International
Klima

Kaliforniens Gouverneur verteidigt Massnahmen zum Wassersparen: «Der Klimawandel ist kein Scherz»

Eindrückliche Bilder zeigen die Dürre in Kalifornien

1 / 9
Eindrückliche Bilder zeigen die Dürre in Kalifornien
Rancho Santa Fe, 4. April: Die Dürre hat ganz Kalifornien erfasst – nur bewässerte Rasenflächen erstrahlen in saftigem Grün.
quelle: getty images north america / sandy huffaker
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Kaliforniens Gouverneur verteidigt Massnahmen zum Wassersparen: «Der Klimawandel ist kein Scherz»

06.04.2015, 06:4206.04.2015, 08:41

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat die angesichts der Dürre in dem US-Bundesstaat erhobenen Massnahmen zum Wassersparen verteidigt. Mit Bezug auf Kalifornien sei der «Klimawandel kein Scherz», sagte Brown am Sonntag dem US-Sender ABC.

Er sprach von einem «Alarmsignal», das eigentlich in der gesamten Welt gehört und beachtet werden müsse. Brown hatte in der vergangenen Woche verpflichtende Regeln angekündigt, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden soll. Grund dafür sei, dass kein Ende der derzeitigen Trockenheit in Kalifornien in Sicht sei. In dem Bundesstaat leben rund 40 Millionen Menschen.

Jerry Brown macht der Wasserhaushalt Kaliforniens zu schaffen.
Jerry Brown macht der Wasserhaushalt Kaliforniens zu schaffen.Bild: Rich Pedroncelli/AP/KEYSTONE

Nun sollen unter anderem in Grünanlagen der Städte insgesamt 4.6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen ersetzt werden. Universitäten, Golfplätze, Friedhöfe und andere Einrichtungen mit grossen Rasenflächen sollen zum sparsameren Bewässern angehalten werden. Darüber hinaus sollen Wasserversorger ihr Tarifsystem so ändern, dass Wasserverschwendung für die Verbraucher teuer wird.

Kalifornien: Die Dürre im Zeitraffer

1 / 12
Kalifornien: Die Dürre im Zeitraffer
Kaliforniens Dürre im Zeitraffer: April 2012
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Weitgehend von den Sparmassnahmen ausgenommen ist der Landwirtschaftssektor, obgleich dort der Grossteil des Wassers verbraucht wird. Brown verteidigte dies und sagte dem Sender ABC, viele Bauern litten bereits enorm unter der Dürre, zehntausende Hektar Land lägen deshalb brach.

Die Bauern müssten daher weiter in der Lage sein, ihre Produkte herzustellen. Sollte sich die Lage verschlechtern, müsse aber erneut über die Massnahmen nachgedacht werden, sagte der Gouverneur. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Nach Zoll-Pleite: Diese Schweizer Firmen wollen Geld von Trump zurück
Nachdem die meisten von Trumps Zöllen für illegal befunden wurden, könnten Unternehmen Geld von der US-Regierung zurückfordern. Zwei bekannte Schweizer Firmen prüfen bereits ihre Möglichkeiten.
Es ist ein herber Rückschlag für Donald Trump: Viele seiner Zölle sind vom höchsten US-Gericht für illegal befunden worden. Zwar denkt der US-Präsident nicht daran, seine Wirtschaftspolitik zu überdenken, dennoch sieht die Ausgangslage für von Zöllen betroffene Firmen deutlich vorteilhafter aus. US-Firmen, aber auch internationale Unternehmen, die als Direktimporteure mit US-Tochtergesellschaft der Regierung Zuschläge abdrücken mussten, könnten nun Forderungen stellen, um Geld zurückzuerhalten. Dazu gehören auch mehrere Schweizer Firmen.
Zur Story