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Ein Aussteiger erzählt, warum es so schwierig ist, aus der Freikirche auszutreten

Freikirchen sind beliebt. Doch wer nicht mehr mitmachen will, riskiert, Freunde und sogar die eigene Familie zu verlieren. Philipp Höhener erzählt, wie es ihm bei seinem Ausstieg den Boden unter den Füssen weggezogen hat.



Philipp Höhener glaubte sein halbes Leben lang an etwas, das er heute mit Vehemenz ablehnt. Er kannte es nicht anders, seine Grosseltern väterlicherseits und die Eltern, seine Schwester und die Freunde; sie alle waren Teil dessen, das er nie auch nur anzuzweifeln gewagt hätte. Bis zu diesem einen Tag, dem 11. April 2012 – das Datum hat sich ihm ins Gedächtnis gebrannt – als sein Leben und seine Glaubensgrundsätze begannen, wie ein Kartenhaus in sich zusammen zu fallen und er den Boden unter den Füssen verlor.

Höhener war Mitglied der Freikirche der Siebten-Tags-Adventisten. Die Gemeinschaft gründete sich in den 1860er-Jahren in den USA und hat heute weltweit über 20 Millionen Mitglieder. Im adventistischen Glauben werden die Dreieinigkeit Gottes, die Schöpfung an sieben Tagen, das Halten des biblisch-jüdischen Ruhetags Sabbat, der Glaube an die prophetische Gabe von Ellen G. White, der Tod und die Auferstehung von Jesus und dessen reale Wiederkunft auf die Erde gelehrt. Erlösung erfährt man allein durch den starken Glauben an Christus und dem Einhalten aller zehn Gebote, inklusive dem Sabbatgebot.

Bei den Höheners waren die Praktiken und Erziehungsmethoden der Adventisten Teil des Alltags. Dazu gehörte das frühe Aufstehen vor der Schule, um Andacht zu halten. Dazu gehörten Zeltversammlungen in Deutschland und Holland, während andere ans Meer fuhren. Dazu gehörte, dass Höhener in einer Phase seiner Kindheit nicht mit ungläubigen Kindern spielen durfte, weil seine Eltern deren weltliche Einflussnahme befürchteten. Dazu gehörte das ständige schlechte Gewissen, zu wenig gebetet zu haben, die Angst, etwas Unartiges gedacht zu haben, die Panik, von Jesus verstossen zu werden. «Ich war massivem religiösen Druck ausgesetzt», sagt Höhener.

«Mein Vater sagte zu mir: ‹Bravo, jetzt klatscht der Teufel in die Hände›.»

Philipp Höhener

Bild

Philipp Höhener beim Gespräch in Bern. bild: watson

Als Sechsjähriger merkte Höhener zum ersten Mal, dass seine Familie anders ist. «Wir waren isoliert», sagt er. Ausser zu seinen Schulkollegen hatte er keinen Kontakt zu «Ungläubigen». Am Samstag musste Höhener nicht zur Schule, die Eltern sorgten mit einem Gesuch dafür, dass er am wichtigen Sabbat-Gottesdienst ja nicht fehlte. Er wurde gefoppt als der «seltsame Frömmler».

Tat Höhener nicht so, wie von ihm verlangt, sagte der Vater: «Bravo, jetzt klatscht der Teufel in die Hände.» Wollte er mit anderen Kindern an Sommerabenden am Samstag Fussball spielen, mahnte die Mutter: «Es ist deine Entscheidung, Philipp, aber du weisst selbst, was das Richtige ist.» Die Drohung mit dem Teufel und dem Verlust des «Ewigen Lebens» war ein effizientes Mittel, um bei den Kindern Angst zu schüren und sie zu manipulieren, wenn auch unbewusst.

Während der Ausbildung zum Krankenpfleger kam Höhener erstmals in Kontakt mit «weltlichen» Jugendlichen. Er ging in den Ausgang, trank ab und zu Alkohol, rauchte ein paar Zigaretten – doch immer mit einem schlechten Gewissen, das ihn beinahe in den Wahnsinn trieb. Er war 19 Jahre alt, als er sich in eine «Ungläubige» verliebte. Nachdem er seinen Eltern von der neuen Freundin erzählte, sei es schlimm gewesen zu Hause, sagt Höhener. «In der Gemeinde beteten sie für mich und dass ich mich von meiner Freundin trennen möge.»

Er entfernte sich in dieser Zeit, zumindest innerlich, von Gott, der Gemeinde und der Familie. Seinen Glauben hinterfragte er damals jedoch nie ernsthaft. Denn kritische Fragen und abtrünnige Gedanken sind in vielen Freikirchen ein Tabu. Anstatt verunsicherten Mitgliedern zuzuhören, sich mit ihren Zweifeln zu befassen, wird in evangelikalen Kreisen eher subtil Druck ausgeübt, um sie wieder auf den vermeintlich richtigen Weg zu bringen.

Unabhängige Untersuchungen zum Austritt aus Freikirchen existieren kaum. Vor kurzem hat die evangelikale Ausbildungsstätte «Institut für Gemeindebau und Weltmission» eine Studie veröffentlicht, in der untersucht wurde, aus welchen Gründen Mitglieder eine Freikirche verlassen. Unter dem Titel «Ich bin weg» befragte der evangelikale Pastor Oliver Rüegger knapp 300 Personen.

Anstatt verunsicherten Mitgliedern zuzuhören, sich mit ihren Zweifeln zu befassen, wird in evangelikalen Kreisen eher subtil Druck ausgeübt.

Die Interviewten gaben vor allem an, dass sie sich moralisch eingeengt und unter Druck gesetzt gefühlt hätten und dass immer stärkere Zweifel am Glauben aufgekommen seien. In seiner Studie kommt Rüegger zum Schluss, in Freikirchen brauche es mehr Raum für kritische Fragen. Er schreibt, ein Pastor müsse auch Anlaufstelle für Zweifel sein.

Bei Höhener fehlte diese Anlaufstelle. Er war innerlich zerrissen. Nach einem Jugendleiterweekend entschied er sich bewusst, sein sündhaftes Leben zu ändern und zu Gott, der Gemeinde und der Familie zurückzukehren. Er brach die Beziehung zur Freundin ab und wollte sich nun ganz seinem Glauben widmen. Höhener leistete einen Hilfseinsatz in Togo, begleitete den Gottesdienst am Klavier, leitete die Jugendgruppe und liess sich taufen. Seine Mutter war glücklich. Sie sagte ihm: «Nun kann ich beruhigt sterben.»

Dann kam eben dieser Mittwoch, 11. April 2012. Eine gute Freundin aus der Freikirche machte Höhener auf ein Video aufmerksam, in dem die Siebten-Tags-Adventisten massiv kritisiert wurden. Obwohl er bis dahin solche Vorwürfe an seine Glaubensgrundsätze nicht zugelassen hatte, war Höhener wie elektrisiert von dem, was er im Video sah.

«Der Gott, den ich so liebte und der mir so nah war, stellte sich als bösartiger, rachsüchtiger Gott heraus.»

Philipp Höhener

In den darauffolgenden Tagen recherchierte er wie ein Besessener. «Mein Ziel war eigentlich, diese Kritik an den Adventisten zu entkräften», sagt er. Doch je tiefer er grub, umso mehr veränderte sich sein Bild auf seine Freikirche. Zweieinhalb Wochen später war er völlig schockiert. Der Gott, den er so liebte und der ihm so nah war, stellte sich ihm als bösartiger, rachsüchtiger Gott heraus. Wie hatte er so blind sein können?

Zusammen mit der Freundin, die ihn auf das Video aufmerksam gemacht hatte, trat Höhener aus der Kirche aus. Erleichternd sei das gewesen und gleichzeitig ein Fall ins Bodenlose. «Es fühlte sich an wie ein Zug, der entgleist ist und wieder zurück auf die Schienen gebracht werden musste. Nur waren die Schienen gar nicht mehr da», sagt er.

Heute ist Höhener 39 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder, wohnhaft in der Umgebung von Thun und steht wieder mitten im Leben. Seine Eltern und die Schwester sieht er ab und zu, spricht mit ihnen aber nicht über Religion. Zu seiner ehemaligen örtlichen Gemeinde hat Höhener keinen Kontakt mehr. Es gibt wenige Adventisten, welche sich vor allem über Social Media mit ihm austauschen und ganz wenige, welche ihn auch zu Hause besucht haben. Viele ehemalige Freunde scheinen aber nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen. Auch seine damals besten Freunde haben die Beziehung zu ihm abgebrochen.

«Ich bin, was ich bin und habe erlebt, was ich erlebt habe. Und das ist heute gut so.»

Philipp Höhener

Die ersten 34 Jahre seines Lebens haben bei Höhener Narben hinterlassen, die inzwischen zwar verheilt sind, aber ab und zu noch immer ein wenig schmerzen. Manchmal denkt er, die Freikirche hat ihm seine Kindheit und Jugend geklaut. Doch ändern würde er an seinem Leben trotzdem nichts. «Ich bin, was ich bin und habe erlebt, was ich erlebt habe. Und das ist heute gut so.»

Gegendarstellung

Wir bedauern die von Philipp Höhener geschilderten Erlebnisse geistlichen bzw. religiösen Missbrauchs während der Phase der erzieherischen Elternverantwortung. Als Kirche lehnen wir religiösen Druck oder Manipulation in der Erziehung entschieden ab. Weil religiöse Erziehung ein sensibles Unterfangen ist, das innerste seelische Schichten prägt, schulen wir im Religionspädagogischen Institut Eltern, Katecheten und Pastoren in einer Weise, welche die Würde und Selbstbestimmung des Kindes achtet. Es ist nicht sachgerecht, eine Kirche für manipulative Erziehungsmethoden in einer Familie und deren Folgewirkungen verantwortlich zu machen.
Herbert Bodenmann, Mediensprecher der deutschschweizerischen Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten.

Die Redaktion hält an ihrer Darstellung fest. ​

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Saaba 04.04.2018 14:30
    Highlight Highlight Wer die vorgelebten und übernommenen Werte hinterfragt und dadurch orientierungslos ist, muss den inneren Kompass neu ausrichten. Aber wie? Mich dünkt, da lohnt es sich, sich mit den Menschenrechten zu befassen. Und mit der Würde des Menschen. Interessierte finden weitere Anregungen unter www.wuerdekompass.de
  • Philipp H. 03.04.2018 22:45
    Highlight Highlight Hallo. Es ist für mich sehr interessant, die vielen Kommentare zu diesem Artikel zu lesen. Man mag anderer Meinung über geschriebenes sein, was auch ok. ist. Was der Artikel vorallem ausgelöst hat, ist eine erneute Reaktion des Mediensprechers der deutschsprachigen Adventisten auf meiner FB-Seite. Mein Profil ist öffentlich und darf gerne besucht werden. Wer sich gerne die Kurzserie über Adventisten, in welcher ich letztes Jahr bei TeleBärn auch mitwirkte, wird die Sendung im Netz finden. Gerne beantworte ich nach Möglichkeit auch einzelne Fragen.
  • Barsukas 03.04.2018 17:04
    Highlight Highlight Ich glaube an Wodan, Donar, Frija und alle anderen Asen und Vanen. Ich trinke mit meiner Sippe auf die Götter, aber noch viel mehr suf unsere Ahnen.
    An welche Götter glaubst Du?
  • B-Arche 03.04.2018 14:40
    Highlight Highlight Ich hatte vor vielen Jahren einen Partner aus einer dieser Freikirchen aus Deutschland. Als seine "Mitgläubigen" unsere Beziehung mitbekamen begann der Psychoterror. Er sei gegen Gott, die Bestrafung würde folgen, er sei eine Last, sie wollen ihm einen Weg "aus dieser Hölle" bieten. Am Ende verliess er mich und schwörte auf eine "Therapie" um Frauen lieben zu können.
    Soweit ich weiss ist er immer noch Single und ein psychisches Wrack geworden in psychologischer Behandlung. Und er hätte nicht die Kraft nein zu sagen.

    Ein weiteres Opfer dieser "Kirchen".
    • munacius 03.04.2018 20:02
      Highlight Highlight Der Einfluss von Religiosität wird allgemein überschätzt. Der Glaube sollte die Selbstverantwortung des Menschen nicht schmälern. Psychologen sind der Auffassung, dass seelisch robuste Menschen eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung haben. Sie setzen sich realistischere Ziele und packen bei Chancen eher zu. Schwierigkeiten sehen sie als Herausforderungen, verlassen bei Krisen schneller die Opferrolle und bleiben auch in harten Zeiten optimistisch. Sie fragen aber auch früher nach Hilfe. Denn Resilienz bedeutet keinesfalls, unverletzlich oder niemals verzweifelt zu sein.

  • Anooshka Mae 03.04.2018 14:18
    Highlight Highlight Über die persönliche Geschichte eines ehemaligen Adventisten zu schreiben und diese dann nur mit Fotos von einer ICF-Facebookseite zu illustrieren... Mega differenzierter Journalismus, Watson, moll! :)
  • Daniel de Hoog 03.04.2018 14:07
    Highlight Highlight Warum wird von den Siebten-Tags-Adventisten geschrieben und Bilder vom ICF gezeigt?
    Habe ein paar Freunde die in Freikirchen waren und welche die noch immer in einer sind... bist jetzt gab es nie Probleme...
  • Natürlich 03.04.2018 14:05
    Highlight Highlight (4) Habe eine tolle Freundin und 2 kleine Kinder.
    Aber es hat sehr lange gedauert bis ich mich arrangiert habe und auch heute noch kommen immernoch ab und zu Zweifel ob es Gott vielleicht doch gibt und ich nun nach dem Tod in die Hölle komme...
    Von meiner Familie ist nur noch mein Bruder dabei.
    Meine Eltern wurden mehr oder weniger rausgeekelt als sie sich scheiden liessen. (Vor gut 15 Jahren) Meine Mutter geht aber mittlerweile wieder ab und zu hin. Aber ich hane es inzwischen wieder supergut mit meiner ganzen Familie.
    Auch mit ehemaligen Mitglieder noch/wieder sporadisch Kontakt.
  • Natürlich 03.04.2018 14:01
    Highlight Highlight (3) Sprich: ich ging immer weniger zu den „Versammlungen“ und dann irgendwann gar nicht mehr.
    Und das Problem ist vielfach ja nicht der Ausstieg an sich sondern der „Wiedereinstieg“ in die „normale“ Gesellschaft. Ich hatte keine Freubde da draussen. So stürzte ich zuerst einmal ab, nahm allerlei Drogen, randalierte an Fussballspielen, klaute, raubte, verkaufte Drogen usw.
    Ich wollte einfach all das tun was ich vorher nicht durfte, nurnoch viel schlimmer. Es war eine Art Rebellion. Gegen meine Familie, gegen die Gemeinde und gegen Gott.
    Ich habe ich mein Leben seit nun ca 4Jahren im Griff.
  • Natürlich 03.04.2018 13:56
    Highlight Highlight (2)ich kannte nichts anderes, deshalb war das mit Gott für mich sehr real und das einzig Wahre.
    Ich wollte zum beispiel auch Missionar werden.
    Klar gab es zb Evolutionstheorie in der Schule. Aber da hörte ich jeweils garnicht richtig zu und dachte nur für mich: Ach, die Armen wissen es halt nicht besser, die tun mir leid.
    Klar wurde man gehänselt, ich war bei vielen einfach der Flanders aus Simpsons.
    Aber das machte mir nicht so viel aus denn ich wusste: eines tages werde ich im Himmel sein und all die anderen in der Hölle.
    Erst mit ca 17 Jahren kamen Zweifel auf ubd ich verliess die Gemeinde
  • Natürlich 03.04.2018 13:46
    Highlight Highlight (1) Auch ich wurde in eine Freikirche hineingeboren und erlebte ähnliches.
    Das Problem ist u.a.
    Bis Anfang der 2000er Jahre waren die allermeisten dieser Gemeinschaften extrem konservativ. Sowohl in der Wirkung nach aussen als auch inhaltlich
    Heisst: keine Schulfeste, kein Kino, keine Weltlichen Filme, kein Ausgang, usw.
    So wird es natürlich sehr schwierig ausserhalb der Gemeinde Kontakte und Freundschaften zu knüpfen.
    Zumal ich ja eh der Überzeugung war dass nur ich gerettet würde, alle anderen aus der Schule in die Hölle kommen, da wollte man garnicht gross tiefere Freundschaften eingehen
  • KING FELIX 03.04.2018 12:27
    Highlight Highlight Ich war einmal in jungen jahren in einer dieser kirchenveranstaltungen, auch nur weil ich interesse hatte an dieser heissen tussi die mich dahingeschleppt hat. Als dann ein erwachsener mann auf der bühne begonnen hat zu weinen weil er sich einmal einen porno reingezogen hat und sich nun unglaublich schuldig fühle, hab ich laut gelacht und den raum verlassen. Selbstredend hab ich von der dame danach nichts mehr gehört.
  • munacius 03.04.2018 09:29
    Highlight Highlight Für den Kirchenaustritt genügt ein formloses Austrittsschreiben. Wer seine religiöse Weltanschauung (z.B. das durch die Eltern geprägte "Weltbild") ändert, sollte sich auf die Neuausrichtung dieser Werte konzentrieren. Der Prozess der Einstellungsänderung ist ein komplexes und dynamisches Phänomen bestehend aus drei zentralen psychologischen Faktoren: der Persönlichkeitsentwicklung, der subjektiven Erfahrungsqualität sowie den sozialen Einflüssen. Je nach Person und Situation können diese drei Faktoren ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
  • irgendwie so: 03.04.2018 08:39
    Highlight Highlight Das Interview finde ich super. Beschreibt eindrücklich einen Weg, den man aus Freikirchen heraus gehen kann, manchmal muss.
    Was mich irritiert hat, sind die Bilder, sie passen so gar nicht zu den 7.Tags- Adventisten (oder zumindest zum Bild, das ich mir von ihnen mache), sie sind ja auch vom icf. Da wird ganz unterschiedliches zusammengefügt (wie wenn zu einem SVP-Artikel Bilder vom schwarzen Block gezeigt würden :-) - ist ja alles Politik oder...).
    Für mich zerstören die irreführenden, imho unpassenden Bilder den sonst sorgfältigen Artikel.
    Schade.
  • Tilia 03.04.2018 07:58
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, er spricht mir sehr aus dem Herzen. Mir ging es absolut gleich. Auch ich musste mich bewusst für einen Ausstieg entscheiden und bin heute klarer Atheist. Und ja sie haben uns die Kindheit genommen und uns den Einstieg in die Gesellschaft sehr erschwert. Hadern bringt aber nichts. Wir habens trotzdem geschafft! Religion ist nicht harmlos und auch christliche Fundamentalisten haben enorme Einflüsse auf die Gesellschaft. Wird hier in der Schweiz noch massiv unterschätzt. Nur weil sie keine Bomben legen heisst das nicht sie haben weniger Einfluss.
    • Hoppla! 03.04.2018 10:20
      Highlight Highlight Perfekt zusammengefasst. Und schön gab es ein glücklicher Ausgang.

      Was viele unterschätzen: Der Ausstieg tönt einfach. Wenn man streng in diesem Umfeld aufgewachsen ist, verliert man alles was bisher einen Stellenwert im Leben hatte.
  • Hugo Wottaupott 03.04.2018 06:48
    Highlight Highlight Ich warte immernoch auf die geschnetzelten In Sekten im Coop.
  • braunovic 03.04.2018 05:36
    Highlight Highlight gibt es auch mal einen Bericht über die Sekte Eden's Gate? Die sind auch sehr gefährlich...
    • olmabrotwurschtmitbürli 03.04.2018 09:15
      Highlight Highlight Ja, da braucht es eine ernste Auseinandersetzung!
  • giandalf the grey 03.04.2018 00:50
    Highlight Highlight "Es gibt sone und es jibt solche und dann jibts noch ganz andere, aber dit sind die Schlimmsten, wah?"

    Freikirche ist nicht gleich Freikirche. Würde die Weltwoche über Ausländer-Familien schreiben, sie seien alle geprägt von häuslicher Gewalt, weil viele Secondos solche erlebt haben und dies mit einem Interview klar belegt sei, wäre der Aufschrei auf Watson gross. Wir Linken sollten doch versuchen besser zu sein als die, die wir kritisieren.
    • reamiado 03.04.2018 07:46
      Highlight Highlight Schönes Zitat, recht haste! ♡
    • Bynaus @final-frontier.ch 03.04.2018 13:33
      Highlight Highlight Hier werden aber nicht alle Freikirchen gleichgestellt. Hier wird die Ausstiegsgeschichte eines Mannes aus einer dieser Freikirchen geschildert. Natürlich sind die Dinge nicht überall gleich (extrem). Aber auch aus eigener Erfahrung denke ich, dass der soziale Druck, dabei zu bleiben oder sonst Freunde zu verlieren überall existiert. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass das auch bei einem Modelleisenbahner-Verein der Fall sei, aber bei Freikrichen scheint mir der Druck dann doch stärker, weil das Thema emotionaler ist.
    • giandalf the grey 03.04.2018 16:15
      Highlight Highlight Ich meine damit auch vor allem die Kommentare.
      Meiner Erfahrung nach sind Sportvereine ziemlich vergleichbar mit den Freikirchen die ich kenne. In einem okayen rahmen. Man wird gefragt ob man nicht wieder mal vorbei schauen wolle. Oft.
      Finde ich aber nicht schlimm solange man nicht einen Druck hat wie es bei Hooligan-Gruppierungen und wahrscheinlich auch der einen oder anderen radikaleren Freikirche der Fall ist. Wie gesagt... Es gibt sone und es jibt solche...
  • SteWe 02.04.2018 23:09
    Highlight Highlight Ich habe mir gestern dieses ICF-Musical auf StarTV angeschaut. Wow, da versteht es jemand, mit den Emotionen der Menschen zu spielen. Story: ein Kind muss sterben, damit sein Papi wieder mit Gott ins Reine kommt. Traurig war nicht nur das Musical, traurig sind auch solche Methoden. Wer‘s nötig hat.
  • MaskedGaijin 02.04.2018 22:49
    Highlight Highlight Ich wusste gar nicht das West Ham's Inter City Firm so krass ist.
  • oliopetrolio 02.04.2018 22:43
    Highlight Highlight Some people just ignore what they don't understand and than go looking for Jesus with their check books in their hands....

    Love & Money "avalanche" vom epochalen Album "strange kind of love"
    • Raembe 03.04.2018 20:37
      Highlight Highlight Was oder wer soll Jesus denn sein?
      Ausser einem Weg zu Macht und Geld fùr die christlichen Organisationen dieser Welt....
  • Billy the Kid 02.04.2018 22:05
    Highlight Highlight Wer seinem Kind mit dem Teufel droht ist selber infantil. Im Endeffekt gehts um maximale Kontrolle, Machtmissbrauch, Selbstverblendung, pseudoelitäres und pseudointellektuelles Gehabe, Grössenwahn, archaische Rachephantasien, unterdrückte Triebe, Gruppendynamik u.s.w...
    • Tilia 03.04.2018 08:01
      Highlight Highlight billy.....absolut fantastisch korrekt zusammengefasst.
  • simson 02.04.2018 20:46
    Highlight Highlight @watson, bitte das nächste Mal auch wirklich Bilder der Siebenten-Tags-Adventisten nehmen, nicht vom ICF... Oder hab ich verpasst, dass es sich hier um einen generellen Rundumschlag gegen Freikirchen aka Sekten geht?
  • LoonyLupin 02.04.2018 19:42
    Highlight Highlight Mein Ausstieg als ex-„Mitglied“ war gar nicht kompliziert. Mitglied in „..“, weil ich mich nicht als solches sah, da ich weder namentlich registriert war, noch Leistung bringen musste. Das ICF zog mich mit der modernen Erscheinung an. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass die Ideale der Kirche sehr konservativ sind, weshalb ich wieder ging. Niemand zwang mich, zu bleiben. Mein Glaube wurde dadurch nicht geschwächt. Meine Freunde aus der Kirche habe ich noch. Für mich ist wichtig, Glaube und Kirche auseinanderhalten zu können. Der Glaube gibt mir viel, der Kirche stehe ich kritisch gegenüber.
    • LoonyLupin 02.04.2018 21:07
      Highlight Highlight Bezüglich der schädlichen Strukturen stimme ich dir absolut zu. Und ich bin sicher, dass dieser Artikel innerhalb des ICF Thema ist. Da ich aber wie gesagt mit dem ICF ausser einigen Freunden nichts mehr zu tun habe, bin ich auch nicht einer Aufforderung zum Kommentar gefolgt sondern habe dies aus freien Stücken getan, um mit eben dieser Allgemeinheit ein anderes Erlebnis zu teilen. Ob jetzt das alle als wichtig erachten oder nicht, sei jedem sich selbst überlassen.
    • TheMan 02.04.2018 21:28
      Highlight Highlight mini_schurke das im Facebook dazu aufgerufen wird, da hast du Beweise? Das die ICF eine Freikirche ist, mit Schädlichen Strukturen da gibts auch Beweise. Oder bist du wie HS ohne Fakten und Unwissen?
  • Blitzer, achtung! 02.04.2018 19:18
    Highlight Highlight Ich als Atheisten sehe jeden Besuch in einen dieser "Institutionen" Zeitverschwendung, Psychische Destabilisierung und Geldverschwendung!
  • Raph_M2 02.04.2018 17:46
    Highlight Highlight Ich kann nur zustimmen. Der Druck ist presänt. Aber es ja normal, denn eine Kirche ist wie eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt und nur das beste für seine Freunde will. Natürlich wenn jemand austreten will, dann werden es die anderen als nicht sehr intelligent einschätzen und sie wollen ihn dann 'helfen'. Aber normalerweise lasst die Kirche freien Entscheid.

    Noch wegen des Verlustes von Freunden. Dies ist auch kein Zufall, denn man sieht sich ein Mal weniger pro Woche und man gehört nicht mehr ganz zur Familie...
    • Raembe 03.04.2018 20:40
      Highlight Highlight Also wenn ich mit Freunden Kontakt haben will, dann schaff ich das auch ohne gemeinsamen Kirchenbesuch....
  • EMkaEL 02.04.2018 17:44
    Highlight Highlight die ICF eine sekte? ist das so? ich habe keine ahnung, aber ich kenne jemand, der dabei ist und es erschien mir von den schilderungen und eigener, weniger recherchen her, eher harmlos?
    • Lami23 02.04.2018 18:17
      Highlight Highlight Habe ich auch das Gefühl.
    • lilie 02.04.2018 18:38
      Highlight Highlight ICF ist alles andere als harmlos. Sie ziehen viele Leute an, vereinnahmen ihre Mitglieder systemtisch und versuchen, sich über ein Schneeballsystem zu vergrössern.

      Ich war Zielscheibe dieser Organisation. Oberflächlich geben sie sich locker, modern und tolerant - in Wirklichkeit sind evangelikal-fundamentalistisch.
    • adigue 02.04.2018 18:58
      Highlight Highlight wo gegen die freikirche gewettert wird ist ja auch unser kleiner_Schurke nicht weit... immer dasselbe
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans_Olo 02.04.2018 17:22
    Highlight Highlight Ich war auch 3 jahre im icf. Mit wöchentlichen treffs in kleingeuppen, sommerlager usw. Irgendwann stimmte es für mich einfach nicht mehr. Aus verschiedenen gründen. Der ausstieg war überhaupt kein problem. Natürlich wurde ich von meinen engsten bezugspersonen noch einige male gefragt warum ich gegangen bin und ob ich nicht wieder zurückkommem möchte. Aber das war einige jahre später beim austritt aus der guggenmusik genau so. Also ich kann die aussage hier überhaupt nicht bestätigen.
    • bullygoal45 02.04.2018 18:35
      Highlight Highlight Bei mir genau so. War 4 Jahre im ICF Zürich. Mit 19 han ich mich auch entschieden nicht mehr dabei zu sein.

      Ohne Probleme.

      Es gibt aber sicherlich so schlimme Fälle. Und das hasse ich an der Religionen!
    • Granini 02.04.2018 18:52
      Highlight Highlight Danke Hans
  • kuwi 02.04.2018 17:11
    Highlight Highlight Die viel gepriesene Nächstenliebe geht ausgerechnet da flöten, wo sie gepriesen wird. Scheinheiligkeit pur. Habe das auch hinter mich gebracht.
  • Staatsgebeutelter 02.04.2018 16:55
    Highlight Highlight Aus einer Freikirche auszusteigen ist etwa gleiche schwierig wie aus dem Staat auszusteigen. Beides sind absolute Machtsysteme, die Freikirche arbeitet subtil mit dem Glauben, der Staat absolut mit Gewalt und Androhung von Strafe wenn man Ihren Gesetzen nicht folgt. Ich sehe keinen grossen Unterschied zwischen Glaubensgemeinschaften und Staaten, beide sind toxisch und abzulehnen.
    • Flötist 02.04.2018 17:03
      Highlight Highlight Du projezierst hier deine Opferhaltung gegenüber dem Staat auf Freikirchen. Eigentor nennt man das. Schade, dabei gibt es tatsächlich einiges, das man bei Freikirchen bemängeln kann.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.04.2018 17:14
      Highlight Highlight Das ist Bullshit. Wenn du das wirklich glauben wuerdest, warum bist du in der Schweiz und nicht ein einem Land, wo praktisch keinen funktionierenden Staat hat?

      Freikirchen arbeiten nicht "subtil" mit dem Glauben. Sondern offen, staendig und direkt. Es gibt da nichts subtiles, darum ist es ja eine Freikirche.

      Wie das zu absoluter Macht fuehren kann, ist mir ein Raetsel.
    • Bert der Geologe 02.04.2018 17:24
      Highlight Highlight Absolut sinnfreier Sophismus. Ohne Sekten könnte ich gut leben. Ohne Staat, der das Zusammenleben mit netten und mit boshaften Mitmenschen regelt, möchte ich jedoch nicht leben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dä seppetoni 02.04.2018 16:55
    Highlight Highlight Ähnlich wie dieser Philipp bin ich ebenfalls das schwarze Schaf der Familie. Als teenager hat es mich je länger je weniger interessiert und ich bin schliesslich nicht mehr hingegangen. Die Enttäuschung und das Unverständnis darüber bekomme ich immer noch zu spüren, aber es wird akzepiert. Auch von gläubigen Kollegen.
    Sollte mich eines Tages der Blitz treffen und ich wieder an Gott glauben würde ich mich definitiv einer gemässigten Freikirche anschliessen. Es scheint weniger Scheinheiligkeit und Prunk zu geben als bei den Staatsreligionen.
  • p4trick 02.04.2018 16:44
    Highlight Highlight Es gibt Freikirchen und Freikirchen aber v.a. gibt es Menschen die die Kirche ausmachen was nichts mehr mit Glauben zu tun haben muss sondern mit Fanatismus. Bin selber in einer Freikirche aufgewachsen und habe es eher locker gesehen. In keiner Zeit hat mich irgendjemand verachtet oder den Kontakt abgebrochen nur Weil ich nicht mehr hin ging.
    Das hier Beschriebene würde ich jetzt nicht mehr als Freikirche bezeichnen, denn das Wort Frei ist ja hier eher fehl am Platz. Aber eben, Menschen machen eine Kirche..
    • Flötist 02.04.2018 17:07
      Highlight Highlight Ja, gerade diese Geschichte zeigt, dass es sehr auf das Verhalten der Eltern drauf ankommt. Diese falschen Zwänge sind durch ein verkapptes Bild der Eltern aufgekommen, so leben Adventisten kaum. Jedenfalls hätte ich noch nie sowas gehört von mir bekannten Adventisten. Im Gegenteil, die, die ich kenne sind sehr ausgeglichene Menschen, die ihren Glauben sehr ernst nehmen (sprich nicht einfach blind Glauben, sondern nachforschen, was da in der Kirche verzapft wird). Aber ist schon klar, die Geschichte macht die Story, sonst wäre da wohl nicht drüber geschrieben worden.
    • kuwi 02.04.2018 17:20
      Highlight Highlight Genau. Ich habe in meiner Zeit bei der Freikirche vor allen Dingen gelernt, dass es um die Macht des kleinen Mannes geht und nicht in erster Linie um Nächstenliebe, Verständnis und Barmherzigkeit.
    • p4trick 02.04.2018 20:02
      Highlight Highlight Schurke: keine Ahnung was du damit sagen willst aber Zeugen Jehovas und Scientology haben nicht im geringsten was mit Freikirchen zu tun. Anscheinend verwechslest du Sekten mit Freikirchen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 02.04.2018 16:37
    Highlight Highlight Wir gehören zu einem privilegierten Zeitalter in dem man wissen darf und nicht glauben muss. Dieses Privileg gilt es gegenüber Fundamentalisten und Frömmelern zu verteidigen.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.04.2018 17:16
      Highlight Highlight Wenn du denkst Wissen ersetzt Glauben, dann glaubst du wohl mehr zu wissen, als du eigentlich tust. Und ja, dein kleiner Irrglaube wuerde durch mehr Wissen, naemtlich dass man Wissen und glauben kann, aufgeklaert werden ;-)
    • Bert der Geologe 02.04.2018 17:56
      Highlight Highlight @Blitzblotz: was meinst du mit naemtlich? Ist das dein Glaubensbekenntnis?
    • Flötist 02.04.2018 20:01
      Highlight Highlight @Sheldon Würdest du dich tatsächlich mit Wissenschaft auskennen, würdest du wissen, dass die Wissenschaft mehr Fragen als Wissen hat. Gerade was Gott anbelangt. Jede andere Behauptung ist Wunschdenken. Gibts ja auf beiden Seiten...
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  • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 02.04.2018 16:04
    Highlight Highlight ich bin auch in einer Freikirche und ich kenne niemand bei dem der Austritt aus der Gemeinde ein ernsthaftes Problem darstellen würden da wir der Meinung sind jeder soll machen was er will den es verändern die Tatsache nicht das jeder von Gott geliebt wird
    • kuwi 02.04.2018 17:21
      Highlight Highlight Treten Sie aus und Sie werden sehen.
    • TheMan 02.04.2018 18:00
      Highlight Highlight kuwi in ging in die FEG, SPM und in die GvC. Alles Freikirchen. Ich konnte kommen und gehen wie ich wollte. Durfte machen was ich wollte. War in der FEG und SPM über Jahre aktiv. Hatte Ämter (Powerpoint/Mischpult/Lichtanlage) als ich ging, kam der Pastor hatte mit mir ein Kurzes Gespräch. Danach sah man sich ungezwungen noch ein paar mal. Ich werde jetzt noch als guter Koleg zu Grillabenden eingeladen. Ohne das dort gleich von Bibel usw ein Wort fällt. Also ja ich kann Alphas geschriebene Bestätigen.
    • Lami23 02.04.2018 18:20
      Highlight Highlight Kenne auch eine die beim ICF war. Irgendwann hatte sie einfach andere Prioritäten, andere Freunde etc. Ist ausgetreten. Natürlich waren sie (wie übrigens auch jeder Sportverein) nicht glücklich über den Austritt. Das wars aber auch schon.
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  • Whaaat? 02.04.2018 16:00
    Highlight Highlight Sarah, wieso setzt ihr bei Watson die fanatischen Freikirchen (wie Siebten Tags Kirchen) in den gleichen Topf wie die z.b die ICF?
    Ist das nicht eine komplette Fehlinformation für die Leser allgemein zu sagen, man ist bei Freikirchen gezwungen zu bleiben und kommt praktisch nicht raus?

    Geh mal in einen ICF Gottesdienst, und schau was dort passiert. Oder die Chrischona, EMK usw. Das sind Freikirchen die allein nach Jesus und Gott glauben. In die Lehren und Wörter Gottes und Jesu.
    Diese „Kirchen“ glauben meistens an Interpretationen oder Wort für Wort aussagen.
    Was definitiv falsch ist
    • Alnothur 02.04.2018 16:06
      Highlight Highlight Gibt es mehr als eine Freikirche, die sich ICF abkürzt? Die ICF, von der ich bis jetzt gehört habe, ist eine Sekte, wie sie im Buche steht.
    • Whaaat? 02.04.2018 16:07
      Highlight Highlight Und bevor ihr Blitze schiesst. Entweder bist du in der „Gemeinde“ oder nicht. Wenn du dein Soziales Umfeld dort hast, ist es ja mehr als logisch, das du fast kein Kontakt mehr dort hast mit denen. Das ist deine Sachen wie du dein Umfeld baust.

      Sie werden dich sicher fragen, warum? Aber gezwungen, dass wirst du definitv nie.
    • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 02.04.2018 16:08
      Highlight Highlight Der grosse unterschied ist das die ICF an einen Gott glaubt der jeden Mensch bedinungslos liebt, leider ist dieser glaube nicht in jeder Gemeinde in den Grundsätzen, was dazu führt das die Gemeindemitglieder das Gefühl haben sie dürfen keine Fehler machen was sie unter enormen Druck bringt, aber was ist den in Ihren Augen an Ostern geschehn
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  • Crapaud Commune 02.04.2018 15:53
    Highlight Highlight Es braucht einen starken Charakter, um die Erziehung und die Einstellung des ganzen Umfeldes zu hinterfragen und sich dann dagegen zu entscheiden. Schön zu hören, dass er fest im Leben steht.
  • Piri 02.04.2018 15:49
    Highlight Highlight Ich denke jeder Glaube der auf Drohungen und Druck aufgebaut ist, ist falsch! Menschen in dieser Hinsicht zu manipulieren und vor allem Kinder empfinde ich bereits als Missbrauch!
    • bokl 02.04.2018 22:47
      Highlight Highlight @Piri
      "Ich denke jeder Glaube der auf Drohungen und Druck aufgebaut ist, ist falsch!"
      Ohne Drohungen und Druck wäre es Wissen und nicht Glauben ...
    • Hirschf 03.04.2018 18:05
      Highlight Highlight Als ich von der katholischen Kirche zu einer Freikirche wechselte, wurde ich nicht nur gemieden sondern oft auch geschlagen! Wir alle wissen, dass in mindestens einer Landeskirche weltweit eine Gruppe nicht heiraten darf und viele Kinder und Jugendliche missbraucht! Wir finden eben überall Intoleranz und Machtmissbrauch, sind wir doch ehrlich!!
      Der Mensch erfährt von linker oder rechter Seite Intoleranz wenn die "Fronten" gewechselt werden!
      Dieser Mann hat unschöne Erlebnisse gemacht. Wird aber auch nicht der letzte sein der sie öffentlich austrägt! Das käme mir jedoch nicht in den Sinn.
    • Moon Safari 05.04.2018 12:35
      Highlight Highlight @bokl Wissenschaft kann auch eine verdammt Miese Lobby sein. Wissen welches nur einer Elite zugänglich ist (Siehe Film: The Internet Kid). Soviel zur Wissenschaft und deren Lobbies. Ich bin in einer Kirchgemeinde gross geworden die sehr liberal und ökumenisch ausgerichtet war.
  • reamiado 02.04.2018 15:41
    Highlight Highlight Ich verallgemeinere gerade sehr stark, aber Freikirchler (zumindest diejenigen, die ich angetroffen habe) sind freundliche und interessierte Menschen, mit denen man sich gut unterhalten kann bis man das Thema "Religion" anschneidet.
    • azoui 02.04.2018 15:55
      Highlight Highlight Auch Menschen "der Staatsreligionen" sind freundlich und interessiert und in der Regel kann man sich auch gut mit diesen unterhalten, bis man auf die Religion zusprechen kommt, entweder ist es ihnen dann absolut egal, oder Du führst wie mit den Freikirchlern, eine unsägliche Diskusion.
    • somethin'witty 02.04.2018 17:27
      Highlight Highlight Und Homosexualität, Sexualität allgemein, die Entstehung der Erde und in der Folge Wissenschaft an sich. Wenn wir schon am verallgemeinern sind.;)
    • ConcernedCitizen 02.04.2018 17:34
      Highlight Highlight Oder bis man sich über Homesexuelle unterhaltet. Oder Andersgläubige, Atheisten, Impfungen, Medizin im Allgemeinen, Abtreibung, Kinderzüchtigung, Frauenrechte. Die Liste ist beliebig erweiterbar.

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  • Roaming212 02.04.2018 15:24
    Highlight Highlight Religion gehört zu der Sparte Top 10 Pranks that went too far...
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.04.2018 15:15
    Highlight Highlight Ich war selber fast 10 Jahre Jahre lang intensiv in einer Freikirche (ICF Zurich) und habe dort mitgerarbeitet, irgendwann gefiel es mir nicht mehr und mein Glaube hat sich veraendert, da ging ich einfach. Zu einigen habe ich noch Kontakt, andere gingen auch, einige sind noch dort. No one fucking cares. Das mag ich am ICF. Und von dort habt ihr ja alle Bilder geklaut. Die 7 Tages Advis toenen da einiges weniger locker...
  • chnobli1896 02.04.2018 15:05
    Highlight Highlight Spannende Geschichte. Kann mir gar nicht vorstellen wie schlimm dieser subtile Druck sein muss...

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

Liebe Klima- und Umweltaktivisten-Kritiker, dieser Text ist für euch. Denn man kann sehr wohl für Klimaschutz kämpfen, ein Smartphone besitzen und in ein Flugzeug steigen.

Liebe User, wir müssen reden. Es gibt da etwas, das macht mich richtig wütend.

Da ist zum Beispiel die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik gegen den Klimawandel Schüler auf der ganzen Welt inspiriert und politisiert. Thunberg reiste im Februar 65 Stunden von Schweden nach Davos, um das World Economic Forum zu besuchen. Während die schwedische Aktivistin Stunden auf Schienen durch vier Länder fuhr, wurde sie in den sozialen Medien kübelweise mit Häme überschüttet. …

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