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Und was liest du auf der Gegentribüne? bild: twitter

«Fick mas»? Nach diesem Choreo-Fail konnten die Bayern ja nur verlieren

Publiziert: 14.03.19, 18:01 Aktualisiert: 14.03.19, 18:01

Es war eigentlich alles angerichtet. Das 0:0 im Hinspiel beim FC Liverpool war so eine gute Ausgangssituation, dass Bayern-Trainer Niko Kovac vor dem Rückspiel in der Münchner Arena voller Überzeugung an das Weiterkommen glaubte. Auch neben dem Feld sollte alles perfekt sein: «Die Arena wird brennen», erklärte Manuel Neuer. Der FC Bayern hatte extra eine riesige Choreo vorbereiten lassen – doch da nahm das Debakel schon seinen Lauf.

Aber fangen wir von vorne an: Die 70'000 Zuschauer im Stadion bekamen rote Pappen ausgehändigt, die sie hochhalten sollten. Nach Anpfiff sollten die Fans diese als Klatschpappen nutzen. Die Anleitung war so einfach erklärt, dass man sie auch noch nach fünf Mass Bier verstehen kann.

«Pack mas» sollte während der Choreo in grossen weissen Lettern auf der in rot getauchten Tribüne stehen. Für alle, die das nicht verstehen: Das heisst so viel wie «Auf geht's, packen wir es an» und ist nach «Mia san mia» gerne mal das Münchner Zweit-Motto.

Die organisierte Fanszene der Münchner, die die Arena immer wieder mit meinungsstarken und aufwändig inszenierten Choreos verzaubert, hatte mit dieser Inszenierung jedoch nichts zu tun. Der FC Bayern hatte diese offenbar bei einer Agentur bestellt, denn mitten auf der Osttribüne hing ein Banner mit der Aufschrift: «Nein zur Agentur-Choreo». Und die eingekaufte Choreo ging dann auch noch gewaltig schief.

Denn viele Fans im Stadion und an den TV-Geräten lasen dort nicht «Pack mas», sondern «Fick mas». Ob das an einer optischen Täuschung liegt oder an einigen Zuschauern aus dem Bereich der Buchstaben «P» und «A», die noch am Popcorn-Stand standen, ist nicht überliefert.

Ein Twitter-User fragte sich nach der 1:3-Niederlage der Bayern nur: «Frage ist, wer wen gefi... hat!?!» und dürfte die Lacher auf seiner Seite gehabt haben. So passiv wie die Bayern-Profis auf dem Platz waren übrigens auch die Zuschauer: Bis auf die Ultras ging die Arena nicht mit und Manuel Neuer musste feststellen, dass es lediglich im Münchner Strafraum brannte ... (bn)

Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen

1 Titel: Borussia Dortmund (1997) – 3:1 gegen Juventus Turin. ullstein bild / ullstein bild
1 Titel: Olympique Marseille (1993) – 1:0 gegen AC Milan.
1 Titel: Roter Stern Belgrad (1991) – 5:3 n. P. gegen Olympique Marseille.
1 Titel: PSV Eindhoven (1988) – 6:5 n. P. gegen Benfica Lissabon. Bongarts / Bongarts
1 Titel: Steaua Bukarest (1986) – 2:0 n. P. gegen Barcelona.
1 Titel: Hamburger SV (1983) – 1:0 gegen Juventus Turin.
1 Titel: Aston Villa (1982) – 1:0 gegen Bayern München.
1 Titel: Feyenoord Rotterdam (1970) – 2:1 n. V. gegen Celtic Glasgow.
1 Titel: Celtic Glasgow (1967) – 2:1 gegen Inter Mailand.
2 Titel: FC Chelsea – 2012 (4:3 n. P. gegen Bayern München) und 2021 (1:0 gegen Manchester City) EPA / TOBIAS HASE
2 Titel: FC Porto – 2004 (3:0 gegen AS Monaco) und 1987 (2:1 gegen Bayern München). EPA DPA / ACHIM SCHEIDEMANN
2 Titel: Juventus Turin – 1996 (4:2 n. P. gegen Ajax Amsterdam) und 1985 (1:0 gegen den FC Liverpool).
2 Titel: Nottingham Forest – 1980 (1:0 gegen den Hamburger SV) und 1979 (1:0 gegen Malmö FF).
2 Titel: Benfica Lissabon – 1962 (5:3 gegen Real Madrid) und 1961 (3:2 gegen Barcelona).
3 Titel: Manchester United – 2008 (6:5 n. P. gegen Chelsea), 1999 (2:1 gegen Bayern München) und 1968 (4:1 n. V. gegen Benfica Lissabon). EPA / ANDREU DALMAU
3 Titel: Inter Mailand – 2010 (2:0 gegen Bayern München), 1965 (1:0 gegen Benfica Lissabon) und 1964 (3:1 gegen Real Madrid). AP / MATTHIAS SCHRADER
4 Titel: Ajax Amsterdam – 1971, 1972, 1973 und 1995. 02 ALLSPORT UK / CLIVE, BRUNSKILL
5 Titel: FC Barcelona – 1992, 2006, 2009, 2011 und 2015. AP / MARTIN MEISSNER
6 Titel: Bayern München – 1974, 1975, 1976, 2001, 2013 und 2020. keystone / Matthew Childs
6 Titel: FC Liverpool – 1997, 1978, 1981, 1984, 2005 und 2019. EPA/EFE / Emilio Naranjo
7 Titel: AC Milan – 1963, 1969, 1989, 1990, 1994, 2003 und 2007. EPA / GEORGI LICOVSKI
13 Titel: Real Madrid – 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1966, 1998, 2000, 2002, 2014, 2016, 2017 und 2018. EPA/EPA / ARMANDO BABANI

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