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«Wir sind mit dem Auto geschwommen statt gefahren»

Die Gewitternacht wird Quemajl Kryeziu so schnell nicht vergessen. Immer wieder sieht er die Unterführung der Goldschlägistrasse in Schlieren vor sich, wo er am Sonntagabend mit seinem Geschäftsauto in die Wassermassen geriet.

Publiziert: 08.06.15, 17:29 Aktualisiert: 08.06.15, 19:31
Anina Gepp / limmattaler Zeitung
In Schlieren wurden zwei Autofahrer in einer Bahn-Unterführung vom Unwetter überrascht. bild: user-input
Während Stunden stand die Unterführung unter Wasser. forms://13/21976
Auch am nächsten Morgen bleibt die Unterführung gesperrt. forms://13/21975
Die Feuerwehr pumpt das Wasser ab – eines der Autos wird bald wieder im Trockenen sein. comments://780008932/96093
Die Einsatzkräfte pumpen das Wasser mit nur einer Pumpe ab – eine Arbeit von mehreren Stunden. forms://13/21982
Noch gibt es aber kein Durchkommen an der Goldschlägistrasse. comments://780008932/96092

Ein Artikel der

Quemajl Kryeziu und seine Frau seien auf dem Heimweg in Richtung Zürich gewesen, als es bereits stark regnete, sagt Kryeziu auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung. Aufgrund der prekären Situation auf den Strassen sei er besonders vorsichtig und langsam gefahren. Trotzdem hätten weder er noch seine Frau gesehen, dass die ganze Unterführung unter Wasser stand. Die Beleuchtung sei nicht ausreichend gewesen.

Aufräumarbeiten bei der Goldschlägi-Unterführung in Schlieren.

«Plötzlich erfassten uns die angesammelten Wassermassen und wir sind mit dem Auto geschwommen statt gefahren», sagt der Geschäftsmann. Trotz der prekären Lage blieb Kryeziu ruhig. Den Wagen habe es ziemlich schnell rechts an die Wand der Unterführung herangetrieben. So hätten er und seine Frau sich durch das Fenster des Autos schnell befreien und sich am Geländer der Unterführung hochziehen können.

Der Verlust des Autos sitzt jedoch noch tief: «Den Wagen musste ich schweren Herzens zurücklassen und zusehen, wie es langsam versank», so Kryeziu. Zwar habe er nochmals ins Wasser zurückkehren wollen, um zu überprüfen, wie es um das Auto steht. Doch die Feuerwehr, die kurz nach dem Ereignis vor Ort eintraf, habe es ihm ausdrücklich verboten. «Ich habe dann einsehen müssen, dass es zu gefährlich gewesen wäre», so Kryeziu.

Ausser dem Fahrzeug, das nun einen Totalschaden habe, sei soweit alles in Ordnung. Er sei nur dankbar, dass ihm und seiner Frau nichts passiert ist, so der Zürcher. Dass trotz der heftigen Regenfälle keine Absperrung vorhanden war, könne er nicht nachvollziehen, sagt Kryeziu. (aargauerzeitung.ch)

Gewitter, Blitze und Hochwasser in der Schweiz

Feuerwehren im Dauereinsatz nach Gewitter - und ein Autofahrer in Schlieren hat Pech gehabt. comments://780008932/96093
Ein dramatisches Bild aus Schlieren hat uns ein Leser zugesendet.
Der Mann konnte sich gerade noch aufs Dach des Autos retten. forms://13/21969
Schlieren gestern Abend - Wasser strömt aus der Kanalisation. forms://13/21976
Das Auto ist in Schlieren an der Goldschlägistrasse vor dem Coop. forms://13/21975
Feuerwehren im Dauereinsatz nach Gewitter - und ein Autofahrer in Schlieren hat Glück So sieht es heute morgen aus. comments://780008932/96092
Blitz und Regen über Zürich vom letzten schiff "Linth" am Sonntagabend forms://13/21968
Die Berufsfeuerwehr Bern entfernt im Mattequartier ein mobiles Schwellenelement, das eine grosse Menge Schwemmholz aufgehalten hat. Nun ist die Hochwasser-Situation entschärft. Bild: Berufsfeuerwehr Bern
Der User meint: «Mein Auto hat schwimmen gelernt... wie sagt Dori aus "Findet Nemo" so schön: "einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen..." » forms://13/21971
Menschen beobachten den Sonnenuntergang am Rorschacher Hafen nach einem heissen Sommertag bei aufziehenden Gewittern, am Samstag, 6. Juni 2015, in Rorschach. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

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