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Neue Köpfe für Umwelt und Kommunikation: Bund besetzt zwei Chefpositionen

Publiziert: 28.05.20, 08:30 Aktualisiert: 28.05.20, 10:03

Der Bund hat heute gleich zwei Bundesämter mit neuen Spitzen besetzt:

Bundesamt für Umwelt (Bafu)

Katrin Schneeberger übernimmt das Bafu. Bild: keystone

Katrin Schneeberger wird neue Direktorin des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Das teilte der Bundesrat am Donnerstag mit. Die 52-jährige Bernerin ist derzeit für das Bundesamt für Strassen (Astra) tätig, seit 2015 ist sie stellvertretende Direktorin.

Die neue Funktion im Bafu tritt Schneeberger am 1. September 2020 an. Bis dahin wird das Bundesamt von der stellvertretenden Direktorin Christine Hofmann interimistisch geleitet. Schneebergers Amtsvorgänger Marc Chardonnens ist vergangenes Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und diesen April verstorben.

Schneeberger hatte an der Universität Bern Wirtschaftsgeografie studiert. Danach absolvierte sie ein Zusatzstudium in Soziologie an der Universität Lancaster (GB), zudem bildete sie sich in Führungsfragen weiter.

Bevor sie zum Astra wechselte, war Schneeberger Generalsekretärin der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün der Stadt Bern. Zuvor leitete sie den Bereich «Mobile Gesellschaft» im Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung beim Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat.

Mit Katrin Schneeberger habe der Bundesrat eine profilierte und erfahrene Persönlichkeit ernannt, die im Astra komplexe Projekte geleitet habe, heisst es in der Mitteilung. Zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Bafu-Direktorin gehören die Weiterentwicklung der Umwelt- und Klimapolitik.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sprach vor den Bundeshausmedien von einem ausgesprochen wichtigen Themenfeld. Die Klimapolitik sei während der Corona-Krise etwas in den Hintergrund gerückt, habe aber nicht an Bedeutung verloren.

Für Schneeberger ist es nach eigenen Angaben wichtig, dass die Corona- nicht gegen die Klima-Krise ausgespielt wird. Der Bevölkerung seien Umweltthemen wichtig. «Spätestens beim nächsten Hitzesommer oder beim nächsten Hochwasser werden sie wieder auf der Tagesordnung stehen.» Sie lobte auch die Klimajugend, die sich regelmässig eindrücklich zu Wort melde.

Das Parlament diskutiert derzeit über eine Änderung des CO2-Gesetzes. Mit diesem sollen die Emissionsziele der nächsten Jahre erreicht werden. In der ersten Runde hatte der Nationalrat die Vorlage abgelehnt, in der Sommersession diskutiert er zum zweiten Mal darüber. Mit der Corona-Krise und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten dürfte die Debatte eine neue Dynamik gewinnen.

Bundesamts für Kommunikation (Bakom)

Bernard Maissen übernimmt das Bakom. Bild: keystone

Neuer Direktor des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) wird Bernard Maissen wird. Der 59-Jährige Maissen ist seit 2018 Vizedirektor des Bakom, zuständig für die Abteilung Medien.

Die neue Funktion tritt er am 1. Juli an. Er übernimmt das Amt von Philipp Metzger, der im Februar zur Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) gewechselt hat. Seither wird das Bakom interimistisch vom stellvertretenden Direktor Philippe Horisberger geleitet.

Maissen stammt aus dem Journalismus. Er hat an der Universität Freiburg Germanistik, Geschichte und Journalismus studiert und war danach in verschiedenen Funktionen als Journalist und Chefredaktor tätig. Vor seinem Wechsel ins Bakom war er Chefredaktor und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA).

Die Medien gehören zu den grossen Herausforderungen des neuen Bakom-Direktors. Das Parlament berät derzeit über ein Massnahmenpaket zur Unterstützung der Branche. Dieses könnte den Strukturwandel, der sich in der Corona-Krise noch beschleunigt hat, allenfalls bremsen. Der Ständerat entscheidet in der Sommersession über die Vorlage.

Umstrittenes 5G-Dossier

Das schwierigste Dossier auf Maissens Schreibtisch stammt aber aus der Telekom-Abteilung. Er muss als neuer Bakom-Direktor den Aufbau des 5G-Netzes begleiten. Der neue Mobilfunkstandard ist hoch umstritten. Mehrere Volksinitiativen wollen die Einführung stoppen, während die Wirtschaft nach 5G ruft.

Der Bund hatte die Frequenzen Anfang 2019 versteigert. Im April entschied der Bundesrat, noch einmal Testmessungen durchzuführen und bis Ende Jahr eine Vollzugshilfe vorzulegen. Der Mobilfunkstandard ist die Voraussetzung für verschiedene neue Technologien wie selbstfahrende Autos oder Virtual Reality.

Mit Bernard Maissen habe der Bundesrat eine kompetente Persönlichkeit ernannt, die auch unternehmerische Führungserfahrung mitbringe, heisst es in der Mitteilung. Dank seinen fundierten Kenntnissen der Medienbranche und seinem breiten Netzwerk in Politik und Wirtschaft sei er für die kommenden Herausforderungen im Bakom bestens gerüstet. (sda)

Die fünf ersten 5G-Smartphones im Überblick

Sunrise verkauft das 847 Franken teure Mi Mix 3 5G von Xiaomi seit Anfang Mai. Das Slider-Display lässt sich rund einen Zentimeter nach unten schieben, um die Frontkamera freizulegen.
Das Mi Mix 3 ermöglicht Downloads mit bis zu 2 Gbit/s (2000 Mbit). So lässt sich eine Netflix-Folge in wenigen Sekunden herunterladen. Das China-Handy nutzt den aktuell schnellsten Prozessor für Android-Smartphones.
Die wichtigsten Spezifikationen: 6,39-Zoll-Display, 128 GB Speicher, 8 GB RAM und ein grosser Akku (3800 mAh) mit Schnellladefunktion.
Das 999 Franken teure Oppo Reno 5G mit einer Pop-up-Kamera (Foto) gehört ebenfalls zu den ersten 5G-Handys. Das Reno 5G kommt mit 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicherplatz.
Das China-Handy punktet mit einem sehr grossen Akku (4065 mAh) mit Schnellladefunktion, einer 48-Megapixel-Kamera (10-facher Hybridzoom und Nachtbildmodus) sowie dem aktuell schnellsten Mobile-Prozessor für Android-Smartphones (Qualcomm Snapdragon 855). watson / watson
Das 997 Franken teure Huawei Mate 20 X 5G ist ab sofort verfügbar. Es hat ein sehr grosses 7,2-Zoll-Display, einen grossen Akku (4200 mAh) sowie 8 GB RAM und 256 GB Speicher.
Das Mate 20 X kommt mit dem schnellsten Prozessor der Chinesen von Huawei und einer der aktuell besten und vielseitigsten Handy-Kameras (starker Zoom, Ultraweitwinkel, Makromodus, Nachtmodus etc.)
Das Samsung Galaxy S10 5G ist eine technisch leicht aufgemotzte und grössere Version des normalen S10 Plus. Das Highlight sind die ausgezeichnete Dreifach-Kamera sowie ...
... der äusserst starke Akku mit 4500 mAh. Das Display ist 6,7 Zoll gross, der Speicher fasst 256 GB mit 8 GB RAM. Kostenpunkt: 1279 Franken. AP/AP / Manu Fernandez
Auf den ersten Blick sieht das LG V50 ThinQ wie ein gewöhnliches Smartphone aus ...
... doch die Südkoreaner von LG verkaufen das 1099 Franken teure Handy mit einem nochmals 200 Franken teuren Zusatz-Display, das gleichzeitig als Schutzhülle dient.
Das LG V50 ThinQ wird mit der Display-Hülle zu einem Dual-Screen-Handy. Es hat zudem eine Dreifach-Kamera, einen grossen Akku (4000 mAh) und ...
... den aktuell schnellsten Prozessor für Android-Smartphones. LG will so vor allem Gamer ansprechen.

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