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18 Monate Untersuchungshaft für Perus Ex-Präsident Humala und Frau



Auf Antrag der peruanischen Staatsanwaltschaft hat ein Gericht in Lima am Donnerstag eine Untersuchungshaft von 18 Monaten für Ex-Präsident Ollanta Humala und seine Frau Nadine Heredia wegen Geldwäsche angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, während der Präsidentschaftskampagne 2011 drei Millionen Dollar von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten zu haben.

Sie stützt sich dabei vor allem auf Aussagen von Ex-Unternehmenschef Marcelo Odebrecht, der in Brasilien wegen Korruption und Geldwäsche zu mehr als 19 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Linkspolitiker Humala versichert hingegen, keine illegalen Wahlkampfgelder angenommen zu haben. Kurz nach der Entscheidung des Gerichts trafen Humala und seine Frau mit einer Polizeieskorte vor dem Gerichtsgebäude ein, um sich der Justiz zu stellen.

Der weitverzweigte Korruptionsskandal um den brasilianischen Bauriesen erschüttert derzeit ganz Lateinamerika. Die Ermittlungen gegen Odebrecht begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage. Das Unternehmen gab zu, in zwölf Ländern illegale Zahlungen in Höhe von 788 Millionen Dollar geleistet zu haben, um sich öffentliche Aufträge zu sichern. In Peru sollen es 29 Millionen Dollar gewesen sein. (sda/afp)

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