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Haferdrink darf in der Schweiz nicht Milch genannt werden

Bundesgericht hat entschieden: Haferdrink darf nicht «Milch» genannt werden

Eine vegane Alternative zu Milch darf den Begriff «Milch» nicht verwenden. Das Bundesgericht hat in öffentlicher Beratung eine Beschwerde von Danone mit vier zu einer Stimme abgewiesen. Das Unternehmen hatte ein Produkt mit der Aufschrift «not milk» vermarktet.
27.03.2026, 13:4427.03.2026, 13:57

Nach Schweizer Recht ist Milch laut dem Gericht definiert als «das durch Melken gewonnene Erzeugnis aus der Eutersekretion von Tieren der Gattung der Säugetiere». Diese Bezeichnung ist geschützt und darf nicht für pflanzliche Alternativen verwendet werden.

Hafermilch
Dieses Getränk darf nicht mehr als Milch bezeichnet werden.Bild: shutterstock

Zudem sei die Aufmachung der Hafergetränke-Packung geeignet, Konsumentinnen und Konsumenten in die Irre zu führen. Die von Danone Schweiz vertriebene Verpackung trug die Aufschrift «Shhh... this is not milk» («Psst ... das ist keine Milch»), wobei ein weisser Tropfen den Buchstaben «i» in «Milk» ersetzte.

Das Zürcher Kantonslabor hatte den Verkauf des Produkts bereits im März 2022 untersagt, da es gegen die Bestimmungen des Lebensmittelrechts verstosse. Dieser Entscheid wurde vom Zürcher Verwaltungsgericht bestätigt, worauf Danone den Fall an das Bundesgericht weiterzog.

Die Lausanner Richter wiesen die Beschwerde nun ab. Gemäss Lebensmittelgesetz dürfen Präsentation und Kennzeichnung von Lebensmitteln nicht irreführend sein, insbesondere hinsichtlich Herstellung, Zusammensetzung und Art des Produkts.

Diesen Entscheid werde Danone Schweiz umsetzen und die entsprechenden Anpassungen vornehmen, teilte ein Sprecher am Freitag mit. (dab/sda)

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