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Trump wettert gegen MAGA – Marjorie Taylor Greene reagiert

President Donald Trump speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Monday, April 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump wütet gegen ehemalige MAGA-Anhängerinnen und -Anhänger.Bild: keystone

«Es sind dumme Leute»: Trump holt zum Rundumschlag gegen MAGA aus

10.04.2026, 11:2710.04.2026, 11:27

Die aktuelle Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump kommt bei vielen seiner eigenen Anhängerinnen und Anhänger gar nicht gut an. Dass er am Ostersonntag in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social dem Iran drohte, eine komplette Zivilisation auszulöschen, und sich mit den Worten «Gelobt sei Allah» über die islamische Religion lustig machte, scheint einigen zu weit gegangen zu sein.

MAGA-Kommentatoren rechnen mit Trump ab:

Video: watson/lucas zollinger

Das wiederum sorgt bei Trump für Unmut. In einem Beitrag auf Truth Social holte er am Donnerstag zu einem Rundumschlag gegen ehemalige treue Unterstützerinnen und Unterstützer aus. Er richtete seine Worte direkt an Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones, denen er vorwarf, ihn «seit Jahren zu bekämpfen» – obwohl sie sich tatsächlich erst vor Kurzem von ihm abgewandt hatten. Zugleich unterstellte er ihnen, sie fänden es «grossartig», wenn der Iran über Atomwaffen verfüge. Eines hätten sie gemeinsam, schrieb Trump: «einen niedrigen IQ». Und weiter:

«Es sind dumme Leute, sie wissen es, ihre Familien wissen es, und alle anderen wissen es.»

Es handle sich um «Verrückte», «Unruhestifter», die «nicht einmal mehr ins Fernsehen eingeladen» würden.

Bild
screenshot truth social

Die Ansichten der oben Genannten seien das Gegenteil von MAGA, denn sonst hätte Trump laut eigener Aussage die US-Präsidentschaftswahl nicht mit einem «Erdrutschsieg» gewonnen. Marjorie Taylor Greene, ebenfalls ehemalige MAGA-Supporterin, im Beitrag aber nicht erwähnt, konterte sofort:

«Ich habe an der Seite von Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones gekämpft, um Trump ins Amt zu bringen. Und jetzt lässt er in einem einzigen Beitrag eine wirre Tirade gegen uns alle los. Wir haben uns nie verändert, Trump hat es getan.»

Auch Alex Jones äussert sich mit einem Video zu Trumps «beispielloser Attacke». Er sagt:

«Präsident Trump hat sich heute auf Truth Social geäussert und mich und alle ursprünglichen MAGA-Unterstützer angegriffen. Es tut mir so leid, dass das, was auch immer ihm widerfahren ist, ihn so sehr verändert hat, denn er hat so viel Gutes getan.»

Er bete, dass Gott Trump von den «dämonischen Einflüssen» befreie, unter denen er stehe.

Als Trump in seiner Wuttirade gegen Candace Owens austeilte, nahm er sogar Brigitte Macron, «die hoch angesehene First Lady von Frankreich», in Schutz. Owens hatte das Gerücht verbreitet, dass die Frau des französischen Präsidenten eine Transfrau sei. Gegen sie wurde daraufhin eine Klage eingereicht. Nun greift Trump Owens persönlich an, dabei hatte er selbst in der Vergangenheit wiederholt über die Beziehung der Macrons gespottet. Brigitte Macron sei «eine weitaus schönere Frau als Candace», schreibt der US-Präsident.

Owens reagiert mit einem knappen Kommentar auf Trumps Äusserungen: «Vielleicht wird es Zeit, Opa ins Pflegeheim zu geben.»

Trump schreibt weiter, dass sich für die Genannten keiner interessiere, dass niemand über sie rede – und verfasst beinahe 3000 Zeichen über seine ehemaligen Anhängerinnen und Anhänger. MAGA stimme ihm zu, schreibt der Präsident. Aktuelle Umfragen zeichnen jedoch ein anderes Bild – der Präsident wird im eigenen Land angesichts des von ihm gestarteten Iran-Kriegs immer unbeliebter.

Trump ist davon überzeugt, dass er Carlson, Kelly, Owens und Jones «jederzeit» wieder auf seine Seite ziehen könnte, wenn er wollte. Sollten sie ihn jedoch kontaktieren, würde er nach eigenen Angaben nicht reagieren, da er «zu sehr mit weltpolitischen und nationalen Angelegenheiten beschäftigt» sei. Das mag sein, denn Herausforderungen gibt es derzeit genug, bröckelt doch die Waffenruhe im Iran-Krieg bereits wieder. Die Beschäftigung dürfte dem Präsidenten also nicht ausgehen.

(hkl)

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119 Kommentare
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El145
10.04.2026 11:54registriert August 2022
Nein, Trump hat sich nicht verändert. Er war schon immer ein Egoist, welcher nach dem "Me, Myself and I" funktioniert.

Wer ihn angreift, kritisiert oder anderer Meinung ist, wird diskriminiert, blossgestellt und es wird versucht, jegliche Reputation zu zerstören.

Aber das war den MAGA's ja immer egal, solange es gegen die anderen geht.
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Ichsagstrotzdem
10.04.2026 11:56registriert Juni 2016
Irgendwie kommt mir dies vor wie eine Realityshow:
Es erhalten Menschen, ohne sinnvolle Kompetenzen eine Bühne, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu binden, ohne dass dabei auch nur das kleinste Problem unserer Gesellschaft gelöst wird.
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Grüblerine
10.04.2026 11:37registriert Januar 2024
Herzliche Gratulation an Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones, sie haben sowohl ihr Rückgrat als auch ihren IQ wiedererlangt. Außerdem finde ich es drollig das Trump von IQ spricht, wenn er 2 Punkte mehr hätte könnte er fast Bohnenstroh Konkurrenz machen.
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