Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Grossaquarium-Projekt des Basler Zoos nimmt Parlaments-Hürde



Das Ozeanium-Projekt des Basler Zoos, ein Neubau mit Grossaquarien, ist einen Schritt weiter: Der baselstädtische Grosse Rat hat am Mittwoch den Bebauungsplan klar gutgeheissen. Das Grüne Bündnis kündigte ein Referendum an.

Das 100-Millionen-Projekt an der Heuwaage nach Plänen der Zürcher Boltshauser Architekten soll dem Publikum anhand von rund 40 Aquarien Einblick in die Welt der Ozeane bieten und es für Umweltfragen sensibilisieren. Der überwiegende Teil des Ozeaniums soll unterirdisch gebaut werden.

Im Kantonsparlament standen dafür nun Zonenänderung, Bebauungsplan, Strassenlinien und Baurecht zur Debatte. Umstrittenste Themen waren dabei Ökologie und Tierschutz.

Faszinosum Leben

Befürworter des Grossprojektes argumentierten, nur die Begegnung mit lebenden Exponaten könne dermassen faszinieren, dass Betrachtende ihr eigenes Verhalten ändern und mehr zum Schutz der Meere unternähmen.

Neben pädagogischem Nutzen wurde von Bürgerlichen auch positive Effekte für den Tourismus ins Feld geführt. Mehrfach war von einem «Geschenk» an die Stadt die Rede. Die SP relativierte mit Verweis auf den sehr günstig zur Verfügung gestellten Boden, auf dem auch andere Nutzungen denkbar wären.

Fast alle Fraktionen unterstützten das Ozeanium. Während die Bürgerlichen klar dahinter standen, war die Unterstützung der SP zaghaft. Einzig das Grüne Bündnis votierte strikt gegen das Grossprojekt und kündigte auch gleich das Referendum an.

Lebensräume wichtiger

Das Konzept, gefangene Tiere zu zeigen, sei heute völlig veraltet; Tiere wirklich schützen könne man nur mit dem Schutz ihrer Lebensräume. Heute reichten virtuelle Begegnungen angesichts schädlicher Tierbeschaffungen und des Leidens der Fische in Gefangenschaft - Aquarien seien winzig klein verglichen mit dem Meer.

Nach einer engagierten Debatte stimmte der Grosse Rat der Vorlage mit 69 gegen 13 Stimmen bei 13 Enthaltungen zu. Damit hat er auch alle Einsprachen erledigt.

Gegen das Ozeanium machen sich namentlich auch die Fondation Franz Weber und deren Verein Helvetia Nostra stark, primär aus ökologischen Gründen. Als Gegenprojekt hatten diese 2014 die «Vision Nemo» präsentiert, quasi virtuelle Multimedia-Fenster zum Ozean.

Finanzierung offen

Der Zoo will hingegen - ergänzend zu den Becken im 1972 eröffneten Vivarium - im Ozeanium mittels Aquarien mit den jeweils passenden Tieren etwa Gezeitenströmungen oder Probleme des Mittelmeeres thematisieren. Zudem sind Schwarmfischen und Räubern im Meer eigene Becken gewidmet. 8.5 Meter hoch soll eines zum Thema «offener Ozean» werden.

Nach dem grünen Licht des Parlaments ist das 100-Millionen-Projekt indes finanziell noch nicht gesichert: Der Zoo hat erst 57 Millionen gesammelt. Weder für den Bau noch den Betrieb des Ozeaniums rechnet er mit Staatsgeldern. Gemäss Ratsvorlage ist - wenn alles klappt - der Baubeginn auf 2021 angesetzt, die Eröffnung 2024. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen