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Nach dem Unwetter in der Region Zofingen steht viel Arbeit an



Zwei Tage nach dem starken Gewitter in der Region Zofingen AG gehen die Aufräumarbeiten am Montag weiter. Die Liegenschaftsbesitzer sind gefordert und können in Härtefällen den Zivilschutz anfordern.

Die beiden gefluteten Strassenunterführungen unter der Bahnlinie sind mittlerweile leergepumpt, gereinigt und für den Verkehr wieder freigegeben. Auch zwei der drei Bahnhofunterführungen sind offen. Es riecht modrig. Die Spuren des vielen Regenwassers sind auch in der Altstadt von Zofingen noch immer sichtbar. Einzelne Läden bleiben «bis auf weiteres geschlossen».

Noch gesperrt ist die zentrale Bahnhofsunterführung, die auch zum unterirdischen Parkhaus führt. Das zweigeschossige Parkhaus stand zeitweilig komplett unter Wasser. Die rund hundert Autos wurden geborgen. Das Parkhaus bleibt vorerst geschlossen.

Bis auf wenige Liegenschaften konnte gemäss Stadtverwaltung Zofingen die Stromversorgung wieder flächendeckend sichergestellt werden. Der Notfalleinsatz der Blaulichtorganisationen ist weitgehend abgeschlossen. 450 Personen waren an den Rettungsarbeiten beteiligt.

Die Aufräumarbeiten in der Region werden noch einige Tage dauern. Es stehen umfangreiche Aufräumarbeiten an. Dafür seien in der Regel die Liegenschaftsbesitzer verantwortlich, wie die Stadtverwaltung festhält. In aussergewöhnlichen Härtefällen könne jedoch Hilfe beim Zivilschutz angefordert werden.

Gemäss Behördenangaben gibt es bislang mehr als 490 Schadenmeldungen. Stadträtin Christine Guyer schätzte die Schäden am Sonntag auf einen «dreistelligen Millionenbetrag». Die Aargauische Gebäudeversicherung wird erst im Laufe des Tages einen Überblick haben und genauere Angaben machen können.

Weitere Gewitter erwartet

Auch am Montag muss gemäss SRF Meteo mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Sie bringen voraussichtlich auch wieder Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen. Am grössten scheint die Gewittergefahr vor allem gegen Abend, wie der Wetterdienst mitteilte. Am Dienstag dürfte es voraussichtlich nur noch vereinzelt Gewitter geben, dies vor allem an den Voralpen und im Süden.

Ein heftiges Gewitter war am Sonntagabend über Zürich und die angrenzenden Gemeinden hereingebrochen. Am Zürichberg wurden in weniger als zwei Stunden 27 Millimeter Regen gemessen, in Opfikon waren es rund 25 Millimeter.

Die gleiche Gewitterzelle hatte eine Stunde früher im Entlebuch starken Regen gebracht. In Flühli LU fielen in weniger als 60 Minuten fast 35 Millimeter Niederschlag. Am Sonntagnachmittag war das Waadtland von heftigen Gewittern betroffen. (sda)

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