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New Yorks Bürgermeister will «Fixerstübli» einrichten



Wegen der wachsenden Zahl von Drogentoten in New York will Bürgermeister Bill de Blasio «Fixerstübli» in der US-Metropole einrichten.

«Nach einer genauen Prüfung ähnlicher Anstrengungen in aller Welt und nach gewissenhafter Berücksichtigung der öffentlichen Gesundheit und der Sicht von Sicherheitsexperten glauben wir, dass Zentren zur Vorbeugung von Überdosen Leben retten werden», schrieb de Blasio am Donnerstag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zuvor hatte die New Yorker Gesundheitsbehörde einen detaillierten Bericht zu dem Thema veröffentlicht. Demnach ist in New York die Kriminalitätsrate zwar auf einen historischen Tiefstand gesunken.

Die Zahl der Toten durch Drogen-Überdosen stieg hingegen vergangenes Jahr auf 1441. Dies ist die höchste Zahl seit Erhebung solcher Daten in New York.

Dem Bericht zufolge könnte die Einrichtung von vier Drogenabgabestellen im Stadtgebiet alljährlich zwischen 67 und 130 Todesfälle verhindern. Dadurch würden die Kosten für die Einrichtung und das Betreiben der Fixerstuben ausgeglichen.

Erste «Fixerstübli» in der Schweiz

Die Stadtverwaltung bat die örtlichen Staatsanwaltschaften sowie die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates New York, die Gouverneur Andrey Cuomo untersteht, um Unterstützung. Sie habe bereits in einem Brief an die Verwaltung des Bundesstaates für das Vorhaben geworben, berichtete die Zeitung «New York Times».

Die ersten beaufsichtigten Drogenabgabestellen hatte 1986 die Schweiz eingerichtet. Mittlerweile gibt es solche Einrichtungen dem Bericht zufolge in 67 Städten in zehn Ländern. Auch andere US-Städte wie San Francisco, Philadelphia, Denver und Seattle ziehen die Einrichtung von Fixerstuben in Betracht.

Die USA haben mit einer enormen Zunahme von Drogensüchtigen zu kämpfen, die Opioide konsumieren. US-Präsident Donald Trump hatte deshalb im Oktober den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. (sda/afp)

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