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Nawalny will trotz Strafprozess bei Präsidentenwahl antreten



Trotz eines laufenden Strafprozesses will der russische Oppositionelle Alexej Nawalny bei der Präsidentenwahl 2018 antreten. «Ich werde teilnehmen, das erwarten die Menschen von mir», sagte Nawalny am Rande einer Verhandlung in der Stadt Kirow am Mittwoch.

Nawalny ist als Blogger bekannt geworden, der gegen Korruption vorgeht. Er ist ein Gegner von Präsident Wladimir Putin. Kritiker vermuten, dass Nawalny mit dem Prozess an einer Kandidatur 2018 gehindert werden soll. Der Kreml verwies darauf, dass der Wahlkampf noch nicht begonnen habe, und lehnte eine weitere Stellungnahme ab.

In Kirow rund 800 Kilometer nordöstlich von Moskau wird ein Prozess gegen Nawalny wegen des angeblichen Diebstahls von Bauholz neu aufgerollt. Nawalny war deswegen 2013 zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte den Prozess 2016 als unfair eingestuft. Darauf ordnete das Oberste Gericht Russlands eine Neuaufnahme an.

Nachdem Nawalny zuletzt nicht zu einem Verhandlungstermin erschienen war, hatten Beamte ihn am Dienstag überraschend aus seinem Moskauer Büro abgeführt und zum Gericht gebracht. Der 40-jährige Oppositionelle sagte der Agentur Interfax zufolge, er rechne mit einem Schuldspruch. Die Vorwürfe weist er zurück. (sda/dpa)

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