Sturmtief «Vaia» sorgt im Süden der Schweiz für Starkregen

Sturmtief «Vaia» sorgt im Süden der Schweiz für Starkregen

29.10.2018, 18:1229.10.2018, 18:12

Nach dem goldenen Frühherbst nun die Sintflut: Im Tessin, Wallis und Graubünden hat das Tief «Vaia» teils für heftige Niederschläge und Sturmböen gesorgt. Über grössere Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt. Folgen hatte das Wetter aber auf den Verkehr.

In vom Dauerregen betroffenen Gebieten wurden am Montag mehrere Strassen wegen Lawinen- oder Steinschlaggefahr gesperrt. Alleine die Bündner Polizei rückte seit dem Wochenende 36-mal zu Verkehrsunfällen aus.

Der Wintereinbruch forderte auch die Schneeräumungsequipen stark. Sie hatten alle Hände voll zu tun auch mit dem Wegräumen der vielen auf die Strassen gefallenen Äste und der umgestürzten Bäume. Zahlreiche Alpenpässe wurden ab Montagmittag für die Winterpause geschlossen.

Auch auf der Schiene kam es zu Behinderungen. Mindestens bis Betriebsschluss Montagnacht gesperrt blieb die Bahnstrecke zwischen Tschamut-Selva GR und Andermatt UR. Laut der Matterhorn Gotthard Bahn war wegen des starken Schneefalls keine Ersatzbeförderung möglich.

Vorsicht im Freien

Im Zeitraum von Samstagmitternacht bis am Montagnachmittag waren im westlichen Tessin über 250 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, auf der übrigen Alpensüdseite, im Oberengadin, im Simplongebiet und im Oberwallis über 170 Liter. Im Bündnerland wurde oberhalb von rund 1400 Metern lokal mehr als ein halber Meter Neuschnee gemessen.

Die Regen- und Schneefälle auf der Alpensüdseite und den nördlich angrenzenden Regionen sollen bis am Dienstagmittag anhalten. Schon jetzt hat der Regen die Böden mit Wasser gesättigt. Der Bund warnte deshalb vor spontanen Hangrutschungen und Steinschlägen. «Es ist bei intensiven Gewitterniederschlägen mit erhöhter Aktivität zu rechnen.»

In Teilen des Wallis, Tessins und Bündnerlands herrscht «grosse» Regengefahr - die vierte von fünf Gefahrenstufen. Die Behörden in den Kantonen Tessin und Wallis gaben Unwetterwarnungen heraus und mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht im Freien.

Nicht nur die Niederschläge machten am Montag Sorgen, auch der Wind blies stark. Über den Alpen und im Süden wurden stürmische Südwinde verzeichnet. Die Behörden rieten auch deshalb von Wanderungen und anderen Outdooraktivitäten ab. (sda)

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