Schwanzlänge! So kontert eine Fussballtrainerin eine sexistische Frage
Imke Wübbenhorst spielte als Fussballerin in der Bundesliga, nun ist sie Trainerin. Aber nicht bei den Frauen, sondern bei den Männern des BV Cloppenburg in der Oberliga. Wübbenhorsts Mission: Den Tabellenletzten vor dem Abstieg in die Sechstklassigkeit retten.
Wübbenhorst ist die erste Frau, die in Deutschland ein Männer-Team einer einigermassen hohen Liga trainiert und steht deshalb im Fokus. Allerdings sind die Vorbehalte gegenüber einer Frau in dieser Position auch im Jahr 2019 noch gross. So erzählte sie der Welt kürzlich ein Müsterchen davon.
Kürzlich habe sie jemand gefragt, schildert Wübbenhorst, ob sie eigentlich eine Sirene auf dem Kopf trage, damit die Männer noch schnell eine Hose anziehen könnten, bevor sie die Kabine betritt. Die Reaktion der Trainerin:
Gemäss der Bild hat der bisherige Assistenztrainer Cloppenburgs das Weite gesucht, als Wübbenhorst die Stelle antrat – er trage keiner Frau die Hütchen hinterher. Nüchtern zieht Wübbenhorst für sich das Fazit: «Der Fussball wird immer männerdominiert bleiben. Auch wenn sich die Gesellschaft weiter verändert.» (ram)
Diese Stürmer hatten nur eine gute Saison
Charlie Austin (Queens Park Rangers, 2014/15): Die wohl beeindruckendste Personalie: Austin spielte bisher nur eine einzige Saison in der Premier League. Dabei kam er aber auf starke 18 Tore und sieben Assists. Ansonsten glänzte er zwar auch als Skorer, allerdings nur in den unteren englischen Ligen. Seit dem Winter läuft er nun für Southampton wieder in der Premier League auf und hat bereits einen Treffer erzielt. X00177 / DYLAN MARTINEZ
Grafite (Wolfsburg, 2008/09): Mit 28 Toren in 25 Spielen schoss er Wolfsburg 2009 beinahe im Alleingang zum Meistertitel. Sonst schaffte der Brasilianer aber nie mehr als elf Treffer pro Saison. Nach vier Jahren in der Bundesliga wechselte er nach Dubai, Katar und schliesslich nach Brasilien. EPA / MARCUS BRANDR
Andy Carroll (West Ham, 2010/11): In nur 19 Ligaspielen gelangen ihm elf Tore und sieben Assists. In der Hälfte der Saison wechselte der Engländer für 41 Millionen Euro zu Liverpool. Dort schaffte er den Durchbruch aber nicht und seit 2013 spielt er wieder für West Ham. X01095 / Eddie Keogh
Sergiu Radu (Energie Cottbus, 2006/07): Zuerst schoss der Rumäne Energie Cottbus in die Bundesliga. In der Saison 2006/07 gelangen ihm in der ersten Liga 14 Tore und fünf Assists. Am Ende der Spielzeit verliess er Cottbus in Richtung Wolfsburg. Bei den Wölfen und seinen weiteren Stationen erzielte er nie mehr als vier Saisontreffer.
Franco Di Santo (Werder Bremen, 2014/15): Mit 13 Liga-Toren war der Argentinier letzte Saison die Lebensversicherung der Bremer. Im Sommer folgte der Transfer zum Ligakonkurrenten nach Schalke. Dort kommt der 26-Jährige bisher aber nicht auf Touren. In den ersten 18 Spielen brachte er nur ein Tor zustande. X90145 / FABRIZIO BENSCH
Garra Dembélé (Levski Sofia, 2010/11): Mit der Referenz von unglaublichen 26 Toren in 24 Spielen wechselte er im Sommer 2011 von Sofia zum SC Freiburg. Dort gelang ihm in zwei Jahren aber nur ein Treffer in der Bundesliga. Mittlerweile kickt der Afrikaner in Dubai. EPA / PATRICK SEEGER
Delron Buckley (Arminia Bielefeld, 2004/05): Neun Jahre spielte der Südafrikaner in der Bundesliga für Bochum und zerriss dabei keine grossen Stricke. Dann kam der Transfer zu Bielefeld und gleich in der ersten Spielzeit erzielte er 15 Tore. Davor und danach lag sein Bestwert in einer ersten Liga bei fünf Treffern pro Saison. EPA / BERND THISSEN
Albert Bunjaku (Nürnberg, 2009/10): Mit seinen zwölf Toren hatte der Schweizer einen massgeblichen Anteil daran, dass sich die Nürnberger wenigstens in die Relegation retteten. Dort konnten sie sich dank zwei Siegen gegen Augsburg in der ersten Liga halten – Bunjaku steuerte dort keine Treffer bei. Anschliessend gelang dem 32-Jährigen in der Bundesliga nur noch ein Treffer. EPA / DANIEL KARMANN
Marlon Harewood (West Ham, 2005/06): Ihn könnte man am ehesten mit Jamie Vardy vergleichen. Auch er spielte schon in der zweiten Liga für West Ham und schoss seinen Klub überhaupt erst in die Premier League. Dort gelangen ihm gleich in der ersten Saison 14 Liga-Treffer. In den folgenden Jahren kam er nie mehr auch nur in die Nähe dieses Wertes. EPA / GERRY PENNY
Henri Bienvenu (Young Boys, 2010/11): In seiner zweiten Saison schlug der Kameruner in Bern voll ein und erzielte gleich 16 Tore und spielte siebenmal den entscheidenden Pass. Bei seinen anschliessenden Destinationen in der Türkei, in Spanien und in Frankreich erreichte er nie mehr dieses Level. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
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