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Kaci Kullmann Five tot - Norwegisches Nobelkomitee verliert Führung



Die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Kaci Kullmann Five, ist am Sonntag im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Nobelkomitee am Montag der Nachrichtenagentur NTB mit. Die ehemalige Politikerin war an Krebs erkrankt.

Bereits im Dezember hatte sie die Verleihung des Friedensnobelpreises ihrer Vertreterin überlassen müssen. Kullmann Five hatte die Leitung des Nobelkomitees erst 2015 übernommen. Sie gehörte dem Gremium seit 2003 an.

«Ich staune immer noch, dass der Friedensnobelpreis, ausgelobt von einem Komitee von fünf meist völlig unbekannten Norwegern, so bedeutend wurde», sagte sie, als sie 2015 zur Vorsitzenden des norwegischen Nobelkomitees gewählt wurde. Die Ehre, verkünden zu dürfen, wer den Friedensnobelpreis verliehen bekommt, wurde ihr nur zweimal zuteil.

Die Frau mit den kurzen Haaren machte kein Geheimnis daraus, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Doch sie war eine Kämpfernatur und so glaubte sie auch, die gefährliche Krankheit besiegt zu haben.

Aktiv in Politik und Wirtschaft

Kullmann Five hatte bereits in den 70er Jahren begonnen, politisch zu arbeiten. Zunächst in der Lokalpolitik in der norwegischen Kommune Bærum, dann erregte sie als Vorsitzende der Jungen Konservativen Aufmerksamkeit.

1981 zog sie schliesslich ins Parlament ein und stieg auch in der eigenen Partei Høyre immer mehr auf: 1991 wurde sie zur ersten weiblichen Parteichefin gewählt. Gleichstellung und Umweltfragen wurden zu ihren Schwerpunktthemen.

Am bekanntesten war Kaci Kullmann Five zu ihrer Zeit als Handels- und Schifffahrtsministerin (1989-1990), als die Verhandlungen mit der Europäischen Union aufgenommen wurden.

1997 zog sich Kullmann Five aus der Politik zurück und übernahm wichtige Posten in der Wirtschaft: als Direktorin des Industriekonzerns Aker RGI, als Leiterin von Norwegens Exportrat und als Vorstandsmitglied des Mineralölkonzerns Statoil.

2003 wurde sie Mitglied des Nobelkomitees und löste 2015 Thorbjørn Jagland an der Spitze des Gremiums ab. (sda/dpa)

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