Römisches Badebecken bei Bauarbeiten in Baden AG entdeckt
Kantonsarchäologie Aargau/Samuel Mühleisen
Bei Bauarbeiten am Badener Kurplatz ist ein spektakuläres Badebecken aus römischer Zeit entdeckt worden. Das Becken dürfte laut Informationen der «Aargauer Zeitung» bis ins Mittelalter Teil des legendären Badener Verenabades gewesen sein.
In diesem Bad konnten Besucher bis ins 19. Jahrhundert unter freiem Himmel baden. Offenbar sei das Bad im Laufe der Zeit einmal verkleinert worden, zitiert die «Aargauer Zeitung» die Archäologin und Bäder-Expertin Andrea Schaer, welche den Fund während der Bauarbeiten gemacht hat.
«Das römische Bad zusammen mit der Quellfassung ist ein spektakulärer Fund», sagte Schaer. Das Becken dürfte nach ihrer Einschätzung aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts oder allenfalls aus dem frühen 2. Jahrhundert stammen.
Die Frage, ob in Baden auch zwischen Römerzeit und Mittelalter ein Badebetrieb bestanden habe, sei bis heute nicht definitiv geklärt. Die Indizien mehren sich laut Schaer jedoch, dass hier seit 2000 Jahren durchgehend gebadet wurde.
«Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir das hier finden», sagte Schaer. Zu Bauverzögerungen komme es deswegen nicht, da die Arbeiten am Kurplatz noch kurzfristige Umstellungen erlaubten. Schaer schätzt die Wasserfläche des langen, rechteckigen Bassins – also des ursprünglichen Verenabades – auf rund 6 mal 14 Meter. (aeg/sda)
Cäsars Massaker an den Tenkterern und Usipetern
Schädelfragment einer erwachsenen Frau. Das Loch wurde durch einen Wurfspeer verursacht. (Bild: Vrije Universiteit Amsterdam) Vrije Universiteit Amsterdam
Zahlreiche Knochenfunde in Kessel im Südosten der Niederlande weisen auf die Schlacht hin. (Bild: Vrije Universiteit Amsterdam) Vrije Universiteit Amsterdam
Die beiden germanischen Stämme waren vor den Sueben nach Westen über den Rhein geflohen (schwarze Pfeile) und hatten Cäsar um Asyl ersucht. Der römische Feldherr lehnte ab und griff das germanische Lager mit acht Legionen und der Reiterei an (rote Pfeile). Am Zusammenfluss von Maas und Rhein (Waal) kam es zum Massaker. (Karte: Vrije Universiteit Amsterdam) Vrije Universiteit Amsterdam
Cäsars Vorgehen würde man heute als Genozid betrachten. Die Römer sahen dagegen in der Vernichtung eines geschlagenen Feindes nichts Verwerfliches, zumal wenn es sich um Barbaren handelte.
Kopie eines eisernen Reiterhelms, der in Kessel gefunden wurde. Solche Helme wurden von gallischen Reitern getragen, die in Cäsars Heer dienten. (Bild: Vrije Universiteit Amsterdam) Vrije Universiteit Amsterdam
An diesen Kieferfragmenten aus Kessel wurde eine Isotopenanalyse vorgenommen. Damit lässt sich herausfinden, wo ein Mensch gelebt hat. (Bild: Vrije Universiteit Amsterdam) Vrije Universiteit Amsterdam
Überreste von Schwertern aus Kessel. Die Funde in dieser Ausgrabungsstelle wurden zwischen 1975 und 1995 gemacht. Vrije Universiteit Amsterdam
Römische Legionäre. Cäsar eroberte von 58 bis 51/50 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein.
Gallien um 58 v. Chr. Das Siedlungsgebiet der Usipeter lag östlich des Unterlaufs des Rheins. (Bild: Wikimedia Commons/Feitscherg) Wikimedia Commons/Feitscherg
300 altrömischen Goldmünzen in Como entdeckt
Video: SRF / Roberto Krone
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