Israel
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Vor «Normalisierungspolitik» geschützt

Hamas verbietet Waisenkindern aus Gaza Erholungsreise nach Israel

Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat 37 Waisenkindern aus dem Gazastreifen eine geplante Erholungsreise nach Israel verboten. Das Innenministerium in Gaza begründete sein Ausreiseverbot am Sonntag damit, die Kinder müssten «vor der Normalisierungspolitik der Besatzungsmacht geschützt werden».

Die 37 Kinder waren während des Gazakrieges im Sommer zu Waisen geworden. Ihre geplante einwöchige Erholungsreise war von der linksgerichteten israelischen Kibbuz-Bewegung gemeinsam mit Vertretern der arabischen Minderheit in Israel organisiert worden.

Den 12 bis 15 Jahre alten Kindern «sollte ermöglicht werden, sich zu erholen und gleichaltrige israelische Kinder kennenzulernen», sagte Joel Marschak von der Kibbuz-Bewegung der Nachrichtenagentur AFP. Geplante Reisestationen seien Kibbuz-Siedlungen an der Grenze zum Gazastreifen, die ebenfalls stark unter dem 50-tägigen Krieg im Sommer gelitten hatten, und die arabische Ortschaft Kafr Kassem in Israel, wo 1956 israelische Soldaten ein Massaker verübten.

Grünes Licht aus Israel

Ausserdem standen der Besuch eines Zoos bei Tel Aviv und am Samstag eine Empfang bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Westjordanland auf dem Programm.

Der israelische Inlandsgeheimdienst habe «für die Einreise der Kinder und der fünf erwachsenen Betreuer grünes Licht gegeben», sagte Marschak. Das Innenministerium in dem von der Hamas kontrollierten Küstengebiet gab zur Begründung an, dass die Kinder israelische Siedlungen und «besetzte Städte» besuchen sollten.

Ein AFP-Fotograf bestätigte, dass die Gruppe umkehren musste, nachdem ihnen Hamas-Milizionäre an einem Kontrollpunkt nahe des Grenzübergangs Erez im Norden des Gazastreifens die Weiterreise verweigerten. (aeg/sda/afp)



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