Demonstranten wollten Hamburger Elbphilharmonie zu blockieren

Demonstranten wollten Hamburger Elbphilharmonie zu blockieren

07.07.2017, 18:3207.07.2017, 18:32

Tausende G20-Gegner haben am Freitag in Hamburg ihre teils gewalttätigen Aktionen fortgesetzt. Unter anderem versuchten sich, zur abgesperrten Elbphilharmonie vorzudringen, wo sich am Abend die G20-Gipfelteilnehmer zu einem Konzert trafen.

In der Umgebung der Landungsbrücken, etwa 1.7 Kilometer Fussweg von der Elbphilharmonie entfernt, kam es zu Strassenschlachten. Die Polizei sprach von etwa 6000 Demonstranten.

Die Polizei setzte wieder Wasserwerfer ein, um die Ausschreitungen an den Landungsbrücken unter Kontrolle zu bringen. Flaschen und Steine flogen aus Demonstrantengruppen auf Beamte.

Die Polizei meldete auch «massiven Bewurf mit Gegenständen» in der Umgebung. Reporter vor Ort beschrieben die Situation mit Worten wie «Strassenschlacht» und «Jagdszenen». Am Hotel Empire Riverside in der Nähe der Landungsbrücken wurden Scheiben eingeworfen.

Auf dem Wasser fuhren Greenpeace-Aktivisten mit Schnellbooten auf die Elbphilharmonie zu. Etwa 15 Boote näherten sich der Sperrung auf der Elbe mit hoher Geschwindigkeit. Mehrere Aktivisten sprangen rund 200 Meter vor der Elbphilharmonie ins Wasser. Dort wurden sie von der Wasserpolizei aus der Elbe geholt.

Bei Sturz schwer verletzt

Auf der Flucht vor der Polizei hatten sich am frühen Freitagmorgen elf Anti-G20-Demonstranten schwer verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten sie beim Versuch, mit einer grösseren Gruppe in Hamburg-Bahrenfeld über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus etwa vier Metern Höhe ab, weil das Gitter unter der Last zusammengebrochen war.

Die Polizei bezifferte die Zahl der verletzten Sicherheitsleute seit Donnerstagabend auf 160. Über die Zahl der Verletzten auf Seiten der Demonstranten und Passanten gab es keine Angaben. Es wurden Dutzende Personen festgenommen.

Angesichts der anhaltenden linksautonomen Krawalle forderte die Polizei der Hansestadt am Freitag Verstärkung aus anderen Bundesländern an - und erhielt sie.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilten die Ausschreitungen scharf. Die Krawalle beeinträchtigten auch den Ablauf des G20-Partnerprogramms. (sda/dpa/afp)

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