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Initianten der Ernährungssouveränität-Vorlage beklagen Unwahrheiten



Die Befürworter der Initiative zur Ernährungssouveränität sehen in der wuchtigen Ablehnung durch das Schweizer Stimmvolk Anzeichen für einen Rösti-Graben. Vertreter aus der Westschweiz sprechen gar von Unwahrheiten, die selbst der Bundesrat verbreitet habe.

Die hohe Zustimmung zur Initiative bei den ersten Umfragen habe gezeigt, dass die Souveränität bei landwirtschaftlichen Produkten für die Schweiz wichtig sei, sagte Pierre-André Tombez, einer der Initianten, in einem Video mit Keystone-SDA. Dann hätten Unwahrheiten die Kampagne verzerrt.

Bundesrat und Nationalräte hätten Angst verbreitet, was der Initiative geschadet habe. Vor diesem Hintergrund sei er mit dem Resultat zufrieden. Zu bedenken sei ferner, dass die Initianten nur 50'000 Franken zur Verfügung gehabt hätten, die Gegner jedoch 2 Millionen Franken.

Laut Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne/ZH) gab es bei der Initiative zur Ernährungssouveränität einen Rösti-Graben. In der Romandie habe die Vorlage viele Sympathisanten gehabt. Das gute Essen und die Landwirtschaft seien den Romands wichtig, sagte Glättli gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF.

Die Gegner der Vorlage registrierten mit Genugtuung die Ablehnung der Initiative über Ernährungssouveränität. Das Argument, dass die Initiative zu höheren Preisen und weniger Auswahl führe, habe beim Stimmvolk verfangen, sagte Babette Sigg Frank (CVP/ZH) im Video von Keystone-SDA.

«Wir haben schon Staat genug», liess Duri Campell (BDP/GR) im gleichen Video verlauten. Die Landwirtschaft sei jene Branche, die am meisten reguliert sei. Bei den Landwirtschaftsprodukten müsse der Markt spielen. Gefördert werden sollte der Einkauf direkt ab Hof. (sda)

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