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Gelson Fernandes fürchtet sich nicht vor grossen Gegnern. Bild: EPA/EPA

Gelson Fernandes denkt an die Zukunft: «Ich will einen Klub oder Verband als CEO führen»

Die Eintracht verblüfft halb Europa. Und mittendrin im Frankfurter Spektakel gehört der Schweizer Gelson Fernandes (32) zu den zentralen Figuren des Europa-League-Halbfinalisten.

Publiziert: 02.05.19, 14:40 Aktualisiert: 02.05.19, 14:41

Unmittelbar vor dem wichtigsten Heimspiel seit 39 Jahren am Donnerstag gegen den englischen Giganten Chelsea spricht der Westschweizer im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA über die genussvollsten Tage seiner gesamten Laufbahn. Und er blickt ambitioniert in die Zukunft: «Irgendwann will ich einen Klub oder Verband als CEO führen.»

Gelson Fernandes, Sie schossen einst den späteren Weltmeister Spanien ab und kennen nach Gastspielen in den weltbesten Ligen alle Facetten. In welcher Gefühlswelt leben Sie aktuell? Wo sind die Ergebnisse der Eintracht einzustufen?
Gelson Fernandes: Ganz hoch ordne ich unsere Resultate ein, europäisch spielten wir teilweise fantastisch. Ich habe puren Spass. Wissen Sie, mir ist klar, dass mir nicht mehr viele solche Momente bleiben. Ich bin einfach glücklich, mit 32 noch auf diesem Niveau spielen zu dürfen – es ist ein Genuss!

Sie besitzen generell eine positive Ausstrahlung, aber momentan ist Ihr Energie-Level unfassbar hoch.
Ich habe unglaublich viel Spass, ich ziehe mein Ding voll durch. Als junger Spieler macht man sich selber Druck, will die Karriereplanung perfektionieren. Bei mir ist alles gemacht, ich kann den letzten Teil meiner Laufbahn furchtlos geniessen. Für mich fühlt sich alles wie eine Art Bonusrunde an.

Nach der Halbfinal-Qualifikation sassen Sie vor der prall gefüllten Eintracht-Kurve, nehmen Sie uns mit ins Kopfkino.
Diese unendliche Flut von Emotionen bleibt für immer, eine solche Szenerie vergisst man nie. Die Fans geben uns wahnsinnig viel Kraft! Sie tragen uns. Das sind unbeschreibliche Momente. Es fällt mir schwer, für die Ambiance von jenem Abend die richtigen Worte zu finden.

«Ich kann meine Mitspieler nur unterstützen, wenn ich auf dem Platz stehe. So kann ich die Jungen mitziehen.»

Gelson Fernandes

Die «Süddeutsche Zeitung» schrieb, es würde für jeden schwierig, die Eintracht zu stoppen, die «FAZ» schwärmt von der Frankfurter Magie. Hatte Sie weder Lazio, Schachtar, Inter noch Benfica auf dem Radar?
Das weiss ich nicht, inzwischen rechnen wohl alle mit uns. Wir haben einfach ein gutes Team. Wir haben gute Typen und wenig Egos – bei uns gibt jeder Gas. Frankfurt ist sehr international aufgestellt, aber jeder ist vorbildlich integriert.

Mit solchen Choreos begeistert die Eintracht Fussball-Europa

Video: YouTube/Jürgen Funk

Video: streamable

Was spielen Sie für eine Rolle, was fliesst von Ihnen mit ein? Im Nationalteam fielen Sie bis zu Ihrem Rückzug im letzten Sommer mit Ihrer erfrischenden, sozialkompetenten Art auf.
Ein bisschen Spass darf immer sein, aber die Arbeitseinstellung muss seriös bleiben. Nur: Wenn ich auf der Bank sitze, hält sich mein guter Einfluss in Grenzen, da fehlt mir die Power. Ich kann meine Mitspieler nur unterstützen, wenn ich auf dem Platz stehe. So kann ich die Jungen mitziehen. Um eine Führungsrolle zu haben, muss man spielen – das ist einfach so. Sonst muss man Trainer werden!

Trainer? Denken Sie schon an den nächsten Schritt?
Aktuell bin ich gerade dabei, den Master-Abschluss zu machen. Irgendwann will ich einen Klub oder Verband als CEO führen. Mir ist es wichtig, irgendwann zu wissen, wie es nach dem Rücktritt weitergeht. Für einen Sportler ist es heikel, unvorbereitet in in die Zukunft zu gehen. Irgendwann ist es fertig, da schadet ein durchdachter Plan nie.

«Adi Hütter ist ein intelligenter Mann mit einem genauen Plan.»

Gelson Fernandes

Nach neun Stationen im Ausland dürfte Sie nur wenig aus der Reserve locken?
Ich kenne die Fussball-Kulturen vieler Länder. Ich habe viel Gutes und auch weniger Gutes gesehen in Europa

Zurück zum Tagesgeschäft. Adi Hütter zieht mit seinem Coaching alle in den Bann. Wo ordnen Sie den Österreicher ein?
Er ist gut, sehr gut. Adi Hütter besitzt eine unglaubliche Sozialkompetenz. Top, top, top! Wir haben 35 Spieler im Kader. Hütter schafft es, alle an Bord zu nehmen. Lassen Sie mich eine kleine Geschichte erzählen. Wir haben einen Spieler, Simon Falette. Er stand gegen Benfica im Rückspiel von Anfang an auf dem Platz, obwohl er zuvor letztmals im Januar gegen Werder Bremen einen Einsatz hatte. Simon machte es überragend. Warum? Weil der Coach mit jedem im Team ehrlich umgeht und ihn stärkt.

Adi Hütter erobert mit Frankfurt Europa. Bild: EPA/EPA

Hütter schreibt ein Jahr nach dem YB-Märchen die nächste grosse Story.
Er ist ein intelligenter Mann mit einem genauen Plan. Er will etwas erreichen im Fussball, Hütter ist extrem ambitioniert. Und klar: Die Erfolge helfen ihm.

Welche Qualität der Eintracht ist für Sie massgeblich?
Die Mentalität, die Mentalität, keine Frage. Wir reisen in dieser Saison extrem viel, unsere Agenda ist voll. Manchmal haben wir kaum mehr Benzin, und trotzdem können wir fast immer das Maximum abrufen.

Was fällt Ihnen im Zusammenhang mit dem Halbfinal-Gegner Chelsea ein?
Ich habe keine Angst vor den Engländern. Richtig schwierig hingegen war die Aufgabe gegen Schachtar Donezk im 1/16-Final. Alle dachten, wir könnten durchspazieren. Unser Glück war, dass diese Top-Mannschaft damals keine Matchpraxis hatte.

«Ich nehme es gemütlich in den Ferien – ich bin ja ein alter Mann.»

Gelson Fernandes

Chelseas Equipe wird von Experten mit über 880 Millionen Euro bewertet. Benötigen Sie ein mittleres Wunder?
Was haben wir zu verlieren gegen Chelsea? Nichts! Zu Hause in Frankfurt wird der Baum brennen, für uns Frankfurter ist es ein Traum. Die kleine Eintracht gegen das grosse Chelsea. Sie stehen unter maximalem Druck.

Und Sie stehen im maximalen Rampenlicht. Nehmen Sie das Umfeld überhaupt noch wahr?
Jeder will etwas wissen, das ist klar. Aber meine Zeitreserven werden knapper. Unser Kalender ist ausgefüllt. Man muss die Energie kanalisieren. Der Fokus wird auf das Wesentliche ausgerichtet.

Bleibt aber dennoch etwas Zeit, sich mit früheren Nationalteam-Kollegen auszutauschen?
Man sieht sich ab und zu. Und es ist wie immer mit guten Kollegen: Wir sollten telefonieren und abmachen, dann ziehen wieder Monate ins Land. Jeder hat seine eigenen Projekte. Vielleicht schaue ich mir in Porto ganz gemütlich die Nations-League-Spiele der Schweiz an. Aber am liebsten spanne ich aus, lade meine Batterien wieder auf, nehme es gemütlich in den Ferien – ich bin ja ein alter Mann. (abu/sda)

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Saison 2021/22: YB eröffnet die Gruppenphase der Champions League mit einem Paukenschlag. Dank einem späten Tor in der 95. Minute, aber hoch verdient, gewinnen die Berner 2:1 gegen Manchester United. keystone / Thomas Hodel
Saison 2021/22: YB qualifiziert sich dank zwei 3:2-Siegen gegen Ferencvaros Budapest in den Playoffs zum zweiten Mal nach 2018 für die Gruppenphase der Champions League. Drei Runden mussten die Berner insgesamt überstehen. keystone / THOMAS HODEL
Saison 2020/21: YB wirft in den Sechzehntelfinals der Europa League das Bundesliga-Spitzenteam Bayer Leverkusen raus. Die Berner gewinnen ein spektakuläres Hinspiel 4:3 und siegen auch auswärts mit 2:0. keystone / INA FASSBENDER / POOL
Saison 2019/20: Der FC Basel schlägt im Achtelfinale der Europa League den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit 3:0 und 1:0. Es sind die Spiele 4 und 5 in Serie ohne Gegentor und damit (geteilter) Rekord in der Europa League. Im Viertelfinale gegen Schachtar Donezk bleibt der FCB dann aber chancenlos und verliert 1:4. keystone / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2018/19: Die Young Boys schlagen in der Gruppenphase der Champions League den italienischen Rekordmeister Juventus Turin dank zwei Toren von Guillaume Hoarau mit 2:1. Juve stand schon vor der Partie als Achtelfinalist fest, YB war schon ausgeschieden – dennoch ein weiteres Ausrufezeichen des Schweizer Meisters. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Saison 2018/19: Der FC Zürich steht nach drei Spielen in der Europa League ungeschlagen an der Spitze der Gruppe. Zuhause feiert man dank einem 3:2 gegen Bayer Leverkusen den ersten Sieg gegen ein Team aus der Bundesliga in der Vereinsgeschichte. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Saison 2018/19: Dank eines 2:1-Erfolgs bei Dinamo Zagreb qualifiziert sich YB zum ersten Mal in der Klubgeschichte für die Champions-League. Nach dem 1:1 im Hinspiel macht Guillaume Hoarau im Rückspiel aus einem 0:1 mit zwei Toren noch ein 2:1. YB ist damit nach Basel, Thun, GC und dem FCZ der fünfte Schweizer Klub, der sich für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizieren konnte. KEYSTONE / THOMAS HODEL
Saison 2017/18: Nach einem 0:4 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gewinnt der FC Basel das Rückspiel gegen Manchester City auswärts mit 2:1. Es ist im März die erste Heimniederlage der «Citizens» in der Saison. Mit dem Gesamtskore von 2:5 scheidet Basel aber dennoch aus. EPA/EPA / Peter Powell
Saison 2017/18: Dem FC Basel gelingt in der Champions-League-Gruppenphase die Sensation gegen Manchester United. Michael Lang schiesst die «Bebbi» in der 89. Minute ins Glück. KEYSTONE / PATRICK STRAUB
Saison 2017/18: Der FC Basel kantert den portugiesischen Meister Benfica Lissabon in der Gruppenphase der Champions League gleich mit 5:0 nieder und sorgt damit für eine Sternstunde im Schweizer Klubfussball. Es ist der höchste Basler Sieg in der Geschichte der Königsklasse. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2017/18: In der 3. Runde zur Qualifikation für die Champions League verliert YB das HInspiel bei Dynamo Kiew mit 1:3, schafft zu Hause aber den grossen Exploit und siegt dank eines Hoarau-Penaltys und eines Last-Minute-Treffers von Lotomba mit 2:0. Die Qualifikation für die Playoffs und die Europa League ist geschafft. EPA/EPA / SERGEY DOLZHENKO
Saison 2016/17: In der 3. Qualifikationsrunde steigt Vize-Meister YB gegen den haushohen Favoriten Schachtar Donezk ins Rennen. Das Hinspiel geht sang- und klanglos 0:2 verloren, doch im Rückspiel in Bern erzielt Yuya Kubo in der 2. Halbzeit zwei Tore zum 2:0. Das Penaltyschiessen muss her. Dort setzt sich YB 4:2 durch und erreicht die Play-offs. Mit der erstmaligen Champions-League-Teilnahme wird es dann allerdings doch nichts. freshfocus / Urs Lindt/freshfocus
Saison 2014/15: Der FC Basel schlägt in der Champions-League-Gruppenphase den FC Liverpool zuhause dank einem Tor von Marco Streller mit 1:0, im Rückspiel an der Anfield Road holen die «Bebbi» ein 1:1 und qualifizieren sich für den Achtelfinal. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2014/15: Der FC Zürich bodigt im Letzigrund in der Europa-League-Gruppenphase den spanischen Topklub Villarreal mit 3:2. Weil die Zürcher das entscheidende Spiel gegen Borussia Mönchengladbach 0:3 verlieren, scheiden sie trotzdem aus. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Saison 2014/15: Gegen den SSC Napoli gewinnt YB zuhause in der Europa-League-Gruppenphase überraschend mit 2:0 und qualifiziert sich für die Sechzehntelfinals, wo Everton aber eine Nummer zu gross ist. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Saison 2013/14: Der FC St.Gallen eliminiert in den Europa-League-Play-offs das höher eingestufte Spartak Moskau dank einem 1:1 in der AFG Arena und einem 4:2-Auswärtssieg in Russland. AP / Alexander Zemlianichenko
Saison 2013/14: Geisterspiel im Basler St.Jakob-Park im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Valencia. Der FCB gewinnt sensationell mit 3:0, verliert auswärts allerdings mit 0:5 nach Verlängerung und scheidet aus. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Saison 2013/14: Der FC Basel patzt in der Champions-League-Gruppenphase zwar zweimal gegen Steaua Bukarest (zweimal 1:1), schafft dank zwei Siegen gegen Chelsea – auswärts 2:1, zuhause 1:0 – aber dennoch den Sprung auf Rang 3 und damit in die Europa-League-Sechzehntelfinals. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2012/13: Der FC Basel bodigt nach Dnjepr Dnjepropetrowsk im Sechzehntel- und Zenit St.Petersburg im Achtel- im Europa-League-Viertelfinal auch Tottenham Hotspur. Nach dem 2:2 in London kommt es im St.Jakob-Park zum Penaltyschiessen, wo sich die Basler mit 4:1 durchsetzen. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 2011/2012: Der FC Basel gewinnt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayern München dank einem Tor von Valentin Stocker sensationell mit 1:0. Im Rückspiel kassiert der FCB dann aber eine 0:7-Schlappe und scheidet aus. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2011/12: Gegen Manchester United kommt der FC Basel am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase zu einem Endspiel im Kampf um den Achtelfinal. Und der FCB schafft die Sensation: Dank Toren von Marco Streller und Alex Frei siegen die Basler mit 2:1. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Saison 2010/11: Der BSC Young Boys kommt in der Europa-League-Gruppenphase im Schneegestöber von Bern zu einem 4:2-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart. YB überwintert europäisch, scheitert im Sechzehntelfinal aber an Zenit St.Petersburg. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Saison 2010/11: Alex Frei, Samuel Inkoom und Cabral schiessen die Tore beim überraschenden 3:1-Sieg des FC Basel in der Champions-League-Gruppenphase gegen die AS Roma. Als Gruppendritter schafft es der FCB in die Europa-League-Sechzehntelfinals, wo er gegen Spartak Moskau den Kürzeren zieht. AP / Pier Paolo Cito
Saison 2010/11: Challenge-Ligist Lausanne-Sport, der dank der Cupfinal-Niederlage gegen Basel europäisch mittun darf, übersteht drei Quali-Runden und schafft es dank einem Sieg im Penaltyschiessen gegen Lokomotive Moskau in die Gruppenphase. Dort holen die Waadtländer dann aber nur einen Punkt. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Saison 2010/11: Die Young Boys eliminieren in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation Fenerbahce Istanbul dank einem 2:2 in Bern und einem 1:0-Sieg in Istanbul. Im Play-off ist Tottenham dann eine Nummer zu gross, YB muss in die Europa League. EPA / TOLGA BOZOGLU
Saison 2009/10: Bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme schafft der FC Zürich bei der grossen AC Milan den grossen Coup. Dank einem Tor von Hannu Tihinen siegen die Zürcher im San Siro sensationell mit 1:0. Dennoch wird der FCZ Gruppenletzter. KEYSTONE / KARL MATHIS
Saison 2009/10: Der FC Basel startet mit einem überraschenden 2:0-Sieg gegen die AS Roma in die Gruppenphase der Europa League. Hinter der Roma und Fulham belegen die «Beppi» am Ende aber nur den dritten Gruppenrang und scheiden aus. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2008/09: Eren Derdiyok lässt die Basler jubeln: Gegen den grossen FC Barcelona holt der FC Basel in der Champions-League-Gruppenphase im Camp Nou ein sensationelles 1:1. Es bleibt allerdings das einzige Erfolgserlebnis dieser Kampagne. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2007/08: Der FC Sion gewinnt in der 1. Runde des UEFA Cup gegen Galatasaray Istanbul das Hinspiel in Genf mit 3:2. Nach dem 1:5 in der Türkei müssen die Walliser aber dennoch die Segel streichen. KEYSTONE / DOMINIC FAVRE
Saison 2005/06: Das wohl grösste Champions-League-Märchen aller Zeiten: Der FC Thun qualifiziert sich dank Rang 2 in der Super League und Siegen gegen Dynamo Kiew und Malmö FF für die Gruppenphase der Königsklasse. Und auch dort sorgen die Thuner für Furore: Gegen Arsenal verliert das Team von Urs Schönenberger nur knapp und gegen Sparta Prag holt man insgesamt vier Punkte. KEYSTONE / EDI ENGELER
Saison 2002/03: Der Beginn der grossen Basler Champions-League-Nächte: Der FC Basel holt in der Gruppenphase der Königsklasse gegen Liverpool zweimal ein Unentschieden und zwei Siege gegen Spartak Moskau. Unvergessen ist das 3:3 gegen die «Reds» mit drei Toren in den ersten halben Stunde. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
Saison 2002/03: Nach dem 1:3 in Hinspiel siegt der FC Basel im Play-off-Rückspiel der Champions League gegen Celtic Glasgow mit 2:0 und qualifiziert sich erstmals in der Klub-Geschichte für die Königsklasse. Christian Gimenez und Murat Yakin schiessen die Tore. KEYSTONE / DOMINIK PLUESS
Saison 2001/02: Nach Slavia Prag und Real Saragossa eliminiert Servette in der dritten Runde des UEFA Cup überraschend auch Hertha BSC Berlin. Nach dem 0:0 im Hinspiel siegen die «Grenats» im Rückspiel mit 3:0. Bongarts / Sandra Behne
Saison 2000/01: Mit Ajax Amsterdam eliminiert Lausanne-Sports in der zweiten Runde des UEFA Cup einen ganz Grossen des europäischen Klubfussballs. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel sichern sich die Waadtländer mit einem 2:2 im Rückspiel das Weiterkommen. In der dritten Runde folgt dann das Aus gegen Nantes. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
Saison 2000/01: Es ist der grösste Europacup-Erfolg des FC St.Gallen: Die Ostschweizer verlieren das Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde gegen Chelsea nur knapp mit 0:1 und gewinnen das Rückspiel im Zürcher Hardturm dank Toren von Sascha Mülller und Charles Amoah sensationell mit 2:0. In der zweiten Runde scheitert St.Gallen dann am FC Brügge. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 1998/99: Der FC Zürich verliert im UEFA Cup das Achtelfinal-Hinspiel bei der AS Roma nur knapp mit 0:1. Im Rückspiel liegen die Zürcher nach einem frühen Gegentor und zwei Toren von Shaun Bartlett dann aber plötzlich 2:1 in Front. Doch ein umstrittener Penaltypfiff bringt in der Schlussphase statt dem erlösenden 3:1 das 2:2 durch Francesco Totti. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 1998/99: Die Grasshoppers verlieren das Hinspiel in der zweiten Runde des UEFA Cup gegen Fiorentina zwar 0:2, beim Rückspiel kommt's dann aber zum grossen Skandal. Der Schiedsrichter wird beim Stand von 1:2 aus Zürcher Sicht von einem Feuerwerkskörper aus der Fiorentina-Kurve getroffen, das Spiel wird abgebrochen und mit 3:0 für GC gewertet. Im Achtelfinal scheitert GC dann wegen der Auswärtstorregel an Girodins Bordeaux. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
Saison 1996/97: In der Champions-League-Gruppenphase gastieren die Grasshoppers in der neu gebauten Amsterdam Arena beim Vorjahresfinalisten Ajax. Murat Yakin hämmert den Ball per Freistoss aus 40 Metern ins Netz und führt GC sensationell zum 1:0-Sieg. ANP / ANTONISSE/MULDER
Saison 1995/96: Schweizer Jubel im San Siro: Der FC Lugano schafft nach dem 1:1 im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde im Cornaredo gegen Inter Mailand die grosse Sensation. Dank einem Treffer von Eduardo Carrasco siegen die Tessiner in Mailand mit 1:0, die Blamage für die «Nerazzurri» ist perfekt. KEYSTONE / STR
Saison 1993/94: Der FC Aarau verliert in der 1. Runde der Champions League gegen die AC Milan das Hinspiel im Zürcher Hardturm wegen eines Tores von Jean-Pierre Papin mit 0:1. Im Rückspiel im San Siro zittern die «Rossoneri» ein 0:0 über die Runden, wobei insgesamt drei Aarauer Tore aberkannt werden.
Saison 1991/92: Im UEFA-Cup-Achtelfinal gewinnt Neuchâtel Xamax das Hinspiel gegen Real Madrid dank einem Tor von Ibrahim Hassan sensationell mit 1:0. Das Rückspiel im Santiago Bernabeu geht dann allerdings mit 0:4 verloren.
Saison 1989/90: Der FC Wettingen bekommt es in der zweiten Runde des UEFA Cup mit Diego Maradona und dem SSC Neapel zu tun. Im Hinspiel in Zürich erkämpfen sich die Aargauer ein 0:0, das Rückspiel geht trotz früher Führung mit 1:2 verloren. KEYSTONE / STR
Saison 1985/86: Im UEFA-Cup-Viertelfinal schrammt Neuchâtel Xamax gegen Real Madrid nur knapp am grossen Coup vorbei. Nach dem 0:3 im Hinspiel gewinnen die Xamaxiens das Rückspiel mit 2:0. Das erlösende dritte Tor will aber nicht mehr fallen. Uli Stielike und Maurizio Jacobacci schiessen die Tore. KEYSTONE / STR
Saison 1978/79: Die Grasshoppers verlieren das Hinspiel im Meistercup-Achtelfinal im Santiago Bernabeu gegen Real Madrid mit 1:3. Im Rückspiel trifft Claudio Sulser doppelt, die Zürcher siegen 2:0 und erreichen sensationell die Viertelfinals. Im Viertelfinal scheitert GC an Nottingham Forest.
Saison 1977/78: Die Grasshoppers kämpfen sich im UEFA Cup dank Siegen gegen Frem Kopenhagen, Internacional Bratislava, Dinamo Tiflis und Eintracht Frankfurt bis in den Halbfinal. Dort scheiden die Zürcher nach einem 3:2-Sieg im Hardturm und einem 0:1 in Bastia aber wegen der Auswärtstorregel aus. KEYSTONE / STR
Saison 1976/77: Im Meistercup spielt sich der FC Zürich dank Erfolgen über die Glasgow Rangers, Turun Palloseura und Dynamo Dresden in den Halbfinal, wo der FC Liverpool wartet. Gegen die Engländer ist der FCZ chancenlos und verliert 1:3 und 0:3. KEYSTONE / STR
Saison 1963/64: Der FC Zürich eliminiert im Meistercup Dundalk, Galatasaray Istanbul und den PSV Eindhoven und trifft im Halbfinal auf Real Madrid. Nach dem 1:2 im Hinspiel verlieren die Zürcher das Rückspiel gleich mit 0:6. KEYSTONE / STR
Saison 1958/59: Die Young Boys qualifizieren sich im Meistercup als erstes Schweizer Team für die Halbfinals eines europäischen Wettbewerbs. Gegen Stade Reims gewinnen die Berner das Hinspiel im Wankdorf vor rund 64'000 Zuschauern mit 1:0, doch das Rückspiel geht mit 0:3 verloren. Der Finaltraum ist ausgeträumt.

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