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Verhinderter Attentäter verklagt US-Regierung wegen Misshandlung



Der wegen eines versuchten Anschlags in den USA zu lebenslanger Haft verurteilte Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab hat das US-Justizministerium verklagt. Der Unterhosen-Attentäter macht im Gefängnis erlittene Misshandlungen geltend.

In der vor einem Bundesgericht in Denver im US-Bundesstaat Colorado eingereichten Klage beruft sich der 30-Jährige auf die US-Verfassung, die eine grausame Bestrafung verbietet. Im Gefängnis sei er mit Isolationshaft gequält worden, heisst es in der Klageschrift. Auch sei er daran gehindert worden, seine Religion auszuüben, und gezwungen worden, Dinge zu essen, die Muslimen untersagt seien.

Als er mit einem Hungerstreik dagegen protestiert habe, sei er zwangsernährt worden. Abdulmutallab sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado ein. Sein fehlgeschlagener Anschlag an Weihnachten 2009 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Abdulmutallab hatte am 25. Dezember 2009 versucht, eine Passagiermaschine auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit in die Luft zu sprengen. In seiner Unterhose hatte er eine Bombe an Bord geschmuggelt, deren Zündung jedoch fehlschlug, so dass Passagiere ihn überwältigen konnten. 2012 war Abdulmutallab zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (sda/afp)

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