Die Schweiz hat am Montag Vermögen und Bankkonten von neun weiteren Personen aus dem Umkreis des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch eingefroren. Bereits vor einer Woche blockierte der Bundesrat Konten von Janukowitsch selbst, seinem Sohn Alexander und weiteren knapp 20 Personen.
Seit Montag gilt die Sperre nun auch für den zweiten Sohn des früheren Präsidenten, der ebenso wie sein Vater Viktor heisst, und für Alexej Asarow, den Sohn des früheren Regierungschefs Mikola Asarow. Auf der Liste stehen zudem der Sohn des früheren Generalstaatsanwalts, Artem Pschonka, und der frühere Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Oleksander Jakimenko.
Ob und wie viel Geld ukrainische Politiker und ihre Familien in der Schweiz haben, ist nicht bekannt. Der neue Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat erklärt, Janukowitsch habe in seiner dreijährigen Amtszeit umgerechnet 37 Milliarden Dollar zur Seite geschafft. Ende Februar wurde die Genfer Niederlassung der von Alexander Janukowitsch kontrollierten Firma Mako Group von der Staatsanwaltschaft durchsucht. (sda)