Tötungsdelikt Engwang TG: Mutmasslicher Täter versteckte sich in spanischer Finca
Ins Rollen kam alles im Januar 2026. Damals wurde eine 51-jährige Frau im Kanton Thurgau als vermisst gemeldet. Ermittlungen führten Ende April schliesslich zu einer Durchsuchung eines Grundstückes in Engwang TG. Die Polizei vermutete ein Verbrechen. Auf dem Anwesen wurden Beweismittel sichergestellt, zudem wurde nach einer Leiche gesucht.
Tatsächlich teilte die Polizei noch während der Durchsuchung mit, dass ein mutmasslicher Täter, der mit der Vermissten eine Beziehung geführt haben soll, festgenommen wurde. Schliesslich wurden im Garten auch menschliche Überreste gefunden, die sich später als jene der Vermissten herausstellten.
Der 50-jährige Verhaftete gilt als dringend tatverdächtig und hat die Ermittler selbst zur Leiche geführt.
In abgelegener Finca versteckt
Aber alles von vorn: Wie die spanischen Behörden mitteilen, wird der Mann verdächtigt, seine Partnerin an einem noch unbekannten Datum nahe dem gemeinsamen Wohnort im Kanton Thurgau umgebracht und sich dann nach Spanien abgesetzt zu haben. In der Provinz Tarragona versteckte er sich in einer Finca, die abgelegen und schwer zugänglich am Rande des Ortes Riba-Roja d'Ebre in den Bergen lag.
Die Angehörigen der 51-Jährigen meldeten die Frau im Januar als vermisst und die Ermittlungen begannen. In diesem Zusammenhang nahmen die Schweizer Behörden auch Kontakt mit der spanischen Polizei auf. Diese fand heraus, dass die Frau nie nach Spanien gezogen war, wie ihr Partner dies behauptet hatte.
Die spanische Kriminalpolizei konnte das Anwesen, auf dem der mutmassliche Täter lebte, ausfindig machen und begann dieses zu observieren. Angesichts des schlecht zugänglichen Geländes und der Videokameras, die überall auf dem Anwesen verteilt waren, war die Observation nicht ganz einfach, heisst es weiter. Ein Überraschungszugriff wurde dadurch erschwert.
Schliesslich gingen die Ermittler in beiden Ländern in die heisse Phase über: Während die Thurgauer Polizei am 28. April das Grundstück in Engwang durchsuchte, wurde dank internationaler Zusammenarbeit und Rechtshilfegesuchen auch die spanische Polizei aktiv. Sie nahm den Verdächtigen fest und durchsuchte sein Anwesen. Auch Schweizer Polizisten nahmen an der Aktion teil.
Nach seiner Festnahme gestand der 50-Jährige, wo genau er die Frau vergraben hatte. So konnten die menschlichen Überreste in Engwang gefunden werden. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen im Fall dauern weiter an. (vro)
