantwortung. Wer sich nicht helfen lassen will, dem kann man nicht helfen. Wo ich Ihnen recht gebe, ist dass man sowas nicht einfach auf den Staat abschieben kann.
    • redeye70 19.10.2019 11:42
      Highlight Highlight Dabei wird die Eigenverantwortung einfach ausser acht gelassen. Carlos muss an sich arbeiten und sich endlich ändern. Die Situation in der er steckt hat er sich selber zuzuschreiben. Macht man ihn jetzt zum Opfer wird es garantiert nicht besser. Dank dem Kampfsporttraining ist der selbst für das Gefängnispersonal eine unkalkulierbare Gefahr. Der hätte nie in dieses Training gehört!
  • Team Insomnia 19.10.2019 06:54
    Highlight Highlight Warum wurde die Zelle pink gestrichen?
    Steht nirgends🙁.
    • HerrCoolS. 19.10.2019 07:17
      Highlight Highlight Ich glaube man wollte damit eine beruhigendes und deeskalierendes Ambiente schaffen
    • Mia_san_mia 19.10.2019 07:19
      Highlight Highlight Das wird öfters gemacht. Das soll beruhigend auf Menschen wirken.
    • flexodietrich 19.10.2019 07:29
      Highlight Highlight Dies soll beruhigend wirken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 19.10.2019 06:46
    Highlight Highlight Wenn die Justitz mit solchen Menschen nicht klarkommt, wie soll sie dann mit dem wirklich üblen Typen klarkommen? Ich mache mir sorgen.
  • Todesstern 19.10.2019 06:44
    Highlight Highlight Wenn in seinem Heimatland keine akute Lebensgefahr besteht, wär ich dafür Ihn dort hin auszuschaffen.

    Nicht aus Bosheit oder sondern, weil er wie viele der neue Ankömmlinge nicht benehmen, oder besser gesagt eingliedern will.

    • Saraina 19.10.2019 08:20
      Highlight Highlight Sein Heimatland ist die Schweiz. Wie im Artikel erwähnt ist, ist sein Vater ein Zürcher Architekt.
    • Mia_san_mia 19.10.2019 08:23
      Highlight Highlight Sein Heimatland ist die Schweiz, das sollte man langsam wissen...
    • Hummingbird 19.10.2019 08:29
      Highlight Highlight Von wo stammt sein Vater?
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