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Polizisten sichern den Hauptsitz des serbischen Staatssenders RTS. Die Demonstranten protestieren gegen den Präsidenten Aleksandar Vucic. EPA/EPA / ANDREJ CUKIC
Dutzende Demonstranten haben es in Innere des Gebäudes geschafft. EPA/EPA / KOCA SULEJMANOVIC
Der ehemalige serbische Präsident Boris Tadic (links) gesellte sich zu den Demonstranten. EPA/EPA / ANDREJ CUKIC
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Die Polizei stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz. EPA/EPA / KOCA SULEJMANOVIC
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Serbische Demonstranten stürmen Staatssender RTS

Publiziert: 17.03.19, 19:43

Die seit drei Monaten anhaltenden Proteste in Serbien gegen Präsident Aleksandar Vucic werden massiver: Am Samstag stürmten Dutzende Demonstranten den Staatssender RTS, am Sonntag protestierten Tausende vor dem Belgrader Präsidentenpalast, während Vucic eine Pressekonferenz hielt.

Die Regierungskritiker werfen ihm eine zunehmend autoritäre Politik vor, Vucic weist dies zurück.

Der Sturm auf die Büros von RTS war am Samstag live im Fernsehen zu sehen. Der Privatsender N1 zeigte, wie ein Grossaufgebot der Polizei die Demonstranten aus dem Sender fortbrachte. Die Regierungskritiker forderten von dem Sender, sie zum Volk sprechen zu lassen.

Demonstranten werden geschlagen und aus dem Gebäude gezerrt.

Zuvor hatten tausende Regierungskritiker friedlich im Zentrum von Belgrad demonstriert. Auch in anderen serbischen Städten fanden Kundgebungen statt. Die Demonstranten prangerten politische Einmischung in die Medienberichterstattung an und forderten die RTS-Führung zum Rücktritt auf.

Am Sonntag versammelten sich erneut tausende Demonstranten vor dem Präsidentenpalast, während Vucic dort eine Pressekonferenz hielt. Es kam zu ersten Auseinandersetzungen, als serbische Antiaufruhr-Einheiten sie daran zu hindern versuchten, Lautsprecher aufzustellen oder Barrieren zu entfernen.

Erstmals nahmen an den Protesten führende Vertreter der Opposition teil. Zu den Demonstranten, die sich am Samstag in Belgrad Zutritt zu den RTS-Büros verschafften, zählten der frühere Belgrader Bürgermeister Dragan Djilas und Bosko Obradovic von der rechtsgerichteten Partei Dveri. Am Sonntag traten Djilas und Obradovis sowie weitere führende Oppositionspolitiker auch auf der Kundgebung vor dem Präsidentenpalast auf.

Vucic unbeeindruckt

Vucic gab sich unbeeindruckt. Auf seiner live vom Staatssender übertragenen Pressekonferenz betonte der Präsident, er lasse sich von niemandem einschüchtern. Die Demonstranten bezeichnete er als «Hooligans», Obradovic als «Faschisten» und Djilavic als «Oligarchen».

Bereits seit dem 8. Dezember gehen die Regierungskritiker jeden Samstag gegen Vucic auf die Strasse, zuletzt schien der Elan allerdings zu erlahmen. Die Demonstranten werfen dem ehemaligen Ultranationalisten und inzwischen pro-europäischen Staatschef vor, sich immer mehr zum Autokraten zu entwickeln. Den Staatssender RTS beschuldigen sie, in seiner Berichterstattung das Regierungslager zu bevorzugen und regierungskrititischen Standpunkten zu wenig Sendezeit einzuräumen.

Auch die EU-Kommission hatte sich vergangenes Jahr besorgt über Einschränkungen der Pressefreiheit in Serbien durch Drohungen, Einschüchterungen und Gewalt gezeigt. Serbien zählt zu mehreren EU-Beitrittskandidaten auf dem Westbalkan. Es hofft, der Union bereits 2025 beitreten zu können. (sda/afp)

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA

Proteste am Foley Square in New York. X03476 / ELIZABETH SHAFIROFF
Demonstration auf der Brooklyn Bridge in New York. EPA/EPA / MICHAEL NAGLE
In Erinnerung an mehrere Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze liefen am 4. Dezember 2014 (Ortszeit) Demonstranten mit erhobenen Händen durch New York und riefen «keine Gerechtigkeit, kein Frieden» und «Rassismus tötet». AP/FR103966 AP / Jason DeCrow
New Yorker Polizisten machen Pause. GETTY IMAGES NORTH AMERICA / KENA BETANCUR
Ein Demonstrant wird in New York verhaftet. GETTY IMAGES NORTH AMERICA / KENA BETANCUR
Auch am New Yorker Times Square kommt es zur Konfrontation zwischen Polizei und Demonstranten. EPA/EPA / MICHAEL NAGLE
«Auch schwarze Leben haben Wert» und «Vereint für Gerechtigkeit» signalisieren diese Demonstranten in New York. EPA/EPA / MICHAEL NAGLE
«Massensterben» als Protest an der Emory University. EPA/EPA / ERIK S. LESSER
«Die in» statt «sit in» an der Emory University. EPA/EPA / ERIK S. LESSER
Dieser Protestant wird in New York abgeführt. Getty Images North America / Kena Betancur

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