Angreifer erschiessen fünf Soldaten in Kairo
Bei einem Attentat auf das ägyptische Militär sind im Norden von Kairo nach offiziellen Angaben fünf Soldaten getötet worden. Die Angreifer hätten ihre Opfer an einem Strassenkontrollposten des Viertels Schubra Al-Cheima am Samstag erschossen, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf Polizeiangaben. Am Tatort seien zudem zwei Bomben gefunden und kontrolliert gesprengt worden. Schon zwei Tage zuvor hatten Angreifer einen Militärbus in Kairo attackiert, dabei einen Soldaten getötet und drei weitere verletzt.
Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im vergangenen Juli geht die vom Militär eingesetzte Übergangsführung mit äusserster Härte gegen die Muslimbruderschaft und andere Demonstranten vor. Seit Mursis Sturz wurden insgesamt mindestens 1400 vorwiegend islamistische Demonstranten getötet und mehrere tausend inhaftiert. Bewaffnete Aufständische verüben zudem immer wieder Anschläge auf Militäreinrichtungen und Soldaten. Dabei wurden etwa 300 Beamte getötet. Die meisten dieser Attacken ereigneten sich bislang auf der unruhigen Sinai-Halbinsel, allerdings kam es zuletzt auch im Nil-Delta und in der Hauptstadt Kairo zu vermehrten Bluttaten. (sda)
