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Berner Lichtspektakel dieses Jahr im Zeichen der Reformation



Das diesjährige Licht- und Tonspektakel auf dem Bundesplatz steht im Zeichen der Reformation und ihres 500-jährigen Jubiläums. Ab dem 13. Oktober werden Luther, Zwingli und Calvin während sechs Wochen auf der Fassade des Bundeshauses zu sehen sein.

Die Zuschauer erwartet eine Reise vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Zu entdecken ist etwa die Erfindung des Buchdrucks, die Spaltung der katholischen Kirche und das Betreten eines neuen Kontinents.

«Die Thematik ist wichtig, denn die Auswirkungen der Reformation wirken bis heute nach», sagte Brigitte Roux, Initiantin und Produzentin von Rendez-vous Bundesplatz, am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Dabei soll die Show kein Bekehrungsversuch sein. «Wir wollen mit unserer Kunst nicht missionieren, sondern zum Denken anregen», sagte Künstlerin Sabine Weissinger. Auch Gottfried Locher vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) betonte, der Event sei keine kirchliche PR-Aktion. «Wir wollen die Licht- und Schattenseiten der Reformation zeigen.»

So passe es etwa perfekt zur reformatorischen Bilderkritik, dass nun reformatorische Szenen auf die Fassade des Bundeshauses projiziert würden. Die Thematik wurde auf Initiative des Kirchenbundes ausgewählt.

Anlagen im Sandstein-Look getarnt

Titel des halbstündigen Spektakels ist «Reset» - zurück auf vorwärts. Den Reformatoren sei es immer wieder um das neue Aufsuchen des Anfangs gegangen, so Locher. Das sei sowohl für die Kirche als auch im eigenen Leben immer hilfreich.

Das Lichtspiel findet bis zum 25. November täglich jeweils um 19 Uhr und 20.30 Uhr statt. Von Donnerstag bis Samstag läuft zusätzlich eine Show um 21.30 Uhr.

Bespielt wird das Bundeshaus durch acht Projektoren. Die Lautsprecheranlagen für den Ton befinden sich auf dem Balkon des Ständerats. «Dieser Standort wurde nur bewilligt, weil wir die Anlagen im Sandstein-Look getarnt haben», sagte Brigitte Roux. Nur bei ganz genauem Hinsehen seien die Anlagen zu entdecken.

Es ist bereits die 7. Ausgabe des Rendez-vous Bundesspektakels. Es hat letztes Jahr fast 600‘000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Das Sicherheitskonzept wurde für die diesjährigen Aufführungen verstärkt. (sda)

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