Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der fast perfekte Aprilscherz: Wie eine Berner Bahnhofsuhr (beinahe) zum Schleckstengel wurde



abspielen

Die Aktion von letzter Nacht im Zeitraffer. Bei Minute 1:20 trifft die Polizei ein. Video: Youtube/JanDinoKellenberger

«Beinahe hätten wir es zu Ende bringen können», sagt watson-User Jan Dino Kellenberger. «Dann kam doch noch die Polizei.» Dabei waren Jan und seine Freunde letzte Nacht nahe dran, die riesige Uhr des Bahnhofs Bern-Wankdorf in einen Schleckstengel zu verwandeln – als Aprilscherz. «Unser Ziel? Die SBB-Uhr im Wankdorf als das zu zeigen, was sie wirklich ist: Ein riesiger Lolli.»

Bild

Plante einen aufwändigen Aprilscherz: Jan Dino Kellenberger.

Der 25-Jährige und fünf Mitstreiter hatten eine 30 Kilogramm schwere, robuste Vlies-Decke mit Hilfe von Seilen und Stangen über die Uhr gehievt, als die Beamten eintrafen. «Sie baten uns, die Uhr wieder freizugeben – obwohl sie nicht genau sagen konnten, ob wir etwas Verbotenes gemacht haben», so Kellenberger.

Die SBB-Haltestelle Wankdorf und die groesste Bahnhofsuhr der Welt (Durchmesser 7 Meter) vor dem Gebaeude des neuen SBB-Hauptsitzes nach der Einweihungszeremonie am Donnerstag, 14. August 2014 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

So sieht er aus, der unverpackte Lolli. Bild: KEYSTONE

Zum vollendeten Lolli hatte nicht mehr viel gefehlt: Einzig die Vlies-Decke hätte noch zusammengebunden werden müssen. «Wir haben erst gar nicht damit gerechnet, dass wir so weit kommen würden», sagt Kellenberger. «Jetzt sind wir trotzdem etwas enttäuscht.» Die Gruppe folgte schliesslich der Anweisung der Polizei, mit der ein respektvoller Umgang geherrscht habe.

Die Verwandlung hatten die jungen Leute von langer Hand geplant. Im März kauften sie schliesslich die Materialien: Vlies, Farbe, Stangen und Seile beliefen sich auf rund 650 Franken. Und sogar ein 3D-Modell aus Holz erstellte Kellenberger, um die Aktion zu simulieren.

Bild

Mit diesem Holz-Modell spielte die Truppe die Aktion durch.

SBB: «Finden die Aktion sympathisch»

Müssen sie jetzt mit einer Anzeige rechnen? Die Stadtpolizei Bern bestätigt den nächtlichen Einsatz gegenüber watson (man habe eine Meldung über eine verdächtige Aktivität bei der Uhr erhalten) und verweist an die SBB – der Ball liege bei ihnen.

«Wir sehen in der Idee kein Problem», sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage. «Wir finden die Aktion sympathisch.» Man sehe die riesige Bahnhofsuhr als Kunstwerk und fänd es spannend, wenn jemand die Uhr analog dem Künstlerpaar Christo einpacken will. Konsequenzen haben Kellenberger und Co. also nicht zu befürchten.

Man müsse jedoch sagen, dass solche Aktionen nicht ganz ungefährlich seien, so Ginsig. Jemand hätte sich bei einem Sturz verletzen können, oder die Decke hätte einen Kurzschluss auslösen können, wenn sie in Fahrleitungen der SBB-Linie geraten wäre.

«Wenn ich heute Morgen aber einen riesigen Schleckstengel am Bahnhof Wankdorf gesehen hätte, hätte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen können», sagt Ginsig.

Das könnte dich auch interessieren:

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

War für diese Berner Schüler die Klimademo obligatorisch? – Ihre Schule widerspricht

Der Klimastreik der Schüler und Studenten ist derzeit in aller Munde. Am letzten Freitag streikten weltweit über 1,6 Millionen Menschen in 120 Ländern für eine bessere Klimapolitik. Auch in der Schweiz gingen Zehntausende auf die Strasse. Nicht alle davon aber freiwillig, wie ein Bericht von «Tele Bärn» zeigt.

Gemäss dem Bericht war für gewisse Schüler der Oberstufe Frutigen BE die Teilnahme an den Klimademonstrationen obligatorisch – oder für die Eltern zumindest nicht klar als freiwillig …

Artikel lesen
Link zum Artikel