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Benzinpreis in der Schweiz: Mit diesem Anstieg musst du jetzt rechnen

A person refuels a car at a BP gas station in Kemptthal in the Canton of Zurich, Switzerland, pictured on January 19, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Der Treibstoff wird in der Schweiz wegen des Iran-Kriegs teurer – die Frage ist nur, wie viel.Bild: KEYSTONE

«Tankansturm» in der Schweiz: Das passiert jetzt mit dem Benzinpreis

Wegen des Iran-Krieges steigt der Ölpreis markant. Das hat Auswirkungen auf die hiesigen Benzinpreise. Was zu erwarten ist.
02.03.2026, 14:3902.03.2026, 14:39

Nach der Eskalation im Nahen Osten ist der Ölpreis deutlich gestiegen. Das hat auch Auswirkungen auf den Treibstoffpreis in der Schweiz. Eine Userin berichtet, dass sie am Sonntag an einer Tankstelle auf deutlich mehr Betrieb stiess als sonst.

Das sagen die Tankstellen

Ähnliches berichtet die volenergy AG, die Tankstellen an über 700 Standorten in der Schweiz betreibt – darunter Ruedi Rüssel, Miniprix oder bp. Man habe tatsächlich einen «Tankansturm» erlebt am Wochenende, berichtet Matthias Hübscher, Geschäftsführer Tankstellen bei der volenergy AG, gegenüber watson.

«Die Umsätze am Sonntag lagen generell circa 30 bis 40 Prozent über einem durchschnittlichen Sonntagsverbrauch. Neben den politischen Unruhen führte bestimmt auch noch das schönere und wärmere Wetter zu mehr Frequenz.»

Da die Beschaffungskosten bereits am Montag massiv angestiegen seien, müsse die Firma die Säulenpreise für Benzin und Diesel entsprechend anheben. Das könne einige Tage, aber auch einige Wochen dauern. «Leider lässt sich das nicht voraussagen.»

So wird der Benzinpreis berechnet
Die Preise hängen laut Matthias Hübscher von der volenergy AG von verschiedenen Faktoren ab. Da sei einerseits der lokale Wettbewerb, der einen grossen Einfluss habe. Dann kommen die Beschaffungskosten für Rohöl, Raffineriekosten und Margen hinzu. Über 50 Prozent der Kosten machten jedoch staatliche Abgaben, also die Mineralölsteuer, aus. Weiter würden auch der Wechselkurs zwischen US-Dollar und Franken, Rheinfrachten und Standortkosten eine Rolle spielen.

Die Prognose des Branchenverbands

Der Branchenverband Avenergy Suisse schreibt in einer Stellungnahme vom Montag von einem Anstieg der Ölpreise von 10 bis 15 Prozent gegenüber der Vorwoche. Das enspreche den Erwartungen der Marktanalysten. Bei einem Zusammenbruch des iranischen Regimes könnte es zu einem Produktionsstopp kommen, wobei der Iran derzeit rund fünf Prozent der weltweiten Ölproduktion ausmache.

Es gebe aber auch Beobachter, die erklärten, dass der Markt heute aus verschiedenen Gründen «besser denn je darauf vorbereitet» sei, die Folgen des Krieges zu umgehen. «Erstens befindet sich die Ölproduktion in den USA auf einem Rekordhoch und steigt weiterhin an. Zweitens hat Washington deutlich gemacht, dass es alles Notwendige unternehmen wird, um Versorgungsstörungen zu minimieren, einschliesslich der Nutzung seiner strategischen Ölreserven. Drittens haben Länder wie Saudi-Arabien eine bemerkenswerte Fähigkeit bewiesen, sich von einer Versorgungskrise zu erholen», heisst es in der Stellungnahme.

So viel teurer wird das Benzin tatsächlich

Genaue Prognosen sind nicht möglich. Dennoch bestätigt auch der TCS, dass die Situation rund um die Strasse von Hormuz einen Einfluss auf den Rohölpreis hat. Sprecher Marco Wölfli weist jedoch ebenfalls darauf hin, dass dieser nur einer der Faktoren sei, die den Endpreis an der Tankstelle bestimmen. Der TCS rechnet in den kommenden Tagen mit einem Anstieg «wahrscheinlich in der Grössenordnung von ein paar Rappen pro Liter». Wo der Sprit zu welchem Preis angeboten wird, können Autofahrende beispielswiese im Benzinpreisradar nachprüfen.

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RogerusderSchwiiz
02.03.2026 15:21registriert Oktober 2019
Gestern hiess es noch die Lager seien Voll und ab heute wird billig eingekaufter Treibstoff sofort zum höheren Preis verschachert. Da Lob ich mir meinen BEV :-)
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R. J.
02.03.2026 15:05registriert September 2019
Ich tanke immer nur für 20.-
Wird also gar nicht teurer 😎
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Auster N
02.03.2026 15:16registriert Januar 2022
Unsere Oel Importe kommen nicht annähernd zu einem substantiellen Anteil aus Iran. Die Preiserhöhungen diktieren die Tankstellen für ihren eigenen heimlichen Profit. Simpel gesagt, alles ist wieder eine Masche für mehr Profit und hat rein gar nichts mit Krieg oder Frieden zu tun.
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