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Gesundheit

MERS-Virus breitet sich aus: Erster Fall in Ägypten



Das tödliche Coronavirus MERS ist nun erstmals auch in Ägypten nachgewiesen worden. Der infizierte Mann sei gerade erst aus Saudi-Arabien zurückgekehrt, berichteten staatliche Medien am Samstag.

Der Erreger Mers-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) breitet sich in den arabischen Ländern aus, besonders in Saudi-Arabien. Dort stieg am Wochenende die Zahl der Toten weiter an: Am Sonntag hatte das Gesundheitsministerium in Riad 94 Todesfälle registriert, sieben mehr als am Freitag. Die Zahl der Infektionen lag bei 323.

Der Erreger kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das MERS-Virus bei etlichen Kamelen Saudi-Arabiens zu finden ist und dass es bei den Tieren schon seit mindestens zwei Jahrzehnten kursiert.

Bei 75 Prozent der aktuellen Fälle handelt es sich nach Einschätzung der UNO-Gesundheitsorganisation WHO aber um eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Oftmals hätten sich zum Beispiel Mitarbeiter im Gesundheitssektor angesteckt.

Am Sars-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben. MERS gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tode. (sda/dpa)

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