Aktuelle Themen:

Ein Giruno-Zug von Stadler Rail blieb am Montag im Ceneri-Tunnel liegen. Bild: keystone

SBB-Eurocity bleibt im neuen Ceneri-Tunnel stecken – 150 Passagiere evakuiert

Bei der zweiten Fahrt mit Passagieren blieb ein SBB-Zug von Stadler Rail im eben eröffneten Ceneri-Tunnel liegen. Die Evakuierung der Reisenden gestaltete sich nicht ganz einfach.

Publiziert: 16.09.20, 18:03 Aktualisiert: 17.09.20, 08:56

Kaum eröffnet, hat sich im Ceneri-Basistunnel bereits die erste grössere Panne ereignet. Auf der zweiten kommerziellen Fahrt mit Passagieren blieb der SBB-Eurocity Zürich-Milano am Montagmorgen im 15,4 Kilometer langen Tunnel stecken. Dies schreiben die SBB in einem Blog-Beitrag.

Der Zwischenfall ereignete sich demnach infolge einer technischen Störung am neuen Giruno-Zug von Hersteller Stadler Rail. «Die Evakuierung der 150 Passagiere dauerte rund zwei Stunden», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu watson. Die Störung am Zug sei unabhängig vom Tunnel aufgetreten.

Ursprünglich wollten die SBB den defekten Giruno mit einem Rettungszug aus dem Tunnel abschleppen. Weil die Bremsen des Eurocitys blockierten, sei dies aber nicht möglich gewesen. Die 150 Passagiere mussten über einen Querschlag in die zweite Tunnelröhre überführt werden. Dort brachte ein Extrazug die Reisenden nach Bellinzona. Sie konnten anschliessend weiterreisen. «Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Fahrgästen», so Schärli weiter.

Vor zwei Wochen führten die SBB eine Rettungsübung durch. Bild: keystone

Gut zu wissen: Erst vor zwei Wochen führten die SBB im Ceneri-Tunnel eine gross angelegte Rettungsübung durch. Jetzt trat für die SBB-Mitarbeitenden bereits der Ernstfall ein.

So sieht der neue Gotthardzug Giruno der SBB aus

Bahn frei für den neuen Gotthardzug der SBB: Der Hochgeschwindigkeitszug Giruno von Stadler Rail.
Die SBB will den Giruno genannten Zug vom Typ Smile bereits ab Frühsommer 2019 schrittweise in Betrieb nehmen, wie Stadler Rail am Freitag mitteilte. Der Zug darf vorerst gemäss Bewilligung mit 200 km/h verkehren, technisch könnte er bis zu 250 km/h schnell fahren.
Die SBB hat den Hochgeschwindigkeitszug bei Stadler vor fünf Jahren in Auftrag gegeben, um mit der erwarteten grösseren Nachfrage auf der neuen Alpentransversalen Schritt halten zu können.
Seit Ende 2016 ist der Gotthard-Basistunnel in Betrieb, Ende 2020 soll der Ceneri-Basistunnel die Flachbahn durch die Alpen vollenden. Die SBB hat bei Stadler 29 Triebzüge bestellt. Dazu besteht die Option, bis zu 92 weitere Züge nachzuordern.
Ein Novum: Erstmals hat ein SBB-Zug geschlechtergetrennte WCs.
Die SBB und Stadler Rail bauten ein 1:1-Holzmodell des neuen Hochgeschwindigkeitszuges «Giruno», um die verschiedenen Bereiche des neuen Zuges erlebbar zu machen. (Bild: SBB)
Das Holzmodell – eine so genannte Maquette – ermöglichte es, Fragen zum Innenausbau vor Baubeginn zu klären. (Bild: SBB)
In der Maquette sind unter anderem ein Abteil 1. und 2. Klasse, ein Wagen für Personen mit eingeschränkter Mobilität, der Speisewagen und der Führerstand in Originalgrösse dargestellt. (Bild: SBB)
Ein Wagen für Personen mit eingeschränkter Mobilität. (Bild: SBB)
Der Speisewagen. (Bild: SBB)
Abteil der 1. Klasse. (Bild: SBB)
Der «Giruno» bietet den Passagieren mit bis zu 400 Metern Länge in Doppeltraktion insgesamt 806 Sitzplätze – rund 40 Prozent mehr als bisher. (Grafik: SBB)

Feuer im Ceneri: SBB geht Notfallszenarien durch

Video: sda / SDA

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste