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Prozess wegen Anschlag auf Jüdisches Museum in Brüssel eröffnet



Der Prozess gegen die mutmasslichen Angreifer auf das Jüdische Museum im Mai 2014 hat begonnen. Im Beisein des Hauptangeklagten Mehdi Nemmouche und seines mutmasslichen Komplizen Nacer Bendrer wurde das Verfahren vor dem Brüsseler Schwurgericht am Donnerstag eröffnet.

Den beiden französischen Staatsbürgern wird vorgeworfen, vier Menschen erschossen zu haben. Beide bestreiten, geschossen zu haben.

Am 24. Mai 2014 sollen die Angeklagten mit Sturmgewehren in der Eingangshalle des Museums im Zentrum der belgischen Hauptstadt das Feuer eröffnet haben. Bei der Attacke wurden zwei israelische Touristen, eine französische Freiwillige und ein belgischer Museumsangestellter getötet.

An den ersten beiden Prozesstagen wird die Staatsanwaltschaft ihre 200 Seiten lange Anklageschrift vortragen. Die Anhörungen der beiden Angeklagten sind für drei Tage ab nächsten Dienstag geplant. Zudem sollen 150 bis 200 Zeugen angehört werden. Ein Urteil könnte Ende Februar fallen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet «terroristischer Mord», beiden Angeklagten droht eine lebenslange Haftstrafe.

Nemmouche soll vor der Attacke an der Seite islamistischer Extremisten in Syrien gekämpft haben. Sollte das Schwurgericht der Einschätzung der Staatsanwaltschaft folgen, wird der Angriff als erster Anschlag eines aus Syrien zurückgekehrten Dschihadisten auf europäischem Boden in Erinnerung bleiben. (sda/afp)

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