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So langsam ist Licht

Publiziert: 16.02.15, 21:27 Aktualisiert: 17.02.15, 08:12

Licht ist schnell. Es ist so schnell, es gibt nach aktuellem Wissensstand nichts Schnelleres: Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum – eine Naturkonstante, die mit dem Buchstaben c bezeichnet wird – gilt als absolute Geschwindigkeitsgrenze für die Bewegung von Masse, aber auch die Übertragung von Energie und Information. 

So ungeheuer schnell ist Licht, dass man lange glaubte, dass seine Geschwindigkeit unendlich sei: Zünde man ein Licht an, so werde es überall gleichzeitig wahrgenommen. Kein Wunder, denn bei der Geschwindigkeit von 299'792'458 Metern pro Sekunde würde ein Lichtstrahl die rund 123 Kilometer von Zürich nach Bern in nur gerade 0,0004 Sekunden zurücklegen. 

Ungeheure kosmische Entfernungen

Sobald man jedoch den menschlichen Alltag verlässt und die ungeheuren kosmischen Entfernungen zum Massstab nimmt, zeigt sich, wie erstaunlich langsam Licht ist. Nur schon für die Reise zu unserem nächsten Nachbarstern in der Milchstrasse, Alpha Centauri, benötigt das Licht mehr als vier Jahre. Um die Milchstrasse zu durchqueren, müsste ein Lichtstrahl sogar rund 100'000 Jahre lang unterwegs sein. 

Die Langsamkeit des Lichts veranschaulicht das untenstehende Video eindrücklich. Es zeigt die 45-minütige Reise eines Photons, eines Lichtteilchens, von der Oberfläche unserer Sonne bis zum Jupiter. Und zwar in Echtzeit. Bis Merkur, der sonnennächste Planet, auftaucht, sind wir schon mehr als drei Minuten unterwegs. Bis zu unserer blauen Murmel benötigt das Photon über acht Minuten. Viel Spass bei dieser schon fast meditativen dreiviertelstündigen Reise! (dhr)

«Riding Light» Vimeo/Alphonse Swinehart

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Voilà, das IXV. Mit ihm testet die ESA Technologien, die den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erlauben. ESA / Jacky Huart
Dabei liegt das Augenmerk vor allem auf der Aerodynamik und Aerothermodynamik, dem Hitzeschutz sowie auf der Navigation und Flugsteuerung. ESA / Jacky Huart
Hier wird das IXV (Intermediate Experimental Vehicle) gerade in ein Modul der Trägerrakete Vega verpackt. ESA / Jacky Huart
Das System soll laut ESA eine kostengünstige Alternative zu den bisherigen Shuttles der amerikanischen NASA sein. ESA / Jacky Huart
Am 11. Februar 2015 absolviert das IXV erfolgreich seinen ersten Testflug. Getty Images Europe / ESA
Der Ablauf der Testmission. Die Trägerrakete Vega brachte das IXV in eine Höhe von rund 450 Kilometern. ESA / Jacky Huart
Das IXV löst sich von Vega. ESA / Jacky Huart
Das IXV soll nach dem Wiedereintritt sicher an Fallschirmen im Meer landen. Danach wird es für weitere Auswertungen geborgen. ESA / Jacky Huart
Die Vega-Trägerrakete wird vom ESA-Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana aus abheben. ESA / Jacky Huart
Von diesem Kontrollraum aus überwachen die Techniker den Testflug. ESA / Jacky Huart

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