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Arzt muss wegen mutmasslichem Missbrauch von 109 Kindern vor Gericht

Publiziert: 15.05.20, 17:45

Bild: KEYSTONE

In Österreich muss sich ein Arzt, der 109 Jungen sexuell missbraucht haben soll, ab dem 26. Mai vor Gericht verantworten. Dem Mann drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft und die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. 40 der mutmasslichen Opfer waren laut Anklageschrift noch nicht einmal 14 Jahre alt.

Für den Prozess am Landesgericht Wels sind fünf Verhandlungstage eingeplant. Die Urteilsverkündung wird für den 10. Juni erwartet. Zum Schutz der mutmasslichen Opfer sei mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen, teilte das Gericht mit.

Seit Eröffnung seiner Praxis im Jahr 2000 soll der heute 57-Jährige bis zu seiner Festnahme im Januar 2019 «teils schwere sexuelle Missbrauchhandlungen» an den jungen Patienten vorgenommen haben, heisst es in der Anklage. Obendrein wird ihm vorgeworfen, Personen angestiftet zu haben, Porno-Videos von Minderjährigen zu drehen. Ausserdem soll er Kinder mit Cannabis versorgt haben.

Die Opfer waren als Patienten intim untersucht worden. Der Verdächtige habe ihnen offenbar weisgemacht, die sexuellen Handlungen würden zu den Behandlungen dazugehören. Einigen soll er kleine Geldgeschenke gemacht und sie in sein Haus am Attersee eingeladen haben. Dokumentiert seien 30 Fälle ausserhalb der Praxis.

Die Mutter eines 15-Jährigen hatte vergangenes Jahr den Verdacht publik gemacht. Ihr Kind soll ab dem zwölften Lebensjahr mehrfach von dem Mediziner sexuell missbraucht worden sein. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hat sich der Mann von der Ärzteliste streichen lassen. Ein Sachverständiger diagnostizierte dem Beschuldigten Pädophilie, die den «Grad einer schwerwiegenden psychischen Störung erreicht» habe, so die Anklageschrift. (sda/dpa)

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«Ein Kind hält etwas in der Hand, was in Amerika verboten ist, um Kinder zu schützen. Raten Sie mal, welches. Wir verkaufen keine Kinder-Überraschungseier im Interesse unserer Kinder. Warum erklären wir den Waffen nicht den Krieg?» Bild: moms demand action, agentur: grey, Kanada.
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«Liken ist nicht Helfen. Werde Freiwilliger. Verändere ein Leben.» Bild: crisis relief, agentur: publicis, Singapur.
Bild: crisis relief, agentur: publicis, Singapur.
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