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Kurdische Kämpfer in Syrien durch türkischen Beschuss getötet



Durch türkische Artillerieangriffe sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten sechs kurdische Kämpfer und mehrere Zivilisten getötet worden. Das von Kurden kontrollierte Gebiet Afrin wurde am Mittwochabend von der Türkei aus heftig beschossen.

Dies berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Eine syrisch-kurdische Nachrichtenwebsite nannte die gleiche Opferzahl.

Die kurdischen Behörden in Afrin bezeichneten den Angriff in der Nacht zum Donnerstag als Provokation der türkische Armee, um «das Feuer des Kriegs zu entfachen». Sollte es weitere derartige Angriffe geben, würden die Kurden die passende Antwort liefern, heisst es in der Erklärung der Behörden.

Die überwiegend von Kurden bewohnte Region Afrin wird seit der Vertreibung der syrischen Regierungstruppen im Jahr 2012 von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrolliert. Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive in Syrien wurde sie bislang jedoch noch nicht direkt von der Türkei angegriffen.

Insgesamt starben seit Beginn der türkischen Offensive nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 19 kurdische und verbündete Kämpfer. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten vor Ort; ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Türkische Einheiten kämpfen seit dem 24. August in Nordsyrien zusammen mit syrischen Rebellen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ziel ist es, die Nachschubwege der Dschihadisten über die türkisch-syrische Grenze zu kappen.

Die türkische Offensive richtet sich aber auch gegen die YPG. Ankara will verhindern, dass die Kurden ein zusammenhängendes Autonomiegebiet in der Grenzregion schaffen. Für die USA sind die Kurdenmilizen jedoch ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den IS. (sda/afp/reu)

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