2018 war das teuerste Unwetterschadenjahr seit zehn Jahren
2018 gab es in der Schweiz Unwetterschäden in der Höhe von 200 Millionen Franken. Das ist soviel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auf einen längeren Zeitraum gesehen war es allerdings das elfte relativ schadensarme Jahr in Folge.
Dieser scheinbare Widerspruch ergibt sich aus dem Vergleich mit der Schadensumme von 306 Millionen Franken, die in den Jahren 1972 bis 2017 durchschnittlich pro Jahr anfiel, wie die am Donnerstag veröffentlichte Auswertung der Unwetterschadens-Datenbank der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigt.
Das letzte richtig teure Jahr war 2007, damals registrierte das WSL Schäden von 700 Millionen Franken. Seither bewegten sich die jährlichen Schadensummern zwischen 20 und 200 Millionen Franken.
Ausserordentlich viele Unwetterschäden gab es 2018 im Januar nach ergiebigen Niederschlägen. Zwischen Mai und August waren es hauptsächlich Gewitter, die Überschwemmungen verursachten. (aeg/sda)
So hat das Unwetter Mallorca verwüstet
Diese Frau stapft in Sant Llorenc, im Osten der Insel, durch den Regen. Dort hat das Unwetter besonders schwere Schäden angerichtet. Mindestens zwölf Menschen sind ums Leben gekommen. AP/AP / Francisco Ubilla
Trümmer an einer Flussmündung. Mehrere Menschen werden noch vermisst. Darunter auch ein Fünfjähriger. EPA/EFE / LLITERES
Diese Frau befreit einen Hoteleingang in S'Illot, ebenfalls im Osten der Insel, vom Schlamm, den die Wassermassen angespült haben. EPA/EFE / LLITERES
Etwa 400 Rettungskräfte sind auf der Insel im Einsatz und suchen weiter nach den Vermissten. EPA/EFE / CATI CLADERA
Innerhalb weniger Stunden waren rund 220 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, wie die Regionalregierung mitteilte. Ein Wildbach trat über die Ufer. Häuser wurden überflutet, Autos von den Fluten fortgerissen. EPA/EFE / CATI CLADERA
Die Bewohner schaffen alles, was durch das Unwetter zerstört wurde, auf die Strassen. AP/AP / Francisco Ubilla
Auf Mallorca hatte es schon seit Montag sehr heftig geregnet, ortsweise auch gehagelt. Durch das Unwetter kam es laut Medien auf dem Flughafen Palma zeitweise zu Verzögerungen. EPA/EFE / ATIENZA
Und so sieht es im Inneren der verwüsteten Häuser aus. AP/AP / Francisco Ubilla
Premierminister Pedro Sanchez und die Präsidentin der Balearen, Francina Armengol, flogen ein, um sich ein Bild von der Lage zu machen. «Vordringliche Aufgabe ist derzeit, Vermisste zu finden und auf die Sorgen von Angehörigen und Nachbarn einzugehen», sagte Sanchez. EPA/SPANISH GOVERNMENT / Fernando Calvo HANDOUT
Die Regionalregierung der Balearen rief eine dreitägige Trauer aus. In Madrid legten die Abgeordneten am Morgen eine Schweigeminute für die Opfer ein. EPA/SPANISH GOVERNMENT / Fernando Calvo HANDOUT
Hunderte Menschen verbrachten die Nacht auf Donnerstag in Turnhallen sowie in von den Behörden beschlagnahmten Hotels. Tennisstar Rafael Nadal, der aus der betroffenen Region stammt, bot die Zimmer seiner Sportzentren auf der Insel allen an, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. EPA/EFE / ATIENZA
In Sant Llorenc half der Tennis-Star bei den Aufräumarbeiten. AP/AP / Francisco Ubilla
Auch entlang der Küste geht die Suche nach möglichen Überlebenden weiter. (tam/sda/afp/dpa) EPA/EFE / CATI CLADERA
Italien versinkt im Regen
Video: SRF / Roberto Krone
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