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Tadej Pogacar wurde am letzten Tour-Tag traditionell nicht mehr angegriffen. Bild: keystone

Keine Zwischenfälle bis Paris: Tadej Pogacar gewinnt die Tour de France

Publiziert: 20.09.20, 19:16 Aktualisiert: 20.09.20, 19:44

Der Triumph von Tadej Pogacar an der Tour de France ist perfekt. Der am Montag 22 Jahre alt werdende Slowene kam wie erwartet ohne Probleme durch die letzte Etappe auf die Champs-Elysées nach Paris. Pogacar ist der erste Slowene, der die Frankreich-Rundfahrt gewonnen hat, und der zweitjüngste Sieger in der Geschichte des Rennens.

Der Profi des Teams UAE Emirates hatte das gelbe Leadertrikot erst am Samstag übernommen. Mit einem überragenden Bergzeitfahren in La Planche des Belles Filles hatte er das Maillot jaune seinem Landsmann Primoz Roglic noch abgeknöpft. Hinter Pogacar und Roglic, der einen Rückstand von 59 Sekunden aufweist, beendet der Australier Richie Porte die Tour im 3. Gesamtrang (3:30 zurück).

Pocagar neben Etappensieger Sam Bennett. Bild: keystone

Bennett gewinnt den Massensprint

Der Sieg in der prestigeträchtigen letzten Etappe ging an Sam Bennett, der bereits das zehnte Teilstück für sich entschieden hatte. Der Ire setzte sich im Massensprint vor dem Weltmeister Mads Pedersen aus Dänemark und dem Slowaken Peter Sagan durch. Der 29-Jährige krönte damit seine starke Tour.

Bereits beim ersten Zwischensprint hatte sich Bennett unterwegs mit einem 5. Rang das grüne Trikot des punktbesten Fahrers gesichert. Er löste als «Sprintkönig» Peter Sagan ab, der ihm beim Team Bora-Hansgrohe als Topsprinter jahrelang vor der Sonne gestanden hatte. Bennett wechselte das Team und revanchierte sich nun im Trikot von Deceuninck-Quick Step eindrücklich.

Es war die letzte offene Entscheidung, die anderen Spezialtrikots (Bergkönig, bester Jungprofi) hatte sich Pogacar bereits am Samstag gesichert.

Als bester Schweizer klassierte sich in der Gesamtwertung Sébastien Reichenbach im 24. Schlussrang, mit einem Rückstand von 1:39:27 Stunden auf Pogacar. (dab/sda)

Als die Tour de France 1948 die Schweiz besuchte

1948 rollt die Tour de France durch die Schweiz: Der Franzose Lucien Teisseire im Wallis. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Fan-Liebling: Frauen zeigen ihr Transparent für Louison Bobet, der die Tour de France von 1953 bis 1955 drei Mal in Folge gewinnt. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Dicht gedrängt stehen die Zuschauer im Aufstieg zum Col de la Forclaz, dem Schauplatz der 15. Tour-de-France-Etappe 1948. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Bis die Fahrer eintreffen, wird am Strassenrand gepicknickt. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Die Etappe endet in Lausanne mit dem Sieg von Gino Bartali. Der Italiener übernimmt damit auch die Gesamtführung und wird die Tour gewinnen. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Da es noch keine Smartphones gibt, informieren sich die Jungen in der Zeitung. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Der Franzose Jean Robic, Gesamtsieger der Tour de France 1947, strahlt im Ziel in Lausanne mit Zuschauern um die Wette. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
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… und schieben kräftig, damit auch das Auto oben ankommt. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR

«E-Bikes sind der Untergang der Zivilisation»

Video: watson / Nico Franzoni

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