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Ständeratskommission will für EU-Vertragspaket das Ständemehr

Parlamentarier debattieren waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 19. Maerz 2026 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Blick in den Ständerat.Bild: keystone

Ständeratskommission will für EU-Vertragspaket das Ständemehr

06.05.2026, 10:5106.05.2026, 11:06

Die zuständige Ständeratskommission will das EU-Vertragspaket mit einer Übergangsbestimmung in der Verfassung verknüpfen. Das würde bedeuten, dass Volk und Stände Ja sagen müssten zu den «Bilateralen III».

Die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) hatte Ende März eine öffentliche Anhörung zur Referendumsfrage durchgeführt. Die Expertenmeinungen gingen damals diametral auseinander in der Frage, ob das EU-Vertragspaket dem obligatorischen Referendum unterstellt werden soll.

Nun hat sich die Kommission entschieden. Gemäss einer am Mittwoch auf der Parlamentsseite aufgeschalteten parlamentarischen Initiative wird eine Verfassungsanpassung betreffend die Bilateralen III gefordert. Darüber entscheidet als Nächstes die Schwesterkommission des Nationalrats.

Es sei sicherzustellen, dass die zur Umsetzung der EU-Abkommen notwendigen Erlasse beziehungsweise Änderungen von Bundesgesetzen nur in Kraft treten, wenn die Verfassungsänderung von Volk und Ständen angenommen worden ist, heisst es im Initiativtext. Damit solle die Diskussion über die umstrittene Anwendung eines obligatorischen Staatsvertragsreferendums sui generis entfallen.

Die SPK-S schlägt sich damit auf die Seite des Juristen Stefan Schmid. Dieser hatte Ende März einen Widerspruch zwischen der Bundesverfassung und dem Vertragspaket geltend gemacht, insbesondere bei der Personenfreizügigkeit.

Um diesen Konflikt aus dem Weg zu räumen, schlug er vor, die Verfassung mit einer Übergangsbestimmung zu ergänzen. Diese Übergangsbestimmung würde eine Verfassungsänderung bedeuten. Jede Verfassungsänderung braucht ein doppeltes Mehr von Volk und Ständen. Für diesen Weg hat sich nun auch die Ständeratskommission ausgesprochen. (sda)

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128 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Beyeler
06.05.2026 10:57registriert Oktober 2016
Warum wird der Blick nicht öfters nach Grossbritanien gerichtet?

Dort wurden die Verbindungen zur EU auch gekappt und für deutlich härtere Migrationsbestimmungen geworben. Inzwischen geht's wirtschaftlich, sozial und in anderen messbaren Grundlagen dem Land deutlich schlechter und es wird über einen Wiedereintritt in die EU diskutiert.

Jetzt will man in der Schweiz es den Bilateralen III so schwierig wie möglich machen und die "Nachhaltigkeits"-Initiative annehmen. Obwohl das grosse Warnzeichen nicht weit entfernt ist...

Aber populistische Lösungen sind haöt einfach & bequem...
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DanielK
06.05.2026 10:55registriert Oktober 2020
Das ist nur eine Kommission des Ständerats. Dh . Da sassen zwei von der SVP und ein FDP Mitglied zusammen welche sich schon vor der Besprechung einig waren.
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Black Cat in a Sink
06.05.2026 10:53registriert April 2015
Die Mehrheit im Volk sagt ja und die Stände lehnen ab. Hatten wir schon und lernen nichts daraus.
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