Schweiz
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Simonetta Sommaruga sagt, der Sexismus höre erst auf, wenn veraltete Strukturen aufbrechen. severin bigler

Sommaruga zu #Metoo: «Sexismus häuft sich, wo Macht einseitig bei Männern liegt»

Bundesrätin Simonetta Sommaruga fordert im grossen Interview mit der «Nordwestschweiz» «endlich» Lohngleichheit und zeigt die Zusammenhänge zwischen Belästigungen und überholten Machtstrukturen auf.

28.12.17, 04:59 29.12.17, 18:03

Anna Wanner und Jonas Schmid / Nordwestschweiz



Seit 2010 führt Simonetta Sommaruga das Justizdepartement. Während sie in Migrationsthemen allzu oft von äusseren Umständen getrieben wird, setzt sie in gesellschaftspolitischen Themen eigene Akzente. In ihrem letzten Interview 2017 erklärt sie, wieso es Lohnkontrollen und Frauenquoten braucht, um Sexismus zu bekämpfen.

Frau Bundesrätin, haben Sie über die Festtage Zeit, sich zu entspannen?
Simonetta Sommaruga:
Ja, ich nehme mir ein spannendes Buch statt Akten vor und treffe Freunde, die unter dem Jahr zu kurz gekommen sind. Auch fürs Klavierspielen bleibt mehr Zeit.

Sie sind also festlicher gestimmt als die Zürcher Migrationsbehörden, die kurz vor Weihnachten eine hoch schwangere Eritreerin nach Italien ausschafften?
Ich will mich in den Medien nicht zu Einzelfällen äussern, auch wenn sie mich betroffen machen. Aber ich weiss: Das Staatssekretariat für Migration (SEM) betrachtet jeden einzelnen Fall sehr genau. Es ist sich bewusst, dass die Entscheide für die Betroffenen von allergrösster Bedeutung sind.

Die Wogen in der Asyl-Debatte haben sich geglättet. Der Fluchtweg über die Türkei ist gesperrt und aus Italien kommen kaum mehr Flüchtlinge zu uns. Stattdessen nehmen wir selektiv verletzliche Personen auf. Ist das umsichtige Asylpolitik?
Eine umsichtige Asylpolitik bedeutet für mich: Die Schweiz gibt jenen Menschen Asyl, die den Schutzauch wirklich brauchen. Und das machen wir. Derzeit kommen tatsächlich nur wenige Asylsuchende übers Mittelmeer nach Italien. In der Schweiz ist die Zahl der Asylgesuche auf dem tiefsten Stand seit 2010. Ein Grossteil der in Libyen gestrandeten Migranten würde in Europa kein Asyl bekommen. Viele sind auf der Suche nach Arbeit. Diese Menschen sind nicht Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention. Wir müssen sie darin unterstützen, in ihre Heimat zurückzukehren, bevor sie bei einer Fahrt übers Mittelmeer ihr Leben riskieren. In Libyen befinden sich aber auch Menschen, die nicht in ihre Heimat zurück können, weil sie dort verfolgt werden. Das sind Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention. Hier müssen wir dafür sorgen, dass die besonders verletzlichen unter ihnen – Frauen, Kinder und ältere Menschen – Schutz in einem sicheren Drittstaat erhalten. Auf Anfrage des UNHCR wird die Schweiz darum 80 besonders verletzliche Flüchtlinge als humanitäre Sofortmassnahme aufnehmen.

Die Situation in Libyen ist ausser Kontrolle: Gangs und Milizen bekämpfen sich. Flüchtlinge werden vergewaltigt und gefoltert. Ist es in diesem Kontext gerechtfertigt, dass die Schweiz die libysche Küstenwache mit Geldern unterstützt?
Wir unterstützen nicht die libysche Küstenwache, sondern die Internationale Organisation für Migration. Mit unserem Geld wird Material für die Seenotrettung finanziert, zum Beispiel Schwimmwesten. Das ist wichtig. Seit Anfang 2016 sind über 7000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Das Schleppergeschäft ist eines der brutalsten Geschäfte überhaupt.

Fast 3000 Migranten sind dieses Jahr im Mittelmeer ertrunken. Von diesen Toten redet kaumjemand. Stumpfen wir ab?
Diese Gefahr besteht. Menschliche Dramen, die sich weit weg abspielen, können wir wohl besser verdrängen. Mitte November habe ich Asylminister aus Afrika und Europa nach Bern eingeladen, weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass wir die Probleme nur gemeinsam anpacken können. Wir können Afrika nicht alleine lassen. Internationale Organisationen wie das IKRK oder UNHCR kämpfen dafür, dass sie Zugang erhalten zu den libyschen Haftzentren und damit an die Menschen herankommen, die dort unter katastrophalen Bedingungen festgehalten werden. Wir müssen uns aber auch bewusst sein: Ohne eine politische Stabilisierung Libyens wird in Nordafrika keine Ruhe einkehren. Hier ist die internationale Staatengemeinschaft gefordert. Mit Migrationspolitik alleine können wir die enormen Herausforderungen nicht lösen. Libyen braucht eine politische Lösung.

«Europa fehlt eine Afrikastrategie. Man macht mit Afrika Geschäfte und ist froh, wenn nicht zu viele Migranten kommen.»

Wie blicken Sie in die Zukunft?
Die Situation in vielen afrikanischen Staaten ist schwierig. Ich war kürzlich in Niger. Das ist eines der ärmsten Länder der Welt. Gleichzeitig nimmt es hunderttausende Flüchtlinge auf. Die Sicherheitslage dort ist besorgniserregend.

Das lässt sich von der Schweiz aus kaum ändern.
Europa fehlt eine Afrikastrategie. Man macht mit Afrika Geschäfte und ist froh, wenn nicht zu viele Migranten kommen. Durch die Destabilisierung des nordafrikanischen Raums – mit all ihren Folgen – ist Europa erwacht.

Erkennen Sie einen Willen Europas, Stabilität herzustellen?
Das Gaddafi-Regime zu stürzen, war eines. Langsam wird sich Europa der humanitären Katastrophe in Libyen bewusst. Die Destabilisierung Nordafrikas hat nicht nur Folgen für west- und zentralafrikanische Staaten, sondern auch für Europa. Seit Jahren pflegt die Schweiz mit Staaten wie Tunesien oder Nigeria Migrationspartnerschaften. Die afrikanischen Staaten müssen wirksame Grenzkontrollen sicherstellen und ein Asylsystem aufbauen. Wir haben dafür im Rückkehrbereich eine gute Zusammenarbeit. Es ist ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe. Und unser Ansatz macht Schule: Der Begriff «Migrationspartnerschaft» ist nun auch in Europa angekommen.

Sie haben es angetönt, dass Migration aus Afrika auch mit den Geschäften der internationalen Konzerne zusammenhängt. Bedauern Sie, dass ein Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative gescheitert ist?
Der Bundesrat hat auf einen Gegenvorschlag verzichtet. Das Parlament muss nun selber entscheiden, wie es die Anliegen der Initiative aufnehmen will. Fakt ist: 70 Prozent der Bevölkerung, die in extremer Armut lebt, lebt in rohstoffreichen Ländern. Und diese Länder kommen seit Jahrzehnten wirtschaftlich kaum vom Fleck. Für die Menschen dort bedeutet dies, dass sie in ihrer Heimat keine Perspektiven haben.

Das ist ein Problem dieser Staaten.
Nicht nur. Die Schweiz ist sehr exponiert beim Thema Rohstoffe. Über 500 Rohstofffirmen sind hier angesiedelt. Die Schweiz hat deshalb ein grosses Interesse, dass sich unsere Unternehmen an internationale Standards halten.

Sie unterstützen also das Anliegen der Initianten?
Für den Bundesrat geht die Initiative zu weit. Aber wir beobachten die Entwicklung genau und behalten uns vor, gesetzliche Massnahmen zu prüfen, wenn wir sehen, dass Firmen im Auslandgeschäft Umweltstandards oder Menschenrechte verletzen. Der Bundesrat hat zudem bereits vor drei Jahren eine Antikorruptionsbestimmung für Rohstoff-Förderer vorgeschlagen. Diese Firmen sollen offenlegen, wieviel Geld sie ausländischen Behörden bezahlen. Das ist ein Mittel, um Korruption in diesen Ländern zu bekämpfen. Die lokale Bevölkerung soll wissen, wieviel Geld ihre Regierung mit den Bodenschätzen einnimmt. Die Vorlage ist nun im Parlament.

Es ist doch gar nicht möglich, Transparenz herzustellen.
Es ist eine Herausforderung. Andere Staaten verlangen von ihren Unternehmen aber bereits heute Transparenz und Sorgfalt, wenn es um Umweltstandards und Menschenrechte geht. Die Schweiz darf sich dieser Entwicklung nicht verschliessen – und zwar aus eigenem Interesse. Wenn eine Firma in der Schweiz ihren Sitz hat und vom Image und der Infrastruktur unseres Landes profitiert, dann trägt sie auch Verantwortung für den Ruf unseres Landes.

Sie konnten in diesem Jahr wichtige Projekte abschliessen. Die Masseneinwanderungsinitiative (MEI) steht kurz vor der Umsetzung. Was erwarten Sie vom Arbeitslosen-Vorrang?
Wir stehen heute an einem ganz anderen Ort als 2014, als die Bevölkerung über die MEI abgestimmt hat. Die Zuwanderung aus EU/EFTA-Staaten ist 2017 so tief wie noch nie seit der Einführung der vollen Personenfreizügigkeit vor 10 Jahren. Zusätzlich tritt im neuen Jahr der Vorrang für Stellensuchende im Inland in Kraft. Er bietet eine gute Möglichkeit, die Zuwanderung indirekt zusteuern. In Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit sollen Firmen zuerst in der Schweiz geeignete Arbeitskräfte suchen. Ein Beispiel: Beim Service-Personal hatte die Schweiz letztes Jahr eine Arbeitslosenquote von 10,5 Prozent, was sehr hoch ist. Zugleich haben Unternehmen 9000 Personen im Service-Bereich aus Europa neu rekrutiert. Das verstehen die Leute nicht. Wie gut der Arbeitslosen-Vorrang in der Praxis funktionieren wird, hängt wesentlich von der Bereitschaft der Arbeitgeber ab, Stellensuchenden aus dem Inland eine echte Chance zu geben, bevor sie im Ausland rekrutieren. Gefordert sind auch die regionalen Arbeitsvermittler (RAV). Sie müssen innert kurzer Zeit gute Dossiers zusammenstellen. Ist der Wille bei den Kantonen und den Arbeitgebern vorhanden, können wir auf eine positive Art ein wichtiges Anliegen der MEI aufnehmen.

Wie erklären Sie den Menschen, die Kontingente und Höchstzahlen forderten, dass man jetzt ohne diese Massnahmen einen Rückgang der Zuwanderung erreichen will?
Seit den Siebzigerjahren wird die Zuwanderung durch die Bedürfnisse der Wirtschaft gesteuert. Benötigte die Wirtschaft Arbeitskräfte, hat sie sich diese geholt. Brauchte sie keine, ging die Zuwanderung zurück. Politische Massnahmen wie Kontingente bringen wenig. Die Schweiz hatte früher mit Kontingenten teilweise eine höhere Zuwanderung als heute mit der Personenfreizügigkeit. Da verspreche ich mir vom Arbeitslosenvorrang mehr. Bevor unsere Firmen in Berufen mit hoher Arbeitslosigkeit Personen aus dem Ausland holen, sollen sie sich im Inland umschauen. Das ist ein sinnvoller Ansatz.

«Die Initiative wurde mit klarer Absicht lanciert, die SRG zu zerschlagen.»

Die Debatte um die MEI wurde sehr emotional und gehässig geführt, auch weil die Umsetzung nicht der Verfassung entspricht.
Warum war die Debatte teilweise so gereizt? Weil die Initianten bewusst darauf verzichtet haben, die Kündigung der Personenfreizügigkeit zu verlangen. Denn sonst hätten sie die gesamten bilateralen Verträge mit der EU gefährdet. Stattdessen haben sie der Bevölkerung den Fünfer und das Weggli versprochen: Höchstzahlen und Kontingente für die Zuwanderung, aber auch die Weiterführung der Bilateralen. Meine Erwartung ist, dass die Gegner der bilateralen Verträge bei ihrer nächsten Initiative mit diesem Doppelspiel aufhören. Sie sollen glasklar sagen, was sie wollen. Und dann auch die Konsequenzen akzeptieren.

Kommen wir zu einer anderen Initiative, die zwar nicht in Ihrer Zuständigkeit liegt, aber für hitzige Diskussionen sorgt: Die No-Billag-Initiative. Viele spekulieren darauf, dass das Parlament bei einem Ja eine Lösung für die SRG findet. Wurde mit der MEI ein Präjudiz geschaffen?
Es ist tatsächlich in Mode gekommen, dass Initianten die Bevölkerung auffordern, mit einer Initiative ein Zeichen zu setzen und den Leuten vorgaukeln, dass die Initiative ganz harmlos ist. Sobald die Initiative angenommen ist, fordern die Initianten dann aber eine knallharte Umsetzung mit weitreichenden Konsequenzen. So läuft es derzeit auch bei No-Billag. Ich würde bei der No-Billag-Initiative nicht auf eine «kreative Lösung» spekulieren. Die Initiative wurde mit klarer Absicht lanciert, die SRG zu zerschlagen. Fairerweise müssten die Initianten das auch deutsch und deutlich sagen.

Sie halten die Initiative für gefährlich?
Ja. Wir leben in einer direkten Demokratie, in der die Bevölkerung auf unabhängige Informationen angewiesen ist. Die SRG liefert diese Informationen. Sie lässt alle Seiten zu Wort kommen, kritisiert aber auch alle, auch den Bundesrat und mich. Das ist gut so. Wer Meinungsvielfalt und eine unabhängige Information schätzt, sollte deshalb No-Billag ablehnen.

Sind Sie überrascht, dass eine so radikale Initiative auf so viel Zustimmung stösst?
Ich hoffe einfach, die Bevölkerung ist sich bewusst, was No-Billag bedeuten würde: Es wäre nicht einfach eine kleine Verschiebung innerhalb des Mediensystems, betroffen wäre mit der SRG ein zentraler Pfeiler unseres Landes.

Die SRG ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Gleichzeitig bricht den Privaten das Geschäftsmodell weg. Muss die SRG nicht zurückgestutzt werden?
Bei einem Ja zu No-Billag würde es den privaten Medien nicht besser gehen. Die Werbegelder, die heute zur SRG fliessen, würden nicht einfach auf die Privaten übergehen. Profitieren würden vor allem ausländische Fernsehstationen, nicht Schweizer Zeitungen. Das nützt niemandem in der Schweiz.

Würden Sie bei einem Nein Hand bieten, die SRG zu redimensionieren?
Bundespräsidentin Doris Leuthard hat bereits ein neues Mediengesetz angekündigt und in Aussicht gestellt, dass sich die SRG stärker von den kommerziellen Angeboten unterscheiden soll. Von den Gebühren profitiert aber schon heute nicht nur die SRG. Auch private Radio- und Fernsehstationen erhalten einen Anteil. Sie würden bei einem Ja zu No-Billag arg unter die Räder kommen. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, in welch schwierigen Situation Printmedien heute sind. Das ist aber nicht die Schuld der SRG. Unser Medienkonsum hat sich verändert. Immer weniger Leute abonnieren eine Zeitung. Ich bin deshalb gern bereit, über eine zeitgemässe Form der Unterstützung für die Medien nachzudenken, wenn dies Medienvielfalt und Qualität sichert. Voraussetzung dafür ist aber, dass sich die Medienhäuser untereinander einig sind.

Das heisst, der Staat soll einspringen?
Wir sind erst am Anfang der Diskussion. Deren Ergebnis will ich nicht vorwegnehmen. Die Vorstellungen, wie eine sinnvolle Unterstützung aussehen könnte, gehen noch weit auseinander.

Seit Sie das EJPD übernommen haben, sind Sie eine Reform des Zivil- und Familienrechts nach der anderen angegangen: Unterhalt- und Sorgerecht, Adoptionsrecht, bald steht auch noch das Erbrecht an. Sind die Schweizer Gesetze derart veraltet?
Das Zusammenleben, die Gesellschaft hat sich stark verändert. Noch in meiner Kindheit war Homosexualität ein Tabu. Das Leben im Konkubinat war in manchen Kantonen verboten. Unsere Gesetze waren auf die traditionelle Familie ausgerichtet. Heute kennen wir eine grosse Vielfalt von Formen des Zusammenlebens: Viele Menschen leben im Konkubinat, wir haben alleinerziehende Mütter und Väter, Regenbogen- und Patchwork-Familien. Das Recht muss diese Vielfalt zulassen und abbilden. Wenn das nicht gelingt, leiden die Betroffenen darunter: das Kind oder auch einer der beiden Partner. Deshalb haben wir das Familienrecht in den letzten Jahren Schritt für Schritt dem Alltag der Menschen angepasst.

Wo gibt es noch Handlungsbedarf?
Das Parlament diskutiert derzeit die Ehe für alle. Bereits 15 Länder in Europa haben diese eingeführt.Mir ist in dieser Diskussion eines wichtig: Mit einer Ehe für alle würden wir niemandem etwas wegnehmen. Heterosexuelle Paare können wie bisher heiraten. Neu könnten es aber auch homosexuelle Paare tun.

Die alternierende Obhut erweist sich als Schönwetterkonstrukt. Die Gerichte sprechen die Kinder den Müttern zu. Ist die Schweiz in dieser Beziehung ein rückständiges Land?
Wenn wir die Teilzeitarbeit der Väter anschauen, sind wir tatsächlich rückständig. Wenn ein Kind zur Welt kommt, kümmert sich nach wie vor hauptsächlich die Mutter. Sie arbeitet häufiger Teilzeit. Väter bekommen bei der Geburt nur einen Tag frei. Zum Vergleich: Zum Heiraten sind es zwei. Ob die heutige Situation noch zeitgemäss ist, darüber werden das Parlament und die Bevölkerung noch diskutieren.

«Wenn nur noch eine Frau im Bundesrat sitzt, kann doch niemand sagen, das Gremium bilde die Bevölkerung richtig ab.»

Für die Väter, die von den Gerichten weniger Zeit für die Kinder zugesprochen bekommen, ist das ein schwacher Trost.
Es dauert immer, bis das Recht auch in der Praxis ankommt. Der Gesetzgeber war bei der Frage des gemeinsamen Sorgerechts und der alternierenden Obhut klar: Das Gericht muss schauen, was das Beste für das Kind ist. Und am besten ist nun mal oft ein regelmässiger Kontakt zu beiden Elternteilen. Die Gerichte sollen deshalb bei einer Trennung die alternierende Obhut auch dann prüfen, wenn sich ein Vater vor der Trennung im Alltag nur wenig um das Kind gekümmert hat. Sonst wird ein Mann nach der Trennung einfach zum Zahlvater. Aber die Frage, wer die Kinder betreut, sollte sich eigentlich nicht erst bei einer Trennung stellen. Beim Bund haben wir eine Regelung, dass Väter und Mütter nach der Geburt eines Kindes ihr Pensum um zwanzig Prozent reduzieren, ihre Funktion aber behalten können. Bei der Bundesverwaltung gilt die Ausrede nicht mehr, dass der Mann gerne reduzieren möchte, aber nicht kann.

Wieso ist dies dann nicht die Regel?
Ich höre einfach oft, dass Väter angeben, sie hätten Angst, benachteiligt zu werden.

Dass sie in ihrer Karriere nicht weiterkommen?
Ja. Aber das ist genau das, was Frauen seit Jahren erleben.

Was ist denn die Lösung?
Wenn Väter einfordern, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können, heisst das ja nicht, dass sie den Beruf nicht mehr ernst nehmen. Je mehr Väter Teilzeit arbeiten, desto weniger ist es ein Problem.

Die Realität sieht anders aus. Anforderungen an vielen Arbeitsplätzen sind heute so hoch, dass Familie und Beruf nur schwer zu vereinbaren sind.
Wenn eine Person Beruf und Familie alleine unter einen Hut bringen muss, ist das schwierig. Aber auch bei Paaren liegt die Hauptlast meist bei der Mutter. Und es stimmt, die Arbeitswelt ist noch nicht darauf eingestellt, die beiden Aufgaben miteinander in Einklang zu bringen. Dabei funktioniert das bei Abwesenheiten für den Militärdienst auch.

Wenn wir von Gleichberechtigung sprechen. Brauchen Unternehmen Lohnkontrollen?
Der Bundesrat will keine staatlichen Kontrollen. Er setzt auf die Eigenverantwortung der grossen Unternehmen. Diese sollen ihre Löhne selber anschauen und allfällige ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern transparent machen. Seit 36 Jahren steht die Lohngleichheit in der Bundesverfassung. Da können wir nicht akzeptieren, dass Frauen immer noch weniger verdienen, nur weil sie eine Frau sind. Eine Frau verdient heute im Durchschnitt 7000 Franken pro Jahr weniger als ihr männlicher Kollege. Und das bei gleicher Qualifikation und Leistung. Der Bundesrat hat deshalb einen pragmatischen Vorschlag gemacht, der ganz ohne Strafen und Bussen auskommt.

Der Vorschlag ist im Parlament umstritten.
Nach dem Nein der Bevölkerung zur AHV-Reform wird nun hoffentlich niemand im Parlament die Bedeutung der Lohngleichheit unterschätzen. Der Bundesrat will das Rentenalter von Frauen auf 65 Jahre angleichen. Frauen sind jedoch nicht bereit, länger zu arbeiten, wenn sie nicht endlich gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Das hat die Analyse zur AHV-Abstimmung gezeigt. Darum ist die Lohngleichheit auch für das AHV-Dossier so wichtig.

Das zweite umstrittene Thema ist die Frauenquote.
Die Realität sieht heute so aus: Neun von zehn Geschäftsleitungsmitgliedern der grössten Schweizer Firmen sind Männer. Und wir wissen, dass Männer oft Männer nachziehen, wenn es um Neubesetzungen in den Chefetagen geht. Der Bundesrat will hier ein Umdenken fördern. Deshalb gibt er den grossen Unternehmen Ziele vor – nicht starre Quoten. Wenn die Unternehmen es nach einer Übergangsfrist von 10 Jahren nicht geschafft haben, dass wenigstens 2 von 10 Geschäftsleitungsmitgliedern Frauen sind, sollen sie die Gründe dafür nennen. Strafen oder Bussen gibt es auch hier keine. Der Bundesrat will nur Transparenz schaffen. Wieso das so umstritten ist, ist mir rätselhaft.

Bald sind Sie vielleicht die einzige Frau im Bundesrat.
Ich hoffe nicht, dass es so weit kommt. Der Bundesrat sollte die Bevölkerung abbilden. Das ist der Kerngedanke der Zauberformel. Wenn nur noch eine Frau im Bundesrat sitzt, kann doch niemand sagen, das Gremium bilde die Bevölkerung richtig ab.

Madeleine Albright, die erste US-Aussenministerin, sagte kürzlich auf CNN, sie sei zwar nie sexuell belästigt worden. Doch die unzähligen Male, als sie die einzige Frau im Raum war, habe sie sich viel gefallen lassen müssen. Teilen Sie diese Erfahrung?
Ja, absolut. Wir hatten für eine kurze Zeit im Bundesrat eine Frauenmehrheit. Während dieser Zeit hat sich die Geschlechterfrage kaum je gestellt. Der Umgang zwischen Frauen und Männern wird dann zum Thema, wenn die Frauen in einem Gremium massiv untervertreten sind. Die #MeToo-Debatte ist sehr, sehr wichtig. Aber sie wird an Kraft verlieren, wenn es nicht gelingt, über die tieferen Ursachen zu reden.

Das heisst?
Wenn Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer, nur weil sie eine Frau sind, steckt doch letztlich die Aussage dahinter, dass Frauen weniger wert sind. In solch einem Umfeld kommt es viel eher zu Belästigungen. Auch dass Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft kaum vertreten sind, hat einiges mit #MeToo zu tun.

«Die #MeToo-Debatte ist sehr, sehr wichtig. Aber sie wird an Kraft verlieren, wenn es nicht gelingt, über die tieferen Ursachen zu reden.»

Gilt dasselbe für die Politik?
Ja. Wo Geld und Macht einseitig in Männerhand sind, sind Sexismus und Belästigung von Frauen an der Tagesordnung. Das gilt nicht nur für die Politik, sondern ebenso für die Wirtschaft oder zum Beispiel für die Filmindustrie.

Im Parlament arbeiten starke Frauen, die sich wehren können.
Ja, klar arbeiten dort starke Frauen. Und sie wehren sich ja auch. Doch das braucht Mut. Denn auch ihnen passiert das, was häufig Teil des Sexismus ist: Männer versuchen die Dinge herunterzuspielen, einige machen sich sogar lustig darüber oder man wirft den Frauen vor, sich nicht frühzeitig gewehrt zu haben …

… oder sich aufreizend gekleidet zu haben.
Das ist ein bekanntes Muster. Frauen seien selber schuld an den Übergriffen.

Die SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz hat sich gewehrt, wurde von der eigenen Partei aber zurückgepfiffen und kritisiert. Das entmutigt Frauen, sich öffentlich zu wehren.
Das ist einer der Gründe, warum sich viele Frauen nicht äussern. Sie befürchten, dass sie am Schluss noch angeschuldigt werden. Deshalb müssen wir darüber sprechen, welche Strukturen und Rollenbilder hinter #MeToo stecken.

Frauen der #metoo-Bewegung sind «Person des Jahres»

Video: srf

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140
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    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 30.12.2017 00:29
    Highlight Ja, wenn das mit der Frauenquote nicht klappt, setzt man auf die Sexismus-Debatte. Mich selber interessiert herzlich wenig, was meine Arbeitskollegin verdient. Solange ich für mich zufrieden bin, soll sie mehr verdienen. Ist mir egal. Und das mit Afrika hatten wir schon x mal....Geld können wir dort zu Millionen bringen. Aber was wirklich was nützt, wäre eben Sache der Politiker, und selbstverständlich auch der Politikerinnen!
    4 0 Melden
  • DieRoseInDerHose 28.12.2017 23:50
    Highlight Ich bin regelrecht schockiert über die Kommentare hier!

    Was die Sexismus-Debatte angeht brauchen wir - wenn diese Kommentarspalte eine repräsentative Reflexion der Schweizer Durchschnittsmeinungen ist - länger als bisher angenommen! Pauschal gegen Frauen zu schiessen liegt anscheinend im Trend. Fühlen sich einige angegriffen, in die Enge getrieben?

    Ich habe den Geschlechter-Krieg echt satt. Liebe Männer, die Ihre Frauen, Töchtern oder Freundinnen unterstützten: Dankeschön! Gemeinsam können und werden wie diese, in vorherigen Kommentaren als "Arschlöcher" bezeichneten Personen bekämpfen.
    3 10 Melden
    • DieRoseInDerHose 30.12.2017 11:42
      Highlight Naja, also mir ist nicht bekannt, dass Frauen jeweils vergewaltigt werden wollen. D.h, der Täter (kann auch w. sein, ist aber unüblicher) ist klar bestimmt. Sündenböcke gibt es nicht, nur Täter.

      Beim Lohn auch, ich denke nicht, dass Frauen nach weniger fragen.

      Es steht also ausser Frage wer die Schuld trägt. Ausser Sie wollen sie auf das Opfer projizieren u. es zum Täter machen. Also verstehe ich nicht, warum Sie und andere den Täter verteidigen u. das Opfer angreifen.

      Weil Sie sich als Mann allg. angegriffen fühlen? O. ist es Neid auf angeblich "eigene Bevorzugung", wie Sie sagen? *


      1 2 Melden
    • DieRoseInDerHose 30.12.2017 11:52
      Highlight * Wenn dies so ist, möchte ich nochmals betonen, dass dies kein Geschlechterkampf ist oder sein sollte. Es ist ein Kampf gegen Täter. Für Frauen, die Männer pauschal betrachten, möchte ich mich entschuldigen. Denn das kann ich getrost bestreiten - dank meinen supertollen männlichen Kollegen und Freunden. 🤗

      1 0 Melden
    • DieRoseInDerHose 30.12.2017 11:53
      Highlight Ps: also wenn Sie mir immer noch nicht zustimmen können, Herr Peter, dann sind sie halt auch ein.. ja Sie können sich es ja zusammenreimen. 😇
      1 0 Melden
  • hello world 28.12.2017 13:34
    Highlight Gutes Interview, tolle Frau!
    20 34 Melden
  • kularing 28.12.2017 12:55
    Highlight Wer sich wirklich für die sexismus Debatte interessiert, liest diesen Artikel.
    Köppel formuliert die klarsten Gedanken zu Thema:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-50/artikel/affentheater-die-weltwoche-ausgabe-502017.html

    Viel Spass beim lesen.
    23 25 Melden
    • Fabio74 28.12.2017 17:34
      Highlight Um Gottes Willen
      6 13 Melden
  • einmalquer 28.12.2017 12:07
    Highlight Sommaruga hat Recht, das sieht man vor allem bei den Kommentaren ihrer Gegner.

    Frauen haben die Männer schon lange überholt, bildungsmässig sind Frauen den Männern überlegen (siehe Maturität, Universitäten).

    Auch das sieht man in den Kommentarspalten.

    Und trotzdem werden sie von der Wirtschaft benachteiligt. Die Löhne sind tiefer, Führungspositionen bekommen sie (fast) nie.
    19 51 Melden
    • Dä_Dröggo 28.12.2017 12:47
      Highlight Eine "verweiblichte" Pädagogik scheint da wohl keine Rolle zu spielen was?

      Wie oft erfuhr ich eine generelle Bevorzugung von Mädchen in Schulen, da brav und unauffällig.

      Wie oft erfuhr ich eine generelle Abstemplung von Jungen, da wild und laut.

      Gerade während den prägenden Jahren der Primarschule sind wesentlich mehr Frauen in den Lehrberufen vertreten als Männer.

      Männerquote? Eher nein. Es herrscht Generalverdacht auf Kinderschändung.

      Zieht sich der "Jungs schlecht, Mädchen gut" Mist durch die gesamte Gesellschaft, ist es Zeit eine angepasste Pädagogik zu schaffen.
      39 12 Melden
    • einmalquer 28.12.2017 13:13
      Highlight Wirklich jetzt ?

      Verweiblichte Pädagogik ?

      Damit das nicht passieren kann, entziehen wir den Müttern die Kinder gleich bei der Geburt und geben sie den Männern.

      Einen "Jungs schlecht, Mädchen gut Mist" gibt es nicht.

      Und was ist eine angepasste Pädagogik ? Ohne Männer, da Generalverdacht, ohne Frauen da verweiblicht ? Kinder einfach unter sich ?
      8 28 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 14:08
      Highlight @einmalquer:
      Wenn die Frauen die Männer bildungsmässig überholt haben, und dieser Umstand als verdiente Leistung betrachtet wird, warum dann, ist die Tatsache, dass die Männer in Führungspositionen die Frauen überflügeln keine verdiente Leistung, sondern aber eine Diskriminierung der Frau?
      Oder andersrum gefragt:
      Wenn es Sexismus ist, dass die Männer in Führungspositionen übervertreten sind, warum ist es dann kein Sexismus, wenn Frauen bei der Vergabe von Bildungstiteln überproportional berücksichtigt werden?
      27 11 Melden
    • einmalquer 28.12.2017 14:42
      Highlight Bildungstitel muss man sich erarbeiten, Führungspositionen selten, da zählen Netzwerke die sich Männer - weil ohne Mehrfachbelastung (Kinder, Haushalt, Beruf etc) - besser erarbeiten können.

      Und dann sind sie wahrscheinlich auch besser im schleimen, wenn eine Führungsposition in Aussicht steht.
      6 19 Melden
    • Lavamera 28.12.2017 14:49
      Highlight Bildungstitel werden neutral gemacht. Ein Papier urteilt nicht. Die Prüfungen sind meistens auch anonym (mit Nummern gekennzeichnet). Bei Bewerbungen und Wahlen entscheidet schlussendlich Sympathie (bei gleicher Qualität wird der Mann meist vom Mann und auch Frau bevorzugt.)
      Auch wir Frauen müssen umdenken und uns Frauen in Chefpositionen gewöhnen.
      6 3 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 16:38
      Highlight @einmalquer
      Netzwerke erarbeiten ist auch eine Leistung. Und sich einschleimen scheint allenthalben eine karrierefördernde Verhaltensweise zu sein, die sich übrigens jede selbst aneignen kann.
      Du weichst aus, in sexistischer Weise, nota bene.
      Wenn eine Ungleichverteilung der Geschlechter ein Zeichen für Sexismus ist, dann müssen beide Geschlechter von Sexismus betroffen sein können. Andernfalls wäre dies eine sexistische Betrachtung.
      13 3 Melden
    • Mutzli 28.12.2017 16:40
      Highlight 1/2@Haiderfroh Gerade die Tatsache, dass Frauen tendenziell besser ausgebildet, aber in Führungspositionen untervertreten sind sollte zu denken geben. Natürlich kann es im Einzelfall Gründe geben wieso z.B. ein weniger gut ausgebildeter Kandidat einer besser gebildeten Kandidatin vorgezogen wird. Auf die schiere Masse rausgezoomt sollten solche Spezialfälle allerdings nicht mehr allzu statistisch signifikant sein und eigentlich im besten Fall ein Gleichgewicht erreicht sein. Da es jedoch immer noch ein krasses Übergewicht zugunsten der Männer gibt, zeigt das hier was im Argen liegt.
      7 10 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 16:44
      Highlight @Lavamera
      Wie süss: "Papier urteilt nicht." Das ist an Naivität kaum noch zu toppen. Papier ist bekanntlich geduldig und nimmt alles an.
      Die Geschlechterquoten unter den Maturanden und unter den Hochschulabsolventen sind ganz klar das Produkt der intensiven und explizit propagierten Frauenförderung der letzten 20 Jahre.
      Ich meine: Frauenförderung = Männerdiskriminierung. Denn wer nicht gefördert wird, der ist benachteiligt.
      13 6 Melden
    • Mutzli 28.12.2017 16:45
      Highlight 2/2 Im übrigen kann keine Rede davon sein, dass "Frauen bei der Vergabe von Bildungstiteln überproportional berücksichtigt werden". Im Gegensatz zu Beförderungen und Jobsuche, sind das Erreichen und die Vergabe von Bildungsgraden an objektive Kriterien geknüpft, wie z.B. zig Prüfungen, Master und Doktorarbeiten etc.

      Der einzige Ort wo hier Sexismus zu Ungunsten der Männer ins Spiel kommt, ist das gewisse Faktoren die im Akademischen sehr nützlich sind trad. weiblich kodiert werden, wie intensives Arbeiten etc., während Männern gerne eingeimpft wurde sie sollten alles schon besser wissen.
      5 10 Melden
    • einmalquer 28.12.2017 20:22
      Highlight Es ist nur rein theoretisch eine Entscheidung der Familie, wer nach einer Geburt weiter arbeitet und wer für das Kind sorgt.

      Denn Kinder haben heisst auch, dass mehr Kosten anfallen, deshalb wird meist der Mann, weil lohnmässig bevorzugt, weiter arbeiten.

      Erst wenn die Lohn- und Chanchengleichheit hergestellt ist, erst dann ist eine freie Entscheidung möglich.

      Auch erst dann, wenn Männer nicht mehr gefeiert werden wie Helden, weil sie Windeln wechseln, während Frauen aus der Öffentlichkeit verbannt werden, weil sie stillen.
      5 4 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 22:28
      Highlight @Mutzli: Die Diskrepanz zwischen der schulisch besseren Leistung der Frauen und den höheren Karrierechanchen der Männer ist doch eher ein Hinweis darauf, dass es richtigerweise heisst: Für die Schule lernt man, nicht für das Leben. Es hat also rein gar nichts mit Geschlechterdiskriminierung zu tun. Und wenn doch, dann wären die Männer in den Schulen benachteiligt und die Frauen in der Karriere. Doch die Emanzengleichung: Ungleichverteilung = Diskriminierung ist grundfalsch.
      Sonst wären ja die Reichen eine diskriminierte Minderheit. Einfach nur, weil sie mehr Steuern zahlen als alle andern.
      4 3 Melden
    • Lavamera 29.12.2017 10:20
      Highlight @haiderfroh als ich damals die Matura war das Geschlecht so was von egal. Jeder der wollte und bestand konnte gehen egal wie er aussah. Die Frauen vs. Männer Debatte kommt erst bei der Berufssuche auf und nicht bei der Bildung.
      2 3 Melden
    • Haiderfroh 29.12.2017 21:30
      Highlight @Lavamera
      Schön für Dich. Das war aber nicht immer so. Es gab Zeiten, da gab es unter den Maturanden deutlich weniger Frauen als Männer. Noch akzuentierter war es bei den Studenten an den Universitäten. Und es gab Zeiten, da gab es gar keine weibliche Studenten.
      0 1 Melden
  • Quacksalber 28.12.2017 11:23
    Highlight Ziemlich naiv ist, wer immer noch glaubt, dass Qualifikation in die GL und VR der Unternehmen führt. Viel eher „qualifizieren“ Fähigkeiten wie Vernetzen und „Strippen ziehen“.
    31 4 Melden
    • lichtler 28.12.2017 12:34
      Highlight Ja genau. In der Schweiz gibt es zwar wenig Korruption dafür einen grossen Filz.
      17 5 Melden
  • FrancoL 28.12.2017 11:13
    Highlight Ein Riesen Geschätzt mit dem Prädikat "die Qualität soll obsiegen" wird da im Netz losgetreten.
    Qualität ist nun mal nur ein Teil der Bedingungen um einen Job zu bekommen, andere sind immer noch die Chemie und die Empfehlungen.
    Nur so kann ich mir erklären wieso dass in vielen Firmen die Kaderebene auch mit sehr fragwürdigen Personen besetzt ist und vor allem wieso dass "Ellbögeln" immer noch Trumpf ist.
    Es wäre wünschenswert dass die Qualität obsiegt, aber zur Zeit tut sie es nun mal ganz sicher nicht. Erinnere zB auch an die Bestzungen der Lehrstühle an den UNIs.
    28 7 Melden
  • Caballero 28.12.2017 11:07
    Highlight Wenn ich die Kommentare so lese dann wird es mir als Frau speiübel.. "die alte Frau.."; "schlimmes Foto von ihr.."; "Solange Frauen ihr Geld durch ihre körperlichen Vorzüge verdienen..." usw. Diese Aussagen treffen mich als Frau persönlich, auch wenn sie nicht direkt an mich gerichtet sind. Sie bestätigen, dass diese Meetoo-Bewegung dringendst notwendig ist und ein Umdenken in der Gesellschaft statt finden muss. Das beginnt bspw. bei solch Kommentaren, die bei einer derartigen Diskussion nichts zu suchen haben.
    37 46 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 12:12
      Highlight ja arschlöcher gibt es, mir als mann geht es aber gewaltig auf den zeiger, dass das als gesellschaftliches problem gesehen wird. und die ganze diskussion bringt nix, weil arschlöcher nunmal arschlöcher bleiben. das einzige das man wirklich tun kann, ist das selbstvertrauen zu stärken und das fell zu verdicken. fühlen sie sich nicht angegriffen, tönt einfach, ist es aber nicht. meiner meinung nach aber die einzige praktikable lösung, zumindest bis es hirn regnet. nicht ideal, aber besser als eine extremisierte mann/frau gesellschaft, die diese ganze metoo diskussion herbeiführt.
      10 15 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 12:12
      Highlight Ja Sie weisen zu recht auf diese Umschreibung hin, Umschreibungen die zB bei gleichem Thema Diskriminierung "Mann / Mann" nicht so vorkommen. Auch das Thema Qualität wird eher häufiger beim Vergleich Frau / Mann eingebracht und bei anderen Vergleichen eher runter gespielt.
      Bei der Aussage: "Solange Frauen ihr Geld durch ihre körperlichen Vorzüge verdienen..." können Sie es locker nehmen, das ist eine Disqualifikation für Männer die dies tun und zeigt auch wieder dass diese Männer nichts von Qualifikation halten und andere Männer damit diskriminieren.
      5 13 Melden
    • Mutzli 28.12.2017 12:30
      Highlight @rauchzeichen So ein Schmarrn, Menschen existieren nicht in einem Vakuum und die Gesellschaft ist nicht einfach ein unveränderlicher Fels. Man kann sich schon nur ansehen, wie weit wir bzgl. Gleichberechtigung und Geschlechterrollen in den letzten 30 Jahren gekommen sind.

      Wenn man alles auf vage definierte Arschlöcher schiebt, stiehlt man sich aus der Verantwortung. Gerade bei MeToo geht es ja darum, solche Exemplare mit ihrem Verhalten zu konfrontieren und wenn der Rest mitzieht wird ein deutliches Signal gesendet, was akzeptiert ist und was nicht. So kommts zu Änderungen.
      13 6 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 13:08
      Highlight aber sicher zieh ich mich aus der verantwortung! wie hätt ich den das ganze anders formulieren sollen, als mit vagen arschlöchern? alle männer? einige? wenige? aber es gibt ja auch die misshandelnde frau. da ist arschloch gar nicht so schlecht oder? zumindest erscheints mir differenzierter als die ganze diskussion von mann gegen frau. jep, genau, der diskurs kann eine gesellschaft formen, und deswegen, seid euch einfach der gefahr dieser extremisierten diskussion bewusst...
      7 9 Melden
    • Caballero 28.12.2017 14:09
      Highlight @Rauchzeichen. Mein Selbstvertrauen stärke ich damit, dass ich den Mut dazu habe, Arschlöchern zu sagen, dass sie bei mir keine Akzeptanz finden, sowie ich dasselbe bei Belästigungen gegen mich tue. Auch ich bin es Leid, mich jedes mal wehren zu müssen. Solange dies jedoch nötig ist, weil ein Teil der Gesellschaft das Thema nicht ernst nimmt und damit weiterhin Belästigungen oder Aussagen wie die Aufgezeigten toleriert, werde ich mich weiterhin gegen solche Aussagen/Menschen zur Wehr setzen.
      14 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 14:37
      Highlight 👏👍👏
      4 5 Melden
    • DieRoseInDerHose 28.12.2017 23:18
      Highlight Go Caballero, ich kann jede deiner Aussagen zu 100% so unterschreiben! Bravo 👏🏽
      3 3 Melden
    • rauchzeichen 30.12.2017 15:33
      Highlight ja cabarello, ich bin grundsätzlich einig mit dir. aber wieso triffts dich, wenn irgendwer irgendwo vor seinem rechner sommaruga eine alte frau nennt? wobei das ja nicht mal gelogen ist, je nach alter des verfassers und dessen definition von alt. was berechtigt dich, deine altersdefinition ihm aufzudrücken?

      was ich eigentlich nur sagen will ist, dass die ganze debatte sich zu einer farce mit festgefahrenen positionen entwickelt hat. und das wort sexismus ist mittlerweile derart überladen worden, dass es an härte verliert. was schade ist, da „echter“ sexismus ernst zu nehmen ist!
      1 1 Melden
  • el lobo 28.12.2017 10:30
    Highlight die alte frau denkt immer noch frauen seien besser als männer.
    dabei sind wir alles MENSCHEN
    (sieht man ja schon heute, bei frauen in hohen machtpositionen)
    ...verblendeten ideolog*inn...
    52 55 Melden
    • Fabio74 28.12.2017 12:24
      Highlight Anstand und Respekt hast du auch nie gelernt?
      Warum muss man Sommaruga als alte Frau betiteln?
      24 30 Melden
    • lichtler 28.12.2017 12:35
      Highlight Wieso die Betonung auf alt?
      16 19 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 14:01
      Highlight @Fabio74:
      Sommaruga ist 56 Jahre alt. Gemäss Bundesamt für Statistik zählt sie damit zu den Alten.
      Die Grenze liegt bei rund 42 Jahren. Das ist das Medianalter in der Schweiz. D. h. die Hälfte der Bevölkerung ist jünger oder gleich 42 Jahre alt. Das sind die Jungen. Und die andere Hälfte ist älter als 42 Jahre. Das sind die Alten.
      Es ist also sachlich korrekt, Sommaruga als "alte Frau" zu bezeichnen.
      Darüber hinaus verrät Deine Empörung darüber, Deine altersdiskriminierende Attitüde. Es ist nämlich alles andere als eine Schande, alt zu sein.
      16 16 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 14:40
      Highlight @haiderfroh im Land der Definitionen, die hier nichts zur Sache bringen, denn der Text war despaktierlich formuliert.
      4 8 Melden
    • Burdleferin 28.12.2017 16:15
      Highlight Es geht Fabio bestimmt darum, dass es typisch und sexistisch ist „alte Frau“ als Beleidigung loszulassen. Frauen verlieren für Sexisten mit dem Alter ihren Wert.
      7 10 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 16:34
      Highlight @mia
      Wenn Fabio das auch so empfindet, dann ist Fabio ebenfalls ein Sexist.
      Das Alter ist ein Privileg. Und als Alte wird man ganz besonders privilegiert behandelt.
      7 3 Melden
    • Fabio74 28.12.2017 22:17
      Highlight @haider: DAs Alter von Sommaruga ist irrelevant. Hier benutzt man es einfach abewertend. Typisch rechtsnational eben, man haut auf die Frau rein, die das neue Feindbild ist nachdem Widmer-Schlumpf weg ist
      Und hör gefälligst auf. mir irgendwelchen Schwachsinn zu unterstellen.
      1 6 Melden
    • Haiderfroh 28.12.2017 22:29
      Highlight @Fabio
      Nein, das Alter von Sommaruga ist nicht irrelevant. Als Bundesrat darf nur gewählt werden, wer das 18. Altersjahr vollendet hat.
      3 3 Melden
  • Z&Z 28.12.2017 10:04
    Highlight "Wir hatten für eine kurze Zeit im Bundesrat eine Frauenmehrheit. Während dieser Zeit hat sich die Geschlechterfrage kaum je gestellt. Der Umgang zwischen Frauen und Männern wird dann zum Thema, wenn die Frauen in einem Gremium massiv untervertreten sind." Na das lässt aber auch Interpretationsspielraum offen. Ich bin mit diversen Punkten nicht einverstanden, respektive verklärt die Frau Bundesrätin diverses zu simpel. Vieles hat komplexe Gründe, weshalb es so ist. Z.B. Lohngleichheit, oftmals wird nicht alles berücksichtigt, wenn man sagt, der verdient soviel und sie nur soviel.
    28 13 Melden
  • Haiderfroh 28.12.2017 09:44
    Highlight "Sexismus häuft sich, wo Macht einseitig bei Männern liegt" ist eine sexistische Aussage, die jeder Grundlage entbehrt.
    93 46 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 10:44
      Highlight Welche Grundlage stützt Ihre Aussage?
      33 36 Melden
    • Hashtag 28.12.2017 10:44
      Highlight Falsch die entbehrt nicht jeder Grundlage. Sie sollten sich vielleicht mal ein wenig mit Stereotypen, Rollenbildern und der damit verbundenen Wahrnehmung von Leistung und Kompetenz beschäftigen, bevor sie hier eine Aussage machen, die jeder Grundlage entbehrt.
      25 32 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.12.2017 11:08
      Highlight Man müsste Nachweisen, dass sich Sexismus nicht häuft, wenn die Macht einseitig bei Frauen liegt.
      20 7 Melden
    • Herr Ole 28.12.2017 11:43
      Highlight Falsch, die Aussage stimmt. Sie hat einfach nicht erwähnt, dass dasselbe geschieht, wenn die Macht einseitig bei Frauen liegt, da das hier praktisch nie vorkommt.
      16 9 Melden
    • Mutzli 28.12.2017 12:35
      Highlight @R.E.Retikulum Da wir immer noch in einer Gesellschaft leben, in der Männer eine relativ privilegierte Position besitzen, ist es nur richtig wenn Frau Sommaruga über den hiesigen ist-zustand spricht. Das umgekehrte habe ich selbst auch mal erlebt, aber war immer noch Teil des Systems.

      Arbeit mit Kindern in einem anderweitig rein weiblichen Team -> Der Mann kann nichts, da Mann. Nur Frau kann mit Kindern, weil emotional. War also auch nur konsequent angewandter Mainstream Sexismus der im Grossen und Ganzen uns Männern zu gute kommt.
      11 5 Melden
    • Gähn on the rocks 28.12.2017 22:29
      Highlight haha. wie z.b. diese fehlende grundlagenaus jüngster geschichte:

      strauss-kahn
      buttet
      berlusconi
      trump
      putin
      usw
      usw
      2 5 Melden
  • poga 28.12.2017 09:20
    Highlight Ich wünschte mir nur ein einziges Mal in so einem Interview eine Aussage, was die Frauen den anders machen könnten. Nur irgendeine kleine Idee. Ob dritte Welle Feminismus, linke Politiker oder allgemein alle die sich in diesen Milieus bewegen. Dabei soll mir mal jemand folgende Frage beantworten. Wenn alle ausser den Frauen die Welt für die Frauen bauen sollen, wie soll diese den jemals frei sein, wenn es immer an den anderen liegt, dass diese Welt existiert.
    37 16 Melden
    • Herr Ole 28.12.2017 11:47
      Highlight Die Frauen könnten sich natürlich weigern, Kinder zu bekommen, da erwiesen ist, dass der Wage Gap nur Frauen mit Kindern betrifft. Das widerspricht aber der Biologie.

      Das Problem ist halt, dass man mit mehr Macht auch mehr gestalten kann, und die Macht liegt doch ganz klar bei Männern.
      9 15 Melden
    • poga 28.12.2017 12:03
      Highlight Herr Ole Ja und Nein. Aber okay nehmen wir mal an, dass die Macht nur bei den Männern liegt. Ich würde da halt immer noch fragen was der Feminismus gedenkt zu machen, um dies zu ändern. Da kommt nichts. Würde es heisen, in 15 Jahren ist jede Frau selber für Ihre finanzielle Situation verantwortlich. Dafür müssen wir noch (......) ändrrn, könnte ich etwas damit anfangen. Stattdessen heist es die Männer müssen den Frauen Ihre Welt bauen. In meinen Augen bildet das eine unglaublich grosse Abhängigkeit. Welche die Frau noch viel schwächer macht.
      10 10 Melden
    • Herr Ole 28.12.2017 12:17
      Highlight Nicht nur, und auch nicht bei "den" Männern. Bei einigen Männern und fast keinen Frauen. Frau Sommaruga z.B. hat gewisse Macht und wie wir sehen, tut sie auch was, indem sie die Wirtschaft, die die Leute nun mal bezahlt, zum Handeln zwingt (wenn auch sehr sachte).
      Das Problem greift allerdings tiefer. Erstens ist die Struktur "Männer arbeiten, Frauen kümmern sich um Kinder" tief in unsere Gesellschaft eingegraben. Zweitens liegt die Macht, wir bereits erwähnt, bei Männern, die ihnen ähnliche Männer nachziehen. Der Feminismus erhebt dagegen die Stimme, und das ist gut so.
      10 8 Melden
    • Mutzli 28.12.2017 12:42
      Highlight @poga Falls es Sie tatsächlich interessiert: Lesen Sie mal vollständig mehr Interviews mit FeministInnen, wird sehr oft darüber gesprochen, was Frauen tun können und könnten um ihre Situation zu verbessern. Oder z.B. Statements und Positionspapiere von Frauenorganisationen und Frauensektionen der Parteien lesen.

      @Herr Ole Etwas wo ich leicht widersprechen muss, ist, dass auch viele Frauen ein sexist. Weltbild verinnerlicht haben und weitergeben. Sieht man ziemlich krass bei der Beschneidungsthematik. Ändert absolut nichts dran, dass das System immer noch hauptsächlich Männern zugute kommt.
      5 8 Melden
    • poga 28.12.2017 12:42
      Highlight Du bist gerade gar nicht auf mein Argument eingegangen.
      5 3 Melden
    • poga 28.12.2017 12:56
      Highlight @Mutzli ganz ehrlich wenn ich lese was Frauen alles tun könnten, sind es eben meistens nicht Feministinnen. Vor allem aber nicht solche, deren Stimme irgend ein Gewicht hätte. Und ich habe da schon einiges gelesen. Und selbst wenn, politisch passiert in diese Richtung nichts.....
      5 3 Melden
    • Malaga 28.12.2017 15:32
      Highlight Ich würde mich durchaus als Feministin bezeichnen. Was ich kritisch sehe, ist das junge Mädchen in der Berufswahl sich relativ blauäuigig in schlechtbezahlte Dienstleistungsjobs stürzen und das meist vom Elternhaus auch unterstützt wird. Ich würde mir wünschen, dass man den jungen Mädchen mehr auch auf die finanzielle Verantwortung hinweit, die eigentlich jeder Mensch tragen sollte. Eine Lebensplanung, die in einer "netten Tätigkeit" und einem Prinzen in einem schicken Auto mündet, wird auf Dauer nicht glücklich machen.
      6 0 Melden
    • poga 28.12.2017 16:30
      Highlight Danke Malaga. Wenigstens eine Person, die einigermassen zu verstehen scheint, worauf ich hinaus möchte.
      3 0 Melden
  • Pirat der dritte 28.12.2017 09:13
    Highlight Böse Männer versus arme, unterlegene Opfer- Frauen! Diese abstruse Haltung führt zu dieser absurden und überdrehten Metoo - Diskussion. Männer im Familienrecht, Militärdienst, Pensionsalter usw konsequent und per Gesetz zu benachteiligen, ist aber kein Problem. Solange die Frauen die Gleichberechtigung nicht ernst nehmen, werden sie auch nicht mehr gewählt.
    53 25 Melden
  • atomschlaf 28.12.2017 09:08
    Highlight "Eine Frau verdient heute im Durchschnitt 7000 Franken pro Jahr weniger als ihr männlicher Kollege. Und das bei gleicher Qualifikation und Leistung."

    Genau dieser Mumpitz wurde schon x-fach widerlegt.
    Warum wurde da nicht kritisch nachgefragt?
    89 35 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 10:49
      Highlight Wieso kritisch nachfragen?
      Du taxierst dies als Mumpitz mit welcher Begründung genau?
      Gehörst Du zu denen die eine griffige Statistik beibringen können, die die Gleichheit stützt und nicht nur mit vielen Fragezeichen eine Ungleichheit auszuschliessen versucht?
      29 38 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.12.2017 11:05
      Highlight @FrancoL
      Wenn alle Menschen Gleichberechtigt sind, gibt es keine Gleichheit beim Lohn, weil Leistungsfähigkeit und Leistungswille unterschiedlich verteilt sind.
      Das aktuelle Studien schätzen den nicht-erklärbaren Unterschied auf 2.9%, wobei nicht-erklärbar nicht gleich diskiminierend ist.
      Möchte man signifikant die Gleichberechtigun in diesem Land verbessern, soll man die Individualbesteuerung einführen und den Zugang zu Krippenplätzen verbessern.
      21 4 Melden
    • Gigi,Gigi 28.12.2017 11:25
      Highlight Die Lohnunterschiede bestehen teils tatsächlich. Doch das "Warum" lässt sich meist aus der Fragestellung der verschiedenen Studien nicht herauslesen. (Meist wohl deutlich weniger Berufserfahrung, sowie Teilzeitarbeit, aber das sind nur Vermutungen)
      Wenn aber die Frauen für 7000 Franken im Jahr tatsächlich die gleiche Leistung bringen würden wie die Männer, würde die Wirtschaft nur noch Frauen einstellen wollen. Was sie aber nicht macht. Quad erat demonstrandum
      22 9 Melden
    • Herr Ole 28.12.2017 11:56
      Highlight Widerlegt wurde das nie. Es wurde mit mehr Variablen aufgefüllt und bis auf ca. 5% Unterschied gebracht. Gewisse Leute behaupten, man könne mit noch mehr Variablen sogar auf 2% kommen, in der Schweiz wurde aber noch nie etwas dazu publiziert.

      Das beantwortet allerdings noch nicht die wichtigste Frage: warum arbeiten Frauen durchschnittlich in Jobs, in denen sie weniger verdienen? Welche Faktoren führen dazu, dass Männer in die Informatik gehen und Frauen Kinder und Alte betreuen?
      14 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 11:57
      Highlight @Gigi, Fehlschluss, die Wirtschaft arbeitet teilweise klar mit Diskriminierungen und das im Rahmen das Möglichen. Der Witz mit dem nur noch Frauen anstellen ist je mehr als hilflose Aussage zu betrachten. Niemand behauptet dass Frauen durchgängig weniger verdienen und auch nicht das Frauen immer die gleiche Qualifikation haben, sondern dass es vorkommt dass bei gleicher Qualifikation die Frau weniger verdient, so wie es auch vorkommt dass Männer bei gleicher Qualifikation unterschiedlich entlohnt werden.
      7 18 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 12:04
      Highlight @Raues;
      "wobei nicht-erklärbar nicht gleich diskiminierend ist" und wieso behaupten Sie das?
      Wenn es nicht erklärbar ist dann ist auch nicht auszuschliessen, dass es auch von der Diskriminierung abhängt.
      In Richtung Gleichberechtigung, dann haben Sie völlig recht.
      Wenn Sie Leistungsfähigkeit und Leistungswille ins Spiel bringen dann stellt sich bei mir immer die gleiche Frage: Wieso erkenne ich denn in vielen Unternehmungen etliche unfähige Personen in leitender Führung?
      Die Diskriminierung (nicht nur Mann/Frau) ist nun mal in der Wirtschaft da und Qualität ist selten das oberste Ziel.
      5 17 Melden
    • lichtler 28.12.2017 12:32
      Highlight Von wem widerlegt? Quellen?
      1 7 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.12.2017 12:48
      Highlight @FrancoL
      Ich korrigiere mich. Nicht-erlärbar kann auch diskriminierend sein.
      Das es innrthalb der Wirtschaft zu Diskriminationserfahrungen kommt ist klar. Deshalb gibt es ja auch Gesetzt. Die Frage ist, ob sich diese endemisch oder punktuell findet. Ersteres würde ich verneinen, zweites muss wird vom Gesetzt heute schon gut abgedeckt. So muss zB der Arbeitgeber nachweisen, dass er eine Person bei der Beförderung oder beim Lohn nicht benachteilt.
      4 3 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 13:22
      Highlight @raues: Muss der Arbeitgeber dies tun? NEIN er kann dies tun und die Kriterien sind da sehr sehr unterschiedlich und undurchsichtig. Ich habe in meinem Leben genügend Qualigespräche geführt um auch bei mir klar festzustellen, dass es nicht immer optimal lief und die Wertung Machmals sehr schwierig wird, wenn die Chemie stimmt oder auch nicht stimmt.
      Beförderungen wage ich zu sagen sind zu einem guten Teil auch Chemie-Sache.
      6 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 13:26
      Highlight @R. Peter; Nein ich verstehe dies nicht. Für mich ist die Diskriminierung einen leider alltägliche Sache und darum steht für mich fest, dass auch die Diskrimierung der Frau eine alltägliche Sache ist. Weis wir da immer behaupten mögen, dass die Statistiken anders beweisen wollen oder die Fehlerrate der Statistik bemühen wollen ist mir schleierhaft. Wir Menschen sind nun mal nicht perfekt und die Diskriminierung ein Teil unseres Wesens.
      5 11 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 13:32
      Highlight @R.Peter; Und da wir nun mal in einem Machtgefüge leben ist es auch nicht von der Hand zu weisen, dass Diskriminierung eher von der MACHSEITE gestützt wird. Diskriminierung braucht in den meisten Fällen ein Machtgefälle. Nun kannst Du Dir selbst ausmalen, wer da eher diskriminiert wird und wer nicht, unabhängig von Mann oder Frau.
      Du kannst Dir gerne auch Deinen Wohnort vorknöpfen, als langjähriger GPK Mitglied kann ich Dir x Fälle von Diskriminierung bei Geschäften der öffentlichen Hand aufzählen, die leider zur Tagesordnung zählen und auch nicht mit der Vergabeverordnung verschwunden sind.
      5 10 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 18:10
      Highlight @R. Peter; Was schwafelst Du von systematisch? Wir haben einen unerklärten Lohnunterschied, der je nach Studie ca. 3 - 5 % geortet wird, nie haben wir zB eine Ortung von einem durchschnittlich höheren Lohn für Frauen, nicht einmal in Frauen spezifischen Berufen. Nun dieser Unterschied muss nicht gänzlich von der Diskrimierung abhängig sein, aber es ist nicht von der Hand zu weisen dass Diskriminierung dabei ist. Wenn jemand etwas negiert dann schon eher Du, der sich hinter dem Pfosten versteckt und für diesen Unterschied kaum etwas anführen kann.
      2 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 18:16
      Highlight @R. Peter; Aus meiner Erfahrung + der Erfahrung unseres Verbandes, der nicht Müde wird immer wieder von uns UN zu fordern der Diskriminierung Einhalt zu gebieten, zu versuchen bei der Qualifikation NICHT dem Markt nachzugeben, der leider im Auftragsverhältnis immer noch Teilweise diskriminierend vergibt, weil er das kann und dies nicht geahndet wird.
      Du kannst gerne einige Planungsbüros befragen und Dir einmal in den Quali-Listen, dies jedes Büro haben muss (Erfordernis für die öffentliche Hand) die Unterschiede bei Mann und Frau erklären lassen.
      Diskriminierung ist immer noch ein Thema!
      2 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 18:20
      Highlight @R. Peter; Ich habe es schon x mal erwähnt, man kann es Bestens auch an den verschiedenen Gemeindeversammlungen nachvollziehen: Selten bis gar nie wird ein Geschäft von einer Frau Präsentiert, ausser es sei eine Gemeinderätin oder Stadträtin. Ich werde3 nun mal seit Jahren gebeten bei den heiklen Themata die Präsentation einem Mann zu Überlassen, mitunter auch mit der Auflage keine Präsentation in fremden Akzenten in den Vordergrund zu stellen. Und wieso genau lieber R.Peter? Kannst Du dieses Vorgehen nicht? Bist Du nie in einer solchen Situation gewesen? Nie davon gehört?
      2 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 18:23
      Highlight @R. Peter: Meinst Du wirklich dass eine Heerschar von Werbefritzen für die zu vergebenden Posten eingesetzt werden um den richtigen Mann oder Frau an die Spitze zu bringen ohne dass die Qualifikation wirklich die grösste Rolle spielen kann? Noch nie bemerkt wie bei Wahllisten die Ausstrahlung nicht das Können oft in den Vordergrund gestellt wird? Das alles sind Teile einer Diskriminierung, denn schlussendlich sollte ja der oder die Qualifizierteste ganz oben sein.
      Wenn Dir dies entgangen ist tust Du mir wirklich leid.
      2 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 18:32
      Highlight @R.Peter: Und nun erläutere mir wieso ich meiner Mitarbeiterin die zwar qualifikations mässig zB in der Klasse B unterwegs wäre, ich sie aber bei den Aufträgen dort nicht so platzieren kann weil die Auftraggeber eher sich einen Mann in dieser zweitobersten Qualigruppe sehen den Lohn einer B-Klasse auszahlen soll? Ich mache es aber gehöre klar zu einer Minderheit, viele gehen dann mit dieser Arbeitskraft in die C-Klasse, also bei uns Architekten ein Jahreslohnunterschied von ca CHF/J 5-8'000!
      Man muss weniger Statistiken studieren sondern am Markt unterwegs sein, da spielt die Musik!
      2 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 22:49
      Highlight @R.Peter; Mit Deinem Schlusssatz gibt Du der Frau Sommaruga zu 100% Recht. In einem Arbeitsmarkt der in Zukunft sehr viel mehr von der Lohnzahlung zur Auftragszahlung gehen wird ist diese Gleichbehandlung ein wichtiges Thema. Schon heute wird die Diskriminierung umgangen indem sehr viele kleine Ich-AGen oder GmbH entstehen die die Lohnpolitik ohne Hinderungen so gestalten wie sie wollen, ohne viel auf Diskriminierung jeglicher Art zu schauen.
      Mein Bereich sind da ich Architekt bin nicht nur der sehr grosse Baumarkt (kennst Du einen grösseren?) sondern die Märkte unserer Kunden . . . .
      0 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 22:54
      Highlight @R. Peter; . . . und in 30 jähren mit 4 eigenen Firmen habe ich eine sehr breite Basis an Einsichten gewonnen, nicht zuletzt weil meine Büros NIE spezialisiert waren. Ich weiss ja nicht in welche Branchen Du so rein sehen kannst, aber das müssen doch recht viele sein, wenn Du da meine Erfahrung topen willst.
      Das mit der Kat. B oder C ist ein wollen meinerseits UND eine kantonale Vorgabe durch den KBOB und nicht zuletzt auch eine Vorgabe meiner Berufshaftpflicht die für heikle Aufgaben einen gewissen Standard von der verantwortlichen Person verlangt . . .
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    • FrancoL 28.12.2017 22:58
      Highlight @R.Peter; . . . das stört mich nicht dass der Kunde bestimmen kann und ich die Dame eine klasse zu hoch entlohne, denn sie ist eine Spitzenkraft. Was mich stört ist das Negieren dieser Tataschen durch viele Schreiberlinge hier im Netz, die nie ein UN geführt haben und die Situationen, Zwänge und Diskriminierungen im Auftragsverhältnis gar nicht abschätzen können.
      Gleiches gilt übrigens auch im Bereich der Grenien, da ist auch Freiland für die "grenzenlose" Freiheit und die häufig damit verbundene Vetternwirtschaft.
      0 4 Melden
    • FrancoL 29.12.2017 19:37
      Highlight @R.Peter; Du hast das Thema der Lohngleichheit auf der Basis von der Interpretation der Statistik gestützt. Ich habe lediglich festgestellt unabhängig von meiner Geschäftspolitik dass am freien Markt im Auftragsbereich Diskriminierung an der Tagesordnung ist und dass dies grundsätzlich eben auch zB die Frauen trifft!
      Es wird zwar halbherzig versucht über die Vergabeverordnungen dies zu bekämpfen, gelingt aber nur bei Vergaben die unter diese Ordnung fallen, was kaum 20% der Vergaben sind.
      Da in Zukunft die Auftragsvergabe immer mehr an Wichtigkeit gewinnt, nimmt die Diskriminierung zu.
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    • FrancoL 29.12.2017 20:01
      Highlight @R.Peter; hast nicht Du diesen Satz geschrieben?
      "Wenn du schon am Markt unterwegs sein willst, dann solltest du dich nicht auf deinen Bereich und Blickwinkel (ja, inkl. deiner UN Kollegen) beschränken"
      Ich fasse dies als eine Relativierung meiner Aussagen auf und dann erwarte ich natürlich von der anderen Seite nicht das anführen von Statistiken, sondern ein breiterer Blickwinkel, DEINEN breiteren Blickwinkel.
      Ist doch nich so schwer zu verstehen? oder doch?
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    • FrancoL 29.12.2017 23:17
      Highlight @R. Peter nun lassen wir das, Du versuchst immer wieder alles auf mich zu reduzieren, kein Verständnis dass systematische Diskriminierung gerade im Auftragsbereich eine klare Tatsache ist, sonst würden man nicht versuchen über Verbände und Gemeinden diesem Problem beizukommen.
      Aber eben wer sich nur hinter Statistiken , die ZB einen gewichtigen Teil der Wirtschaft nämlich den Auftragsbereich nicht includieren der ist eben dort wo er ist und soll auch dort bleiben. Dein Satz "der Belohnung für jene die es nicht tun" echt? So einen Schmarren habe ich noch nie gelesen! Danke für Deine Antworten.
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    • FrancoL 30.12.2017 10:31
      Highlight @R.Peter; Weil es eben einen Schmarren ist. Dieser Ausgleich den Du immer anführen magst kommt mehrheitlich nicht zu Stande, die Wirtschaft (und nicht nur die in meinem Bereich) geht genau den umgekehrt Weg. Es gleich nicht aus sondern gleicht sich dem niedrigeren Wert an. DARUM versuchen die Gemeinden, Kantone und der Bund Gegensteuer zu geben und griffigere Regeln einzuführen, was sie leider nur halbherzig tun weil sie dem Markt freien Lauf lassen wollen. "Geiz ist Geil" ist nun mal Trumpf und da hat es nur bei den Wenigsten Platz für DEINEN Ausgleich.
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    • FrancoL 30.12.2017 10:37
      Highlight @R. Peter: Um Dir nicht Unrecht zu tun nenne ich nochmals das was ich als Quatsch ansehe:
      "Bei klarer Diskriminierung greift aber heute schon das Gesetz und bei Diskriminierung durch das Kaufverhalten der Kunden werden anfangs jene belohnt, die das eben nicht tun was dazu führt dass sich das mittelfristig ausgleicht"
      Das Gesetz greift im Auftragsverhältnis praktisch nicht. Beim Kaufverhalten gibt es mittelfristig nur eines EINE Preisanpassung an zwar an den unteren Rand! Das ist leider für die Meisten Tätigkeiten und Angebote heute der Fall, in gewissen Nischen kann es Ausnahmen geben.
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  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 28.12.2017 08:56
    Highlight Mir ist das letzte Woche im Rundschau-Interview mit Frau Sommaruga bereits aufgefallen: Sie wird von Journalisten mit Samthandschuhen angefasst. Keine wirklich kritischen Fragen, man versucht sie so positiv wie möglich darzustellen.
    Brotz hätte ihr vor laufender Kamera am liebsten einen Orden verliehen, ihre Hand zärtlich gestreichelt und ihr ein schönes Lied vorgesungen..

    Es wird Zeit das die Schweizer Medienlandschaft zukünftig ausgeglichener wird. Ich denke die Schweizer werden aktuell viel zu einseitig informiert!
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    • FrancoL 28.12.2017 10:50
      Highlight Glaube ich nun gar nicht, denn Du behauptest ja sie werde mit Samthandschuhen angefasst und das hast Du ja irgendwie erkannt, vermutlich durch Dein Wissen oder Deine Informationsschatulle.
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    • Fabio74 28.12.2017 12:28
      Highlight Stimmt nun mal überhaupt nicht. Aber im Gegensatz zu euch Rechtsnationalen, die andere nur beschimpfen und beleidigen können, hat Brotz halt noch Anstand.
      Man kann auch schwierige Fragen stellen, aber mit Respekt und nicht mit dem Hammer dreinschlagen.
      8 17 Melden
    • lichtler 28.12.2017 12:39
      Highlight Jaja die pösen Medien
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    • kularing 28.12.2017 12:45
      Highlight Stimmt leider. Ist mir auch aufgefallen.
      Brotz, der sich sonnst in de Rolle des Inquisitors gefällt, sank vor Sommaruga auf die Knie und streichelte ihr noch etwas die Stiefel.
      Ja, ich möchte auch mal im Staatsfernsehen ein Interview mit ihr sehen, mit wenigstens ein, zwei kritischen Fragen.

      Es scheint einfach nicht möglich🤷‍♀️
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  • Matrixx 28.12.2017 07:58
    Highlight Frauenquoten sind genau so sexistisch.
    Eine Frau nur zu nehmen, weil sie eine Frau ist, betrachte ich als Bevorzugung.
    Sie soll die gleichen Chancen haben wie Männer - und nicht aufgrund des Geschlechts wegen irgend einer Quote.
    Das ist wie der obligatorische Quotenschwarze in Filmen...
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    • FrancoL 28.12.2017 10:55
      Highlight Die Quote ist keine Lösung und diskriminiert, nur sollte man diesen Gedanken auch umkehren können und fragen? Haben Frauen denn wirklich gleiche Chancen? Bestellen viele Verwaltungsgrenien ihre Positionen wirklich OHNE zu diskriminieren? Ich kenne einige VR von mittelständischen Unternehmen und stelle nur eines fest: Hier wird nie mit gleicher Elle gemessen sondern heute immer noch viel "geteigt" und kaum die Chancen Gleichheit hochgehalten und dies nicht nur in Bezug auf Mann und Frau.
      Aber man kann ja gerne dieser Annahme nacheifern, dass wir in einem Zeitalter der Chancengleichheit sind.
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  • kularing 28.12.2017 07:47
    Highlight Schlimmes Foto von ihr auf dem Sofa.
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    • lichtler 28.12.2017 12:40
      Highlight Und was hat das mit der Story zu tun?
      13 5 Melden
    • kularing 28.12.2017 13:07
      Highlight Lichteler

      Na überleg mal selbst.
      Wieso muss den immer alles so ausgedeutscht werden?

      Wie bei der Fütterung im Zoo. Ist doch reizvoller wenn zuerst noch etwas geknobelt werden muss.
      4 8 Melden
    • Burdleferin 28.12.2017 16:44
      Highlight Würde man bei einem Mann darüber nachdenken, wie er auf dem Bild zum Artikel aussieht?
      Sexismus in seiner reinsten Form!
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    • Fabio74 28.12.2017 17:39
      Highlight Gehts nicht noch plumper?
      2 4 Melden
    • DieRoseInDerHose 28.12.2017 23:28
      Highlight Lässt sich leicht sagen ohne eigenes Profilbild.. @kularing

      Spass bei Seite: auch wenn Sie wie Jennifer Lopez bzw. Brad Pitt - oder wer auch immer - aussehen würden, wäre Ihre Aussage einfach nur fehl am Platz!
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.12.2017 07:40
    Highlight Schön langes Interview. Sommaruga macht in meinen Augen im Justizdepartement einen sehr guten Job, da kann die Weltwoche schreiben was sie will.
    Nur die 7000 Franken Lohnunterschied verstehe ich nicht. Aktuelle Studien schätzen den nicht erklärbaren Lohnunterschied auf 2.9%, das Medianeinkommen müsste also über 200000 liegen.
    21 12 Melden
  • Eron Thiersen 28.12.2017 07:37
    Highlight Solange Frauen ihr Geld durch ihre körperlichen Vorzüge verdienen, die sie selbst in sozialen und öffentlichen Medien nicht gerade wenig und offensichtlich zur Schau stellen, wird Mann sie nicht ernst nehmen.
    Dazu kommt, dass man uns glauben lassen will, dass Frau nicht weiss, was sie zur Schau stellt und wie sie es einsetzt, das ist falsch und man kann diese Diskussion noch so lange führen wie man will, jeden Mann der sich daneben benommen hat, zu Recht bestrafen, dennoch wird das Unrecht erst abnehmen, wenn Frau sich mit Frau offen und ehrlich beschäftigt!
    22 35 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 10:59
      Highlight Für das Jahresende eine Verallgemeinerung die zeigt wieso wir mehr Bildung brauchen.
      Es gibt Frauen die das tun, so wie es Männer gibt die sich durch ihr dickes Portemonnaie vieles ermöglichen was ihnen nicht zustehen würde.
      17 8 Melden
    • Fabio74 28.12.2017 12:30
      Highlight Dezember 2017 ein Kommentar aus den 1950er Jahren und ich frag mich warum man Geld in die Bildung investiert, wenn so was dabei rauskommt.
      11 9 Melden
    • lichtler 28.12.2017 12:42
      Highlight Schon krass wie man sich mit einem Kommentar so disqualifizieren kann....genau wegen solchen Männern wie dir führen wir solche Diskussionen.
      11 7 Melden
  • Kong 28.12.2017 07:37
    Highlight Die Zeiten mögen sich geändert haben, die Realität im Business noch nicht. Bei unserer Company ist Teilzeit für Kader nicht erwünscht. Frauen in mittleren Führungsstufen "fliegen aus dem Rennen" aufgrund Schwangerschaft und Pensumsreduktion (oft komplett weg). Belästigungen im Machtsystem gibt es gerade auch durch Frauen an Männern und bei beiden Geschlechtern an ihresgleichen (Machtgefälle). Geschiedene Männer die sich um eine gute Lösung bemühen sitzen am kürzeren Hebel, wenn die Frau egoistisch agiert (auch auf Kosten der Kids). Wir haben Verbesserungspotential in der Gesellschaft.
    22 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 11:03
      Highlight Richtig, wir sind nicht so weit wie wir vorgeben zu sein. BEIDE Seiten nützen leider teilweise immer noch das Machtgefälle um sich besser durchzusetzen.
      10 6 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 12:19
      Highlight seiten? jetzt sind wir schon auf verschiedenen seiten? schön zu sehen, wie kurzsichtigkeit zur absoluten sinnlosigkeit der diskussion führt.
      5 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 12:41
      Highlight @rauchzeichen; Es bestehen nun mal 2 Lager und dies nicht sehen zu wollen geht eher in Richtung Kurzsichtigkeit. Wir haben in der Gesellschaft einen Lagerkampf am Laufen und dies immer wieder zu mahnen hat nichts mit Sinnlosigkeit zu tun.

      Ich treffe noch heute mit meinem Büro auf Auftraggeber, die zB die leitende Aufgabenübernahme von einer unserer Mitarbeiterinnen eher ablehnen und lieber den Auftrag anderswo platzieren. Viele Begründungen gibt es dazu kaum und ich bin da nicht ein Einzelfall, nur kehren viele dies unter den Tisch. Und da sprichst Du von Sinnlosigkeit, Danke für den Unsinn.
      5 6 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 16:53
      Highlight ja klar. und wenn die idioten ihre lagerdiskussion mit extremen argumenten führen, und sich immer weiter voneinander entfernen, macht es viel mehr sinn, die eine seite zu unterstützen. zumindest wenns einem nur um den eigenen arsch geht. ansonsten kann man sich in die mitte stellen und versuchen, einigen klar zu machen, dass die seiten sich nur selbst verstärken, und dieses seitendenken zu keinerlei lösungen führen wird. ich bin nicht bereit, mich nur aus verständigungsgründen zu beschränken. worte unerklährt zu gebrauchen, deren inhalt sich viele nicht klar sind. liberal und links z.B.
      1 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 28.12.2017 06:21
    Highlight Frau Sommaruga. Mir ist eigentlich Wurst, ob mehr Frauen oder Männer Führungsaufgaben oder entsprechende Positionen inne haben. Für mich ist Qualität massgebend.
    174 42 Melden
    • Caballero 28.12.2017 08:29
      Highlight Ich fasse deine Aussage nun so auf, dass du der Ansicht bist, dass Frauen schlechter qualifiziert sind wie Männer, denn es sind ja schliesslich mehr Männer in Führungspositionen.. Genau solches Denken irritiert mich als Frau und ich fühle mich dadurch nicht ernst genommen. Studien (und meine eigene Erfahrung) zeigen doch klar und deutlich, dass mindestens gleich qualifizierte Frauen eben doch keine Chance gegen einen Mann haben in Führungspositionen!
      26 27 Melden
    • Hashtag 28.12.2017 09:01
      Highlight Und du denkst wirklich, die zählt heute als Einziges? Schon sehr naiv, trifft ja nicht mal unter dem gleichen Geschlecht zu.
      18 8 Melden
    • Gähn on the rocks 28.12.2017 10:14
      Highlight soll das ein qualitätskommentar sein?
      8 16 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 11:07
      Highlight Darf ich Dich fragen, wo lebst Du und in wieviel Firmen siehst Du Dein Credo als gegeben an?
      WO gilt nur das Prinzip der Qualität?
      Nicht einmal unter den Männer zählt das Prinzip der Qualität, sonst hätten wir eine viel bessere Unternehmenslandschaft.
      Und wenn wir die Qualität so werten würden, wieso gibt es immer mehr Vergabeverordnungen, die wiederum immer häufiger umgangen werden, wenn doch die Qualität der Massstab ist?
      11 7 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 12:24
      Highlight Caballero, echt jetzt? davon fühlst du dich angegriffen? interpretierst du nicht etwas zuvoel rein?

      metoo, mann und frau diskutieren aneinander vorbei, da sie nicht fähig sind, korrekt zu differenzieren und allgemein einem pauschalisierungsdrang erliegen. ich sitz daneben und lach mich weg. echt geil wie ihr euch extremisiert, nur weiter so.
      9 6 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 12:44
      Highlight @rauchteichen; Führst Du ein Unternehmen mit grösserem Frauenanteil? wenn Du das tätest und auf Ablehnung treffen würdest, würdest Du Dich da weniger "weglachen", es ginge Dir wohl etwas näher als dass Du da ständig am Lachen wärst.
      8 9 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 16:15
      Highlight nein, ich führe momentan gar nix, aber falls der von dir beschriebene fall eintrifft, lach ich über jeden der mein unternehmen kritisiert, weil ihm die geschlechtsverteilung nicht passt. und zwar ins gesicht, in der hoffnung dass er sich seinen primitiven gedanken bewusst wird. und ja dass könnte dann mein unternehmen in den ruin treiben. und weisste was? ich würd immer noch lachen. was bliebe mir anderes übrig, als onkel galgenhumor auszupacken und woanders weiterzumachen? das „richtige“ verraten und eine quote einführen? nicht mein stil...
      3 5 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 20:46
      Highlight @Rauchzeichen; Wenn Du ein Unternehmen führst ud das mit Herz und Seele, dann achtest Du zuerst auf die Aufträge die das dasein Deiner Mitarbeiter sichern und Du wirst leider auf Viele treffen die Dir mitunter den Weg den Du zu beschreiten hast aufzeigen, wenn Du von ihnen Aufträge willst. Aber ich bin sicher dass Du einer der Unternehmer bist der nur Aufträge ausführt die ihm passen und natürlich wirst Du einer der wenigen Top-Shots sein die das durchziehen, weil man Dich braucht und somit der Auftraggeber vor Dir kuscht. Sooo naiv kann man aber wohl kaum sein.
      1 2 Melden
    • rauchzeichen 28.12.2017 21:45
      Highlight nö, bin ich auch nicht. du hast mich zum unternehmer gemacht, ich weiss selber, dass meine direkte undiplomatische art mir vieles verbaut. und anderes erst möglich macht. genauso wie deine undirekte art, dein geschäft meist schützen mag und dich vor risiken bewahrt, unter deren einsatz du wachsen hättest können. verschiedene stile, strategien, einstellungen. und wir müssen hoffentlich nicht darüber diskutieren dass alle menschen anders sind...
      1 1 Melden
    • FrancoL 28.12.2017 22:06
      Highlight @rauchzeichen; Menschen sind nicht alle gleich, Verantwortung jedoch ist und bleibt es! Doch dies wird dich kaum beeindrucken, denn die Verantwortung ist teilbar, wenn Du verstehst was ich meine. Es gibt ja auch noch Spiegel in die man gerne gucken möchte oder nicht?
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Dachstock von Haus in Berner Altstadt in Brand geraten

In der Berner Altstadt ist am Montag der Dachstock eines unbewohnten Patrizierhauses in Brand geraten. Sechs Personen aus einem Nachbarhaus wurden evakuiert. Zwei Personen wurden zur Kontrolle in ein Spital gebracht. Die Feuerwehr stand auch in der Nacht im Einsatz.

Der Brand im Dachstock des Hauses an der Postgasse war der Polizei gegen 19.20 Uhr gemeldet worden, wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland am Abend mitteilte. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus. Das Feuer war gegen 21:30 Uhr unter Kontrolle, wie die Kantonspolizei Bern gegenüber der Agentur Keystone-SDA sagte. Die Löscharbeiten dauerten allerdings bis in die Nacht an.

Ernsthaft verletzt wurde niemand. Zwei Männer wurden laut Staatsanwaltschaft zur Kontrolle in ein Spital …

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