Südafrika siedelt sechs Nashörner in den Tschad um

Südafrika siedelt sechs Nashörner in den Tschad um

03.05.2018, 18:1603.05.2018, 18:16

Fast fünf Jahrzehnte nach dem Aussterben des letzten Nashorns im Tschad schickt Südafrika sechs Rhinozerosse in das zentralafrikanische Land, um dort einen neuen Tierbestand aufzubauen. Das werde zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner beitragen.

Das erklärte die südafrikanische Umweltministerin Edna Molewa am Donnerstag bei der Verladung der Tiere im Addo Elephant Nationalpark in der Provinz Ost-Kap.

Nach einer Reise in Lastwagen steht den Nashörnern ein 15-stündige Flugreise in den Tschad bevor. Wildtiere werden während solcher Transporte normalerweise sediert.

Südafrika ist Heimat des grössten Nashornbestandes weltweit. Dort leben etwa 18'000 Breitmaul- und rund 2000 Spitzmaulnashörner. Wilderer töten jedoch jährlich etwa 1000 dieser Tiere. Im Tschad sollen die Nashörner im Zakouma-Nationalpark leben. Dort gab es zuletzt kaum Probleme mit Wilderei. Das letzte Spitzmaulnashorn war dort jedoch 1972 gestorben.

Wilderer töten Rhinozerosse wegen ihrer Hörner. Diese werden vor allem illegal nach Asien verkauft und erzielen dort hohe Preise. Die Hörner werden dort unter anderem als Zutat traditioneller Medizin geschätzt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!