Nicht nur in der Europa League (Glasgow, Istanbul), auch in Südamerika wurde gestern noch vor Publikum Fussball gespielt. Und was die Zuschauer beim Copa-Libertadores-Derby zwischen Grêmio und Internacional Porto Alegre zu Gesicht bekamen, war alles andere als alltäglich.
Die Massenschlägerei bei Grêmio vs. Internacional. Video: streamja
Kurz vor Ende der Partie kam es beim Stand von 0:0 zu einer Rudelbildung mit anschliessender Massenschlägerei. Der argentinische Schiedsrichter Fernando Rapallini stellte in der Folge innert zehn Minuten gleich acht Spieler vom Platz, je vier aus beiden Teams: Pepe, Luciano, Caio Henrique und Paulo Miranda von Grêmio sowie Edenílson, Moisés, Victor Cuesta und Bruno Praxedes von Internacional. Auch Grêmio-Trainer Renato Gaúcho war in die Ausschreitungen involviert.
Es ging richtig zur Sache in Porto Alegre. bild: screenshots
Acht Rote Karten in einem Spiel – das hatte es zuvor in der Copa Libertadores noch nie gegeben. Im Laufe des Spiels verteilte der Unparteiische zudem noch sechs Gelbe Karten.
Nur kurz nach Schlusspfiff verschob der südamerikanische Verband CONMEBOL die weiteren Spiele der Copa Libertadores wegen des Coronavirus. Zwischen dem 15. und 21. März soll das Pendant zur europäischen Champions League zunächst unterbrochen werden. In den kommenden Wochen soll dann der weitere Turnierkalender angepasst und besprochen werden, wurde via Twitter verkündet. (pre)
Video: watson / Nico Franzoni