Gesellschaft & Politik
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ARCHIV ? ZU DEN THEMEN AN DER HERBSTSESSION DER EIDGENOESSISCHEN RAETE VON HEUTE MITTWOCH, 11. SEPTEMBER 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A father sits on the sofa with his five-month-old daughter, pictured in Kilchberg, Canton of Zurich, Switzerland, on September 21, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)..Ein Vater sitzt mit seiner fuenf Monate alten Tochter auf dem Sofa, aufgenommen am 21. September 2017 in Kilchberg. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Väter können in Zukunft bei einer Geburt zwei Wochen bezahlten Urlaub nehmen. Bild: KEYSTONE

Parlament stimmt für zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub – SVP und Bundesrat waren dagegen



Der Nationalrat hat sich wie der Ständerat für zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Ob die vier Wochen fordernden Initianten ihr Volksbegehren nun zurückziehen, ist offen. Im Parlament wird der Ruf nach grosszügigeren Elternzeitmodellen lauter.

Ein einziger Tag wie heute? Künftig zwei, vier, acht Wochen bezahlter Urlaub für Väter? Oder doch ein Elternurlaub, eine Elternzeit nach dem Vorbild umliegender und skandinavischer Länder - je nach Modell zwischen 28 und 52 Wochen? Bei der Debatte in der grossen Kammer am Mittwoch war es zuweilen schwierig, den Überblick zu behalten. Andrea Gmür-Schönenberger (CVP/LU) fühlte sich «an einen persischen Markt» erinnert.

Am Schluss setzte sich die von der ständerätlichen Kommission ausgearbeitete und von der kleinen Kammer gutgeheissene Lösung durch. Mit 129 zu 62 Stimmen bei einer Enthaltung stimmte der Nationalrat für den indirekten Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub - zum Nutzen der ganzen Familie». Das heisst grünes Licht für zwei Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub.

Vier Wochen nicht mehrheitsfähig

Für den Kompromiss zwischen dem geltenden Recht und dem Anliegen der Initiative stimmte eine geschlossene Mitte-Links-Koalition, dagegen waren nur die grosse Mehrheit der SVP und einzelne FDP-Nationalräte. Die gesetzliche Lösung kann umgesetzt werden, wenn die Initiative an der Urne von Volk und Ständen abgelehnt wird oder wenn das Initiativkomitee sein Begehren zurückzieht.

Väter könnten dann in den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub nehmen. Dieser würde wie der Mutterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung finanziert. Die geschätzten Kosten belaufen sich laut dem Bund auf rund 229 Millionen Franken pro Jahr. Für den zweiwöchigen Urlaub würden 0,06 zusätzliche Lohnprozente je hälftig bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern erhoben.

Der vierwöchige Vaterschaftsurlaub konnte im Nationalrat wie schon im Ständerat nicht bestehen. Wie der Bundesrat empfiehlt eine Mehrheit die Initiative zur Ablehnung. Dieser Entscheid fiel mit 120 zu 67 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Für eine Ja-Empfehlung stimmten nur SP und Grüne geschlossen.

Redemarathon vor den Wahlen

Dass die Vorlage zentral ist in der Gleichstellungspolitik und dass diese seit dem Frauenstreik im Juni an Dynamik gewonnen hat, zeigte sich allein an der Länge der Rednerliste: Rund sechzig Nationalrätinnen und Nationalräte - über ein Viertel der grossen Kammer - äusserten sich zum Thema. Die Debatte dauerte über sechs Stunden. Über die Hälfte der Redezeit ging auf das Konto des links-grünen Lagers.

Dabei ging es nicht nur um die Initiative und den Gegenvorschlag. Im Gegenteil: Den Vaterschaftsurlaub bezeichneten viele als bereits veraltet. Die sogenannte Elternzeit - also eine Auszeit für Eltern mit Jobgarantie - sei das Konzept der Zukunft, weil eine solche Frauen und Männer beim Geburtsurlaub tatsächlich gleichstellen würde.

«Ehrgeizig, aber notwendig»

Vor allem die Linke ging gut einen Monat vor den nationalen Wahlen in die Offensive und machte klar, dass sie sich das Thema «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» auch nach der Debatte über den Vaterschaftsurlaub auf die Fahne schreiben will. Ein solcher sei nur ein erster, minimaler Schritt, lautete der Tenor. Es brauche rasch noch bessere Rahmenbedingungen.

Für Adrian Wüthrich (SP/BE), Präsident des Initiativkomitees, ist die Initiative bereits ein Kompromiss zwischen «der Nulllösung von heute» und ausgebauten Elternzeitmodellen. Ob das Volksbegehren nun doch zugunsten einer umfassenderen Elternzeit zurückgezogen wird, liess Wüthrich während der Debatte offen.

Adrian Wuethrich, SP-BE, stellt eine Frage zum Vaterschaftsurlaub an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 11. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Für Adrian Wüthrich (SP) gehen zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zu wenig weit. Bild: KEYSTONE

Nach Vorstellung der SP wären das 38 Wochen Elternzeit, wie das auch die Eidgenössische Kommission für Familienfragen möchte: 14 Wochen für die Frau, 14 Wochen für den Mann und dann noch 10 Wochen, die frei aufteilbar sind. Das ist eine «ehrgeizige, aber notwendige Lösung», sagte Mathias Reynard (SP/VS).

Idee der Elternzeit in Mode

Für die Maximallösung einer solchen Elternzeit von insgesamt einem Jahr setzte sich Irène Kälin (Grüne/AG) ein. Sie forderte ein Modell mit je 26 Wochen für Mutter und Vater. «Wir sind familienpolitisch ein Entwicklungsland», argumentierte sie. Ihr Fraktionschef Balthasar Glättli (Grüne/ZH) appellierte an seine Ratskollegen: «Investieren wir in Bébés statt Bomben und Beton.»

Die Grünliberalen plädierten derweil für eine gleichberechtigte Elternzeit von 14 Wochen pro Elternteil - aber nur, wenn beide erwerbstätig sind. Isabelle Chevalley (GLP/VD) gab zu bedenken: «Wir täten damit nichts Revolutionäres.» Für solche Lösungen möchte später auch die BDP bereitstehen.

«Fass nicht zum Überlaufen bringen»

Für die Mehrheit kam schliesslich nur der indirekte Gegenvorschlag infrage. Das sei der Kompromiss zwischen den Anliegen der KMU und jener der Initianten, sagte Andrea Gmür-Schönenberger (CVP/LU). «Wir dürfen das Fass nicht zum Überlaufen bringen.»

Ähnlich argumentierte auch die FDP. Nachdem ihr Modell gescheitert war, wonach die Eltern 16 Wochen Elternzeit eigenverantwortlich hätten aufteilen können, schwenkte sie auf den Gegenvorschlag ein. Ohne grosse Überzeugung, wie Christian Wasserfallen (FDP/BE) durchblicken liess. Eigentlich zementiere ein Vaterschaftsurlaub «ein veraltetes Rollenmodell».

Christian Wasserfallen, FDP-BE, beantwortet eine Frage, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 11. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Christian Wasserfallen (FDP) setzte sich für 16 Wochen Elternzeit ein. Bild: KEYSTONE

Parteikollege Hans-Peter Portmann (FDP/ZH), der die Initiative als einer von wenigen Bürgerlichen unterstützte, kritisierte die Elternzeitmodelle von bis zu 52 Wochen als unseriös. Er könne darauf nur eine ebenso unseriöse Antwort geben: «Wenn so etwas durchkäme, würde ich mein Berufsengagement ändern und Samenspender werden.»

SVP für den Status quo

Vergleichsweise wortkarg gab sich die SVP. Für sie gibt es bereits heute genug Massnahmen für die Gleichstellung, einen staatlich finanzierten Vaterschaftsurlaub brauche es nicht, liessen verschiedene Parteiexponenten verlauten. Ein solcher wäre nur eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft.

Verena Herzog, SVP-TG, links, spricht an der Seite von Isabelle Chevalley, GLP-VD, rechts an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 11. Dezember 2017, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Verena Herzog (SVP) wollte den Status quo beibehalten: Momentan bekommen Väter einen Tag bezahlten Urlaub. Bild: KEYSTONE

«Diejenigen, die mit Vehemenz für einen Vaterschaftsurlaub kämpfen, geben das Kind danach so schnell wie möglich in eine Fremdbetreuung», sagte Verena Herzog (SVP/TG). Sie stellte den Nutzen, die Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit eines Vaterschaftsurlaubs infrage.

Thema bleibt aktuell

Das sah sonst nur der Bundesrat so. Er empfahl ein doppeltes Nein. Innenminister Alain Berset anerkannte zwar, dass ein Vaterschaftsurlaub zur Verbesserung von Familie und Beruf beitragen könne. Wichtiger sei aber der Ausbau von Angeboten zur Kinderbetreuung.

Dass auch die am Mittwoch abgelehnten Elternzeit-Modelle aktuell bleiben werden, dafür sorgen verschiedene eingereichte Vorstösse und angedachte Volksinitiativen. Ob diese schon in absehbarer Zukunft mehrheitsfähig werden, kommt nicht zuletzt auf den Ausgang der Parlamentswahlen vom 20. Oktober an.

Dass es aber zuweilen schnell gehen kann, zeigt das aktuelle Beispiel: Noch im Frühling 2016 hatte das Parlament einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub abgelehnt. Dreieinhalb Jahre später ist es auf seinen Entscheid zurückgekommen. (cma/sda)

Vaterschaftsurlaub: So sieht es in den Nachbarländern aus

«Das kann die Mutter alleine eigentlich gar nicht schaffen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ferdinend 12.09.2019 13:03
    Highlight Highlight Für eine Familienfreundliche Politik einstehen, aber den Vaterschaftsurlaub ablehnen? Wo ist da die Logik, liebe SVP?
  • Nüübächler 12.09.2019 08:36
    Highlight Highlight Zuerst bezahlten Vaterschaftsurlaub, Baby hätscheln, dann sofort in die Kita mit dem Sprössling. Schliesslich müssen wieder beide arbeiten damit der gewohnte Lebensstandart nicht leidet. Der Sprössling braucht ja dann die Eltern nicht mehr wirklich, er soll sich ja sozial eingliedern. So sieht linke Politik aus.
    • D(r)ummer 12.09.2019 10:09
      Highlight Highlight Darum sollten die Kitas larifari betrieben werden, damit die Eltern gefälligts selbst das Kind betreuen und den Gürtel enger schnallen sollen?

      Es gibt imfall auch Leute, die ohne Kita komplett ins Abseits geraten würden (komm mir jetzt nicht mit: "dann sollen die halt kein Kind machen") weil die Arbeitgeber immer Verständnisloser werden.

      Schlissendlich sind es ja wieder die Rechten, die darüber motzen, wenn "der Schweizer der Ausländer" in der Primarklasse ist.
  • hämpii 12.09.2019 05:46
    Highlight Highlight Hoppla! Die können ja doch was ^^
  • Farabutto 12.09.2019 03:30
    Highlight Highlight Einfach nur peinlich für einen Staat der sich selbst für modern erklärt! Vaterschaftsurlaub ist wichtig und notwendig! Da gibt es eigentlich gar nix zu diskutieren! Zur SVP sag ich mal nichts, ist sowieso allen klar... 🤦🏻‍♂️
  • inmi 11.09.2019 23:34
    Highlight Highlight Das muss jetzt wohl dieser angeblichr "Rechtsrutsch" sein...
    • AntiCapitalism 12.09.2019 12:10
      Highlight Highlight Zum glück gibt es noch Leute die dem "angeblichen rechtsrutsch" entgegenhalten.
  • Posersalami 11.09.2019 22:43
    Highlight Highlight Die SVP war also dagegen. Im Westen nichts neues.

    Diese Partei verdient einen heftigen Denkzettel an der Urne! Leider wird der Wunsch Vater des Gedankens bleiben.
  • Oberon 11.09.2019 22:40
    Highlight Highlight Dies zeigt einfach nur ein mal mehr wie rückständig bzw. konservativ wir immer noch unterwegs sind.

    Warum soll die Rolle der Frau weiter unterdrückt werden und nicht die Möglichkeit bestehen das auch der andere Partner sich entscheiden kann zu hause zu bleiben.

    Ein Pool an Wochen wo man die Verteilung selber bestimmen kann wäre in der heutigen Zeit die bessere Option.

    • Bergblick 12.09.2019 09:56
      Highlight Highlight genau das wollte die FDP, kam aber damit nicht durch …
  • Nüübächler 11.09.2019 22:12
    Highlight Highlight Es soll sich niemand von den nur immer fordernden Linken mal wundern wenn die Arbeitgeber Arbeitsstellen ins Ausland auslagern oder Arbeiter wo möglich durch maschinelle Abläufe ersetzt. Denn irgendwer muss den ganzen Sozialstaat bezahlen. Beispiel?
    Nächstes Jahr steigen die Familienzulagen und mit ihnen die Beitragsätze wo ein Teil vom Arbeitgeber berappt wird.
    Die Arbeitnehmer sägen sich ins eigene Bein.
    • Posersalami 11.09.2019 22:45
      Highlight Highlight Ins Ausland, wo die Vaterzeit oft deutlich länger ist als 2 Wochen? Klingt logisch.
    • D(r)ummer 11.09.2019 22:59
      Highlight Highlight Ich seh's bei uns in der Bude (MEM-Industrie).

      Das Problem ist eher, dass immer weniger Arbeitnehmer wissen, was sein Kollege nebenan genau macht und kann darum qualitativ nicht genug in die Bresche springen.

      Daran trägt der Arbeitnehmer nur wenig Schuld.
    • Menel 12.09.2019 00:07
      Highlight Highlight In welches Ausland? Die angrenzenden Länder haben längeren Mutterschaftsurlaub und dazu noch Elternzeit. Und alles was weiter weg ausgelagert wird, wird jetzt schon ausgelagert und das ganz ohne Vaterschaftsurlaub.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hummingbird 11.09.2019 22:05
    Highlight Highlight Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
  • Pinkerton 11.09.2019 21:59
    Highlight Highlight Es ist halt einfach nicht so eine schlaue Idee, neue soziale Wohltaten einzuführen, wenn die existierenden Sozialwerke schon in arger Schieflage sind... Lieber zuerst die bestehenden Sozialwerke langfristig sichern!
    • Nüübächler 12.09.2019 08:17
      Highlight Highlight Weisst du Pinkerton, hier auf Watson tummeln sich vorallem Leute die ihr Geld vom Staat bekommen oder sonstwie nicht wissen dass es in diesem Land noch Leute gibt die ihr Geld mit Arbeit verdienen.
      Die meinen mit immer weniger tun immer mehr zu bekommen.
    • Jo Blocher 12.09.2019 13:35
      Highlight Highlight Ach Nüübächler. Deine archaische, an den Frühkapitalismus erinnernde Einstellung steht der Idee einer modernen Gesellschaft diametral gegenüber. Die ist heute definitiv nicht mehr nur eine Quelle von Arbeitskräften für die Wirtschaft. Ohne funktionierende Gesellschaft gibts keine Wirtschaft mit motivierten Arbeitnehmerlnnen. 21. Jhd......kennsch!?
  • infomann 11.09.2019 21:44
    Highlight Highlight Warum soll man Familien noch fördern?
    Alle jammern von Dichtestress, Überbevölkerung, Umwelt usw.
    • D(r)ummer 11.09.2019 22:43
      Highlight Highlight Nun ja...
      Ich kenne viele, die gerne Zeit mit der Frau und dem Neugeborenen verbringen möchten oder wollten.
      Nach zwei Wochen ist man besser bei der Sache als zwei Tage nach der Geburt (ausser man hat eine Ecke ab).
  • Linus Luchs 11.09.2019 21:25
    Highlight Highlight Die SVP findet also, ein freier Tag für den Mann genügt, und sie ist gegen Fremdbetreuung. Wir zählen 1 und 1 zusammen: Der Mann soll Geld verdienen, die Frau hat sich um die Kinder zu kümmern. Eigentlich ist es mir egal, ob die SVP noch irgendwann im 21. Jahrhundert ankommt. Hauptsache, die Wählerinnen und Wähler geben die angemessene Antwort.
    • RETO1 11.09.2019 21:52
      Highlight Highlight ich leide noch heute darunte ,dass mein Vater damals nur einen freien Tag zugesprochen bekam
    • Astrogator 12.09.2019 00:22
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Melsqy 12.09.2019 10:36
      Highlight Highlight Sehr schön auf den Punkt gebracht, Linus! <3
  • anonymer analphabet 11.09.2019 21:10
    Highlight Highlight Die Geburtenrate in der Schweiz liegt bei rund 1,5 Kindern pro Frau. Das Schweizervölkchen stirbt langsam aber sicher aus. Eigentlich sollte sich die superpatriotische SVP an vordester Front für familienfreundliche Politik einsetzen...
    • Carl Gustav 11.09.2019 21:29
      Highlight Highlight Und wer ein grünes Gewissen hat, sollte nach deiner Logik dagegen sein.
      Und nur so nebenbei:
      Schweizer sind auch nur Menschen und die Menschheit vermehrt sich explosionsartig.
    • anonymer analphabet 12.09.2019 09:38
      Highlight Highlight @Carl, nur so nebenbei: du interpretierst da ziemlich viel in meinen Kommentar hinein...
    • Bergblick 12.09.2019 09:59
      Highlight Highlight Wenn man mehr Kinder möchte, würden bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten wesentlich mehr Wirkung zeigen als zwei Wochen Vaterschaftsurlaub.
  • sikki_nix 11.09.2019 20:52
    Highlight Highlight Das ewige gejohle wegen den KMUs. Es ist ja nicht so, dass ein Vaterschaftsurlaub akut einsetzt nd die Firmenplanung durcheinanderbringt. Man kann das planen wie man das jetzt bereits mit dem Mutterschaftsurlaub macht. Und zwei Wochen Abwesenheit hat, das wage ich jetzt mal einfach zu behaupten, noch kein auch noch so kleines Unternehmen in den Ruin getrieben,
    • 7000lt. 11.09.2019 22:47
      Highlight Highlight Nein das stimmt, aber bevor es soweit ist werden wir unsere Unternehmung ins Ausland verlegen. Ciao 22 Arbeitsplätze.
    • Na_Ja 12.09.2019 15:46
      Highlight Highlight @7000lt.
      Ich hoffe für Ihre Angestellten, dass sie beim nächsten Job einen sozialeren Chef erhalten.
    • sikki_nix 12.09.2019 17:16
      Highlight Highlight @7000lt.
      Sie lagern ihr Unternehmen bloss aufgrund des Vaterschaftsurlaubs aus? Fällt mir schwer diesen Schritt nachuuvollziehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Süffu 11.09.2019 20:44
    Highlight Highlight Unsere Wirtschaft wird zugrunde gehen! 52 Wochen hat ein Jahr - weniger 4 Wochen Ferien, braucht man als Mann nur noch 24 Kinder pro Jahr zu "produzieren" und man hat immer frei..
    • Melsqy 12.09.2019 10:38
      Highlight Highlight Das ist jetzt tatsächlich ein interessanter Gedanke :D gibt's da laut Initiativtext eine Obergrenze? Ich würde den Mann feiern, der das hinkriegt.
  • Jacob Crossfield 11.09.2019 20:37
    Highlight Highlight 2 Wochen Vaterschaftsurlaub sind ein Witz! Genau so wie die Kinderzulagen ein Witz sind und die Sozialabzüge für Eltern/Alleinerziehende. Ohne Kinder keine Zukunft, deshalb ist es von vitalem Interesse eines Staates, dass Kinder haben kein Armutsrisiko darstellt.
  • Zahlenheini 11.09.2019 20:36
    Highlight Highlight Die SVP ist irgendwo in den 1990ern stehen geblieben. Mal schauen, ob sie sich nach Blocher reformieren kann. An der Basis sind nicht alle zufrieden mit diesem Kurs.
  • Firefly 11.09.2019 20:12
    Highlight Highlight Na dann sollen SVP und Bundesrat halt mal zuhause bleiben.
  • Altweibersommer 11.09.2019 19:54
    Highlight Highlight Die Linken sollten endlich anfangen zu klotzen. Wenn die Initianten 20 Wochen gefordert hätten, hätten wir jetzt 10 und die Mitte könnte trotzdem auf ihre Kompromissbereitschaft stolz sein!
  • wolge 11.09.2019 19:45
    Highlight Highlight Sind Kinder nicht die Erfüllung eines persönlichen, privaten Traumes?
    • die_rote_Zora 11.09.2019 21:45
      Highlight Highlight doch natürlich, aber da dies ein Traum von sehr vielen Menschen ist, ist es richtig und wichtig das die Politik sich mit diesem Thema auseinandersetzt... denn dafür haben wir die Politik doch, um unsere Gesellschaft zu koordinieren und unser Zusammenleben im Sinne der Bedürfnisse der Mehrheit zu gestalten
    • Lonzia 12.09.2019 00:56
      Highlight Highlight Kinder sind auch die Erfüllung deiner AHV.
    • wolge 12.09.2019 07:32
      Highlight Highlight @die_rote_Zora: und warum müssen die, die keine Kinder haben können, oder wollen den anderen ihre Träume finanzieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beschuge 11.09.2019 19:27
    Highlight Highlight Schon schade müssen wir über solche Dinge noch diskutieren.
  • Arutha 11.09.2019 19:17
    Highlight Highlight Auch wenn ich diese Lösung absolut befürworte und auch 4 Wochen zustimmen werde, finde ich es befremdlich, dass wir darüber nicht abstimmen können.

    • Alle haben bessere Namen als ich. 11.09.2019 19:23
      Highlight Highlight Ergreife das Referendum, dann darfst du. (Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies so funktioniert...)
    • Be3 11.09.2019 19:42
      Highlight Highlight Es ist eine Initiative für 4 Wochen am laufen. Wenn die Initianten diese jetzt nicht zurückziehen kannst Du darüber abstimmen...
    • Arutha 11.09.2019 21:48
      Highlight Highlight @Be3
      Nein wenn die Initative nicht zurückgezogen wird, kann man nur über die Initiative abstimmen.

      Wer Nein stimmt, stimmt automatisch Ja für den indirekten Gegenvorschlag. Er hat keine Möglichkeit gegen den indirekten Gegenvorschlag zu sein und gegen die Initative.

      Ich habe mich vor Jahren darüber sehr geärgert, da es damals um Steuersenkungen ging (der indirekte sah Kompensationen vor, ich wollte aber keine Steuersenkung).
  • Meyer Andrej 11.09.2019 19:00
    Highlight Highlight Ist ja klar, dass der BR dagegen ist, alles was dem Bürger etwas bringen würde, wird abgelehnt!
    • RETO1 11.09.2019 21:56
      Highlight Highlight Dem Bürger bringt es vor allem eines: mehr Abgaben
  • Lowend 11.09.2019 18:56
    Highlight Highlight Klar, dass die FDP und die SVP gegen einen längeren Vaterschaftsurlaub oder gegen eine gemeinsame Elternzeit stimmen, denn für waschechte Kapitalisten sind Schwangerschaft, die Geburt und die Erziehung von Kindern doch nur unproduktive Zeiten, die Arbeitnehmer daran hindern, für Unternehmen und Aktionäre hohe Gewinne zu erwirtschaften.
  • Input 11.09.2019 18:43
    Highlight Highlight Zum Glück widerspiegelen sich im Parlament die Bedürfnisse und der Wille des Volkes besser als in den beiden kleinen Gruppen alter Leute, die gegen diese Neuerung waren (SVP und Bundesrat).
  • Theor 11.09.2019 18:38
    Highlight Highlight Hat sich schon jemals ein SVPler durch die Rede eines SPler anlässlich der Parlamentadiskussion umstimmen lassen? Oder ein SPler durch einen SVPler?

    Ich finde diese "Rednerei" bei Parlamentsdiskussionen total heuchlerisch! Die Meinungen sind zu der Zeit eh schon gemacht, niemand lenkt dort mehr ein. Die Parlamentarier greifen mit 6 Stündigen Sitzungen schlicht und ergreifend mehr Sitzungsgelder ab, für ein wenig Schall und Rauch und Publicity...
    • dä dingsbums 11.09.2019 20:03
      Highlight Highlight Ich finde das nicht so unsinnig. Immerhin weiss so jeder wo ein Politiker steht und wie er argumentiert.
    • Ichiban 11.09.2019 20:57
      Highlight Highlight Durch reden entstehen kompromisse und ich glaub diese machen die stabilität der schweiz aus.
    • Theor 12.09.2019 16:08
      Highlight Highlight @Ichiban

      Einen schönen SOLL-Zustand beschreiben Sie da. Haben Sie auch einen Nachweis, dass das im Parlament einmal so funktioniert hat?
  • Flo1914 11.09.2019 18:38
    Highlight Highlight Es braucht keinen Vaterschaftsurlaub. Als meine Tochter zur Welt kam, zog ich gleich nach der Geburt meine vier Wochen Ferien ein und konnte so meine Frau und das Baby unterstützen.
    Andere Ferien, kannst du mit einem Neugeborenen im ersten Jahr sowieso vergessen.
    • ingmarbergman 11.09.2019 18:52
      Highlight Highlight Und wie viel hilfst du jetzt im Haushalt? Hast du dein Pensum auf 70% reduziert?
      4 Wochen lang zu Hause sein ist besser als 1 Tag, aber für eine nachhaltige Bindung zum Kind und eine gleichberechtigte Beziehung ist es zu wenig.
    • michiOW 11.09.2019 19:23
      Highlight Highlight Aber wir können es uns doch trotzdem leisten und den Neu-Vätern das Leben erleichtern.
    • Friction 11.09.2019 19:53
      Highlight Highlight @Flo1914: es geht halt vielleicht um mehr als um Ferien. Wir sprechen vom Vaterschaftsurlaub oder von Elternzeit und das sind keine Ferien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • surfi 11.09.2019 18:25
    Highlight Highlight Da sieht man wieder einmal, dass die SVP nicht für die Bürger einsteht sondern nur für die Interessen der Wirtschaft.
    • piatnik 11.09.2019 18:49
      Highlight Highlight die svp steht für die bürger ein welche arbeiten und für die wirtschaft und somit für die allgemeinheit etwas beitragen.
    • michiOW 11.09.2019 19:24
      Highlight Highlight Die SVP kann Dinge und Menschen ablehnen, damit hat sichs auch mit ihrem Können.
    • Sauäschnörrli 11.09.2019 19:24
      Highlight Highlight @piatnik, Arbeitslose brauchen keinen Vaterschaftsurlaub, somit kommt er ja den arbeitenden Bürgern zugute und diese sind ja auch genau ein Teil dieser Allgemeinheit für welchen sie etwas beitragen. Oder eben nicht, wenn es nach der SVP ginge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RichiZueri 11.09.2019 18:24
    Highlight Highlight Immerhin, wobei auch zwei Wochen noch immer ein Witz ist, wenn Mann gerne Kinder hat, um eine Familie zu gründen und nicht einfach nur, um sich fortzupflanzen und gleich wieder dem Alltag zu widmen.
    • Meyer Andrej 11.09.2019 19:01
      Highlight Highlight Vielleicht einmal nach Skandinavien schauen, die Schweiz ist in Sachen Familien ein Entwicklungsland!
    • Nüübächler 11.09.2019 22:36
      Highlight Highlight Das ist die typische "ich will Generation". Verhätschelt und verwöhnt, richtige Weicheier.
      Kann nur noch fordern, haben aber nicht gemerkt dass irgend jemand das alles mal bezahlen muss.
    • RichiZueri 12.09.2019 10:11
      Highlight Highlight @Nüübächler, hast wohl zu wenig Liebe gekriegt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoodie Allen 11.09.2019 18:20
    Highlight Highlight Wurde auch langsam Zeit!
  • MiaCheshire91 11.09.2019 18:17
    Highlight Highlight Besser als die isherige Lösung ist es allemal... Ab wann gilt das? Ab sofort?
  • 90er 11.09.2019 18:16
    Highlight Highlight Ab wann tritt Änderung in Kraft?
    • Nilda84 11.09.2019 19:22
      Highlight Highlight Kommt darauf an ob die Initiative zurückgezogen wird, was politisch gesehen nur logisch wäre...

      Jetzt die Initiative zurück ziehen, dem Gesetzt eine (ziemlich) sofortige Inkraftsetzung ermöglichen und danach, mit einem (wahrscheinlich) links gerutschten Parlament, weiter daran arbeiten.
    • Hallosager 11.09.2019 21:20
      Highlight Highlight @Nilda: Kann man sie im Thurgau wählen? :)
    • Nilda84 12.09.2019 13:04
      Highlight Highlight @Hallosager - bi Bernerin... 😅
  • mikel 11.09.2019 18:12
    Highlight Highlight Ein kleiner Schritt für die Parlamentarierinnen, ein grosser für die Schweiz.
  • urwald 11.09.2019 18:12
    Highlight Highlight immerhin...
  • Ferd Blu 11.09.2019 18:09
    Highlight Highlight Ich finde dies eine sehr gute Entscheidung das für etwas mehr Gleichberechtigung sorgt.

Er riskierte sein Leben, um die Welt zu warnen – jetzt meldet sich Edward Snowden zurück

Schon in jungen Jahren spionierte er für die CIA in Genf. Nun will uns der Whistleblower mit einem neuen Buch zeigen, auf was es wirklich ankommt.

Edward Snowden war 30, als er alles, was ihm lieb war, hinter sich liess, um die Welt vor Big Brother und Massenüberwachung zu warnen. Jetzt meldet sich der NSA-Whistleblower, der seit 2013 in Russland im Exil leben muss, wieder zu Wort. Und seine jüngste Warnung klingt nicht weniger eindrücklich, im Gegenteil: Unsere offenen Gesellschaften und demokratischen Länder seien gefährdeter denn je.

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