Aktuelle Themen:

Bild: KEYSTONE / watson

Dieses iPhone-Update sollten nicht nur SwissCovid-Nutzer sofort installieren

Apple hat in der Nacht auf Donnerstag iOS 13.6.1 veröffentlicht.

Publiziert: 13.08.20, 07:33 Aktualisiert: 13.08.20, 13:45

Einen Monat nach der Veröffentlichung von iOS 13.6 und iPadOS 13.6 legt Apple mit wichtigen Verbesserungen nach. Das Update soll einige Fehler beheben, die in Zusammenhang mit der Exposure-Notification-Schnittstelle bestehen. Das ist die ins mobile Betriebssystem integrierte Technik, die von SwissCovid und anderen Tracing-Apps verwendet wird.

Gemäss den offiziellen Release Notes von Apple wird unter anderem ein Problem behoben, dass die Benachrichtigungen von Betroffenen ungewollt deaktiviert wurden.

«Fixes an issue where Exposure Notifications could be disabled for some users»

Apple

Konkret soll die Hintergrundaktualisierung betroffen gewesen sein, also die System-Funktion, die sicherstellte, dass zum Beispiel SwissCovid regelmässig Verbindung mit dem Server des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) aufnahm und abfragte, ob Daten von infizierten «Kontakten» vorliegen.

Display-Grünstich und Speicherproblem beseitigen

iOS 13.6.1 behebt auch ein Problem, das einen auffälligen Grünstich auf dem Bildschirm einiger iPhone-Modelle verursachen konnte, wie 9to5Mac im Juni berichtete. Laut Apple wurde dieses Problem durch einen Fehler im Wärmemanagement verursacht und soll nun gelöst sein.

Der auffällige Grünstich schien laut Schilderungen bei Reddit zufällig aufzutreten und tauchte offenbar vor allem nach dem Entsperren des iPhones auf. Auch nach dem Aktivieren des Darkmodes sei die Färbung gelegentlich aufzutreten. Da er in Screenshots jedoch nicht zu beobachten war, brachte dies einige Nutzer zur Schlussfolgerung, dass es sich um ein Hardwareproblem handeln könnte. Apple soll denn auch eine unbekannte Zahl Geräte ausgetauscht haben.

Korrigiert wird mit iOS 13.6.1 schliesslich auch noch ein Speicherplatz-Problem, und zwar dass nicht benötigte System-Dateien nicht automatisch gelöscht werden, wenn auf dem Gerät der verfügbare Speicherplatz knapp wird.

Wer ein neueres iPhone (ab iPhone 6S) hat, stösst die Software-Aktualisierung am besten sofort an, und zwar unter > Einstellungen -> Allgemein -> Softwareupdate. Das Aktualisieren dauert allerdings mehrere Minuten.

Gleichzeitig mit iOS 13.6.1 hat Apple iPadOS 13.6.1 veröffentlicht, das neben Fehlerbehebungen ein paar (kleinere) neue Funktionen bringt.

(dsc, via 9to5mac.com)

Das ist die SwissCovid-App fürs iPhone

So sieht der Startbildschirm der SwissCovid-App fürs iPhone (iOS) aus.
Bei der Inbetriebnahme erhalten die User wichtige Informationen.
Die vom Konsortium DP-3T entwickelte Anwendung ist datenschutzkonform und funktioniert nach dem Prinzip der Datenminimierung. Das heisst, es verlassen keine sensitiven Kontakt-Daten das Mobilgerät.
Die Schweizer Corona-Warn-App ist die weltweit erste, die die neue «Exposure Notification»-Schnittstelle von Apple implementiert hat. Über Bluetooth Low Energy (LE) wird erfasst, wenn andere User in der Nähe sind.
Das Bluetooth-basierte Tracing muss vom User aktiviert werden.
App-User können sich vor möglichen Infektionen warnen lassen. Alarmierungen erfolgen nur aufgrund eines medizinischen Covid-19-Tests und anonym.
Auf dem iPhone soll man die «Mitteilungen» aktivieren.
In den System-Einstellungen (App) lässt sich dies jederzeit widerrufen.
Der Einrichtungsprozess ist verständlich und in wenigen Minuten abgeschlossen.
Die Schweizer Corona-Warn-App ist noch nicht offiziell lanciert worden, steht aber zu Testzwecken zur Verfügung. Um sie zu testen, müssen iPhone-User zunächst die Testflight-App auf ihrem Mobilgerät installieren.
Die Entwickler wollen praktische Erfahrungen sammeln und die App verbessern, bevor sie Ende Juni lanciert werden soll. Zuvor muss allerdings noch das Eidgenössische Parlament die gesetzlichen Rahmenbedingungen festlegen. Unter anderem ist ein Diskriminierungsverbot vorgesehen.
App-Tester können den Entwicklern ein Feedback übermitteln.

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Video: watson / Knackeboul, Lya Saxer

Das könnte dich auch interessieren:

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen