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Käuferin des Schredder-Banksys will das Bild behalten – und streicht satten Gewinn ein 🤑

Publiziert: 12.10.18, 00:40 Aktualisiert: 12.10.18, 09:08

Die Käuferin eines Kunstwerkes des Strassenkünstler Banksy will das Bild nach wie vor haben - obwohl es kurz nach der Auktion durch einen im Rahmen eingebauten Schredder teilweise zerstört wurde. Sie hatte für das Werk einen Millionen-Betrag hingeblättert.

«Wir freuen uns, den Kauf zu bestätigen», sagte Alex Branczik vom Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag. Die anonyme Sammlerin aus Europa hält demnach an dem Geschäft zum ursprünglichen Preis von umgerechnet 1.2 Millionen Franken (1.04 Millionen Pfund) fest. Laut Experten sei dieser Banksy nun schon das Doppelte wert.

Bei der Auktion des Werks «Girl with Balloon» in London am vergangenen Freitag hatte sich unmittelbar nach dem Verkauf ein im Rahmen versteckter Schredder eingeschaltet und das Kunstwerk zerschnitten. Banksy bekannte sich einen Tag später zu dem Streich.

«Banksy zerstörte kein Kunstwerk bei der Auktion, er schaffte eines», sagte Branczik. Das neue Werk mit dem Namen «Love is in the Bin» sei das erste, welches während einer Auktion geschaffen worden sei. Das neue Kunstwerk soll der Öffentlichkeit am 13. und 14. Oktober in den Räumen von Sotheby's in London präsentiert werden.

«Als das Werk geschreddert wurde, war ich zunächst geschockt, doch allmählich fing ich an zu realisieren, dass ich an mein eigenes Stück Kunstgeschichte gelangt war.»

Käuferin

Banksy ist der prominenteste Graffiti-Künstler der Welt, seine Werke prangen in vielen Ländern an Wänden und Mauern. Häufig haben die Bilder deutliche politische Botschaften - aber nicht immer: Bei «Girl with Balloon» streckt ein kleines Mädchen seinen Arm nach einem davonfliegenden roten Ballon in Herzform aus.

Das Bild gehört zu den bekanntesten Motiven des vermutlich aus Bristol stammenden Künstlers - ursprünglich zierte es eine Mauer von East-London. (nfr/sda/afp)

Banksy sprayt in Gaza Katzen auf zerstörte Häuser

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat heimlich den Gazastreifen besucht. Dort hinterliess er diese Katze, die mit einem rostigen Schrottknäuel «spielt». X90014 / SUHAIB SALEM
Banksys sarkastischer Kommentar: «Ich wollte auf die Zerstörung in Gaza hinweisen, aber im Internet achten die Menschen nur auf Bilder von Katzenbabys.» EPA/EPA / MOHAMMED SABER
Das Bild einer trauernden Frau, eine Anspielung auf die griechische Göttin Niobe, hat Banksy auf die Tür eines zerstörten Hauses gesprayt. EPA/EPA / MOHAMMED SABER
Heute befindet sich dort nur noch der Türrahmen. Ein Künstler hat dem Hausbesitzer das Bild für weniger als 200 Franken abgekauft. AP/AP / Adel Hana
Kunstwerke von Banksy verkaufen sich in der Regel für mehrere hunderttausend Franken. Der Künstler Belal Khaled verteidigt sich: Er habe das Bild legal erworben und wollen keinen Profit daraus schlagen. AP/AP / Adel Hana
Ein weiteres Banksy-Werk in Gaza zeigt einen Wachturm, der zum Kettenkarussell umfunktioniert wurde. Anlass für Banksys Besuch waren die massiven Zerstörungen im letztjährigen Gaza-Krieg. AP/AP / Adel Hana
2008 hatte Banksy bereits Bethlehem besucht und sich dort unter anderem mit einer Friedenstaube mit Schutzweste verewigt. EPA/EPA / JIM HOLLANDER
Das Graffito eines israelischen Soldaten, der von einem Mädchen gefilzt wird, geniesst längst Kultstatus. AP / MUHAMMED MUHEISEN

110 Drohnen bilden ein Himmel-Spektakel

Video: srf

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