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Hongkong: Dutzende Polizisten bei Krawallen in Hongkong verletzt



In Hongkong ist in der Nacht zum Dienstag eine Polizeiaktion ausser Kontrolle geraten, bei der im Stadtteil Mong Kok unangemeldete Stände von Strassenverkäufen geschlossen werden sollten. Wie Behörden mitteilten, wurden mindestens 24 Menschen festgenommen.

Sie hatten sich mit Polizisten eine Strassenschlacht geliefert. 80 Beamte und vier Journalisten, die über den Aufstand berichteten, seien verletzt worden.

Wie lokale Medien berichteten, hatten sich über 100 Aktivisten der Polizei entgegengestellt, um die Schliessung der nicht genehmigten Essensstände zu verhindern. Verkäufer hatten dort zum chinesischen Neujahrsfest Fischbälle und andere traditionelle Speisen angeboten.

Fernsehbilder des Senders TVB zeigten Vermummte, die auf der Strasse Feuer legten und Steine sowie Holzteile von Paletten auf die Beamten warfen. Einige der Protestler trugen zudem selbstgebaute Schutzschilde.

Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Beteiligten vor. Zudem habe ein Beamter zwei Warnschüsse mit seiner Pistole abgefeuert, als die Situation eskalierte, teilte die Polizei mit.

Steine auf Beamte geworfen

Polizeiautos und öffentliches Eigentum seien beschädigt worden, sagte Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying am Dienstag. Die Aktivisten hätten Steine auch auf Beamte geworfen, die bereits am Boden lagen.

«Ich glaube, die Öffentlichkeit kann selbst von den Fernsehbildern sehen, wie ernst die Situation war», sagte Leung. Einige Aktivisten gaben nach Medienberichten an, dass es sich bei den Essensständen um eine Hongkonger Tradition gehandelt habe, an der in den Jahren zuvor niemand etwas auszusetzen hatte.

Mong Kok, ein beliebtes Einkaufs- und Unterhaltungsviertel, gehörte Ende 2014 zu den Stadtteilen, in denen Tausende Demonstranten für mehr Demokratie in Chinas Sonderverwaltungszone protestierten. Über mehrere Wochen hielten sie damals Strassen besetzt. Anders als die Aktivisten am Dienstag, protestierten die meisten Teilnehmer der so genannten «?Regenschirm-Revolution»? jedoch vorwiegend friedlich. (sda/dpa)

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