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Schweizer sagen laut Trend Nein zu Agrar-Initiativen



Bei der Fair-Food-Initiative und der Initiative für Ernährungssicherheit zeichnet sich am Abstimmungssonntag ein Nein ab. Beim Bundesbeschluss über die Velowege gibt es dagegen einen klaren Ja-Trend. Das ergab die Trend-Rechnung im Auftrag der SRG.

Nun hat auch das Velo seinen Platz in der Verfassung. Gemäss der Trendrechnung im Auftrag der SRG hat das Stimmvolk dem Veloartikel zugestimmt. Das bedeutet Rückenwind für den Ausbau von Velowegnetzen.

Das Ja ist keine Überraschung. In der letzten SRG-Umfrage gaben 69 Prozent an, Ja stimmen zu wollen. Im Parlament hatte sich nur die SVP gegen den Veloartikel ausgesprochen, weil sie diesen für unnötig hält. Die Schweiz sei schon heute ein Veloland, hiess es. Ein Nein-Komitee stellte die SVP aber nicht auf die Beine.

Nein zu Agrar-Initiativen

Die Ernährungssouveränitäts-Initiative ist dagegen gescheitert. Gemäss einer Trendrechnung im Auftrag der SRG hat die Stimmbevölkerung Nein gesagt zur Initiative, die eine starke, kleinbäuerliche Landwirtschaft und faire Preise verlangte.

Die Ablehnung hatte sich abgezeichnet. In den ersten Umfragen sprach sich noch eine grosse Mehrheit für die Initiative der Bauerngewerkschaft Uniterre aus. Viele wollten dem ökologisch wirtschaftenden Kleinbauern den Rücken stärken im Kampf gegen Weltmarkt-Konkurrenz und globale Agrarkonzerne.

Zur Fair-Food-Initiative zeichnet sich ebenfalls ein Nein ab. Von einem Nein-Trend spricht das Forschungsinstitut gfs.bern, wenn der erwartete Nein-Anteil über 55 Prozent liegt.

Bleibt es beim Nein, muss der Bund nicht Produkte fördern, die umweltschonend, tierfreundlich und fair hergestellt wurden. Auch muss er keine strengeren Deklarationsvorschriften erlassen.

Die Initiative der Grünen hatte zunächst grosse Sympathien genossen. In der ersten Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG sprachen sich 78 Prozent der befragten Stimmberechtigten dafür aus. In der zweiten Umfrage waren es nur noch 53 Prozent.

Trend bestätigt sich

Die Trendrechnungen auf nationaler Ebene werden durch die kantonalen Trends in Graubünden, Luzern, Zürich und Aargau gestützt. In diesen Kantonen sagt das Stimmvolk klar Nein zu den Agrar-Initiativen, während der Velo-Artikel angenommen werden dürfte. (sda)

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