G20-Gipfel beginnt begleitet von Protesten

G20-Gipfel beginnt begleitet von Protesten

07.07.2017, 10:5607.07.2017, 10:56

In Hamburg hat der G20-Gipfel der grossen Industrie- und Schwellenländer begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfing die Teilnehmer des zweitägigen Treffens in den Messehallen der Hansestadt.

Der Auftakt der ersten Sitzung hatte wegen den Protesten rund um den Tagungsort etwas Verspätung. Als erstes Thema steht der Kampf gegen den Terrorismus auf der Tagesordnung.

Auch die Flüchtlingskrise ist Gesprächsthema. Dazu ging EU-Ratspräsident Donald Tusk mit der Minimalanforderung an die G-20 in die Verhandlungen, die Schlepper «rücksichtslos» zu bekämpfen. Dies wäre «das Mindeste, was man auf globaler Ebene» in der Flüchtlingskrise erreichen könne. Sollte es keine Lösung geben, wäre dies ein «Beleg für eine traurige Heuchelei einiger der G-20».

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, für ihn sei es wesentlich, dass «in Sachen Afrika» die G-20 zu verbindlichen Beschlüssen kommt.

Auch die strittigen Themen Klimaschutz und Welthandel standen auf der Traktandenliste. Bei diesen Themen nimmt vor allem US-Präsident Donald Trump eine abweichende Haltung ein. Am Abend sind die Gipfelteilnehmer und ihre Partner zu einem Konzert in der neuen Elbphilharmonie eingeladen.

Treffen Trump-Putin

Der Gipfel endet am Samstag. Zum Abschluss soll eine gemeinsame Erklärung der G20 veröffentlicht werden. Wie konkret die in den Abschnitten zu Klimaschutz und Welthandel ausfällt, war zu Beginn des Treffens aufgrund der Differenzen besonders mit den USA aber unsicher.

Am Rande des Gipfels gibt es auch zahlreiche Einzeltreffen der teilnehmenden Staats- und Regierungschefs. Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei dem ersten direkten Gespräch zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitagnachmittag zukommen.

Das Treffen ist für 15.45 Uhr geplant - damit dürfte Trump zumindest einen Teil der G20-Sitzung zu den Themen Klimaschutz und Energie verpassen, die nach bisheriger Planung um 15.30 Uhr beginnen soll.

In einem Tweet drückte Trump seine Freude über die anstehenden Treffen aus, «einschliesslich meines Treffens mit Wladimir Putin. Viel zu diskutieren.» Er werde die USA gut repräsentieren und für ihre Interessen kämpfen, schrieb er weiter. (sda/afp/apa/dpa)

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