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Über 330 Jahre alte Wandmalereien im Schloss Burgdorf entdeckt



Im Schloss Burgdorf sind bei Umbauarbeiten verloren geglaubte Wandmalereien aus dem Jahre 1686 entdeckt worden. Die praktisch unversehrten Grisaille-Malereien waren von einer Vertäfelung aus dem 18. Jahrhunderts verdeckt.

Die wertvolle Entdeckung wurde im ehemaligen Hallenbau gefunden, wie der Kanton Bern und die Stiftung Schloss Burgdorf am Donnerstag mitteilten. Der Saal diente bis Mitte des 16. Jahrhunderts als Amtsstube und wird wegen der hier aufgestellten Wappenschilder der Familien der Berner Obrigkeit als Schiltensaal bezeichnet.

Aus schriftlichen Quellen ist bekannt, dass der Saal im 17. Jahrhundert durch den Maler Baschi Gysin mit dekorativen Malereien ausgestattet wurde. Belegt ist ebenfalls eine Gesamterneuerung um 1686/90 mit Dekorationsmalereien von Christian Stucki. Diese wurden 1741 mit einer Vertäfelung belegt.

1922 wurde bei Umbauarbeiten ein Teil der Malereien wiederentdeckt und dokumentiert. Weil die betreffende Wand anschliessend abgebrochen wurde, wurden diese Malereien zerstört. Unentdeckt blieb damals die übrige Bemalung an den anderen Wänden und an der Decke. Sie galten als verloren.

Im Hinblick auf den Umbau des Schlosses Burgdorfes stiess nun ein Restauratorenteam bei der Bestandesaufnahme unverhofft auf grosse und unversehrte Bilder der Dekorationsmalerei von Christian Stucki.

Diesen für den Kanton Bern «einzigartigen Fund» wollen die Behörden im Rahmen der Denkmaltage vom 9./10. September zur öffentlichen Besichtigung freigeben. (sda)

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