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Wer Italienferien gebucht hat, erhält ohne Reisewarnung kein Geld zurück. Eine Chance gibt es für diejenigen, die über ein Reisebüro gebucht haben. Bild: AP

Ohne spezifische Reisewarnung werden Italien-Ferien nicht entschädigt

Das EDA spricht künftig keine Reisewarnungen für spezifische Länder wegen dem Corona-Virus mehr aus. Das hat geschäftliche und finanzielle Folgen für die Reisebranche und deren Kunden.

Publiziert: 11.03.20, 11:20

Wer eine Italienreise gebucht hat, erhält ohne eine explizite Reisewarnung vom Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kein Geld von der Versicherung zurück. Annullationsversicherungen würden in der Regel nur zahlen, wenn das Aussendepartement von einer Destination abrate, sagt Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reiseverbandes, gegenüber dem «Tagesanzeiger».

Das EDA hat nun beschlossen wegen dem Virus keine länderspezifischen Reisewarnungen mehr zu veröffentlichen. Die Reisebranche sei über die Praxisänderung beim EDA am Montag informiert worden. Die Begründung, in fast allen Regionen der Welt bestehe mittlerweile ein Ansteckungsrisiko, könne Kunz nachvollziehen. Dennoch bedeute die Änderung einen Rückschlag für die Reisebranche, man fürchte jetzt einen Buchungsstopp.

Kunden von Reiseveranstaltern haben Chance auf Rückerstattung

Die Reisesperre, die Italien selber verhängt hat, ändere für die Kunden nichts. Versicherer und Reiseveranstalter seien in diesem Fall nicht verpflichtet, die Kosten zu erstatten. Gemäss Kunz gelten Epidemien und Anordnungen von ausländischen Regierungen als «höhere Gewalt».

Er hoffe nun auf die Kulanz der Versicherungen, wie Kunz gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagt. Die Reisebranche werde sich mit den Versicherern austauschen. Eine Chance auf Rückerstattung hätten Kunden, die über Reiseveranstalter gebucht hätten. Gegenüber Reisebüros würden sich die Hotels eher kulant zeigen, um die Geschäftsbeziehungen aufrecht zu erhalten. (aargauerzeitung.ch)

Coronavirus: Was du wissen musst

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 geht um die Welt. Was du darüber wissen musst. AP / Zoltan Balogh
Sars-CoV-2 gehört zur gleichen Erregergruppe wie das Sars- und Mers-Virus. EPA / CENTERS FOR DISEASE CONTROL AND
Das neue Virus ist zwar deutlich ansteckender, die Sterberate ist jedoch deutlich tiefer als bei Sars und Mers. EPA / NIAID- RML/NATIONAL INSTITUTES O
Ende 2019 waren vier Fälle bekannt, am 1. März waren es weltweit rund 90'000. EPA / MARK R. CRISTINO
Das erste Opfer in Europa starb am 21. Februar in Norditalien. EPA / JAN HETFLEISCH
Das grösste Risiko, an Covid-19 – so heisst die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit – zu sterben, haben Menschen über 80 Jahre. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe bei 14,8 Prozent. EPA / JEROME FAVRE
Patienten mit Herzkrankheiten sind besonders gefährdet, vor den Diabetikern und Personen mit Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck. EPA / TOLGA BOZOGLU
Anzeichen für eine Infektion sind gemäss WHO grippeähnliche Symptome, Atembeschwerden, Atemlosigkeit, Fieber und Husten. AP
Vier von fünf der von der Krankheit betroffenen Patienten leiden an einer gutartigen Ausprägung, wie eine chinesische Studie an 72'000 Personen zeigte. AP / Kerstin Joensson
In schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündungen, akuten Atembeschwerden, Nierenversagen oder zum Tod führen. EPA / Tamas Soki
Zur Vorbeugung wird empfohlen, Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten, sich regelmässig die Hände zu waschen, Mund und Nase zu bedecken, wenn man hustet und niest, respektive in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen. EPA / MOURAD BALTI TOUATI
Einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Und das dürfte auch noch dauern. Für das Mers-Virus, das 2012 auf der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde und das auch zu den Coronaviren gehört, wird ein Impfstoff erst seit 2018 klinisch geprüft. EPA / NICOLA FOSSELLA
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben – und damit an mehr als bei einer Grippe (Influenza). Hier ist die Datenlage aber noch unsicher. AP / Piero Cruciatti

Die Forschung sucht fieberhaft nach Medikamenten gegen das Coronavirus

Video: SRF / SDA SRF

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